Sanierung Abwasserrohr im Altbau

18.08.2010



Hallo,

ich habe eine kleine Stadtvilla gekauft (Bj. 1931), nun bin ich am Sanieren. Mein aktuelles Problem bezieht sich auf die Abwasserleitungen, die erneuert werden sollen.

Das Haus hat zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss (nicht ausgebaut). Ich möchte die jetzige Abwasserleitung, die in HT-Rohr und Gussrohren ist, erneuern. Meine Problem ist, das sich der Knick, wo das Abwasserrohr aus dem Haus rausgeht noch in Gusseisen von 1931 ist. Von drausen ist schon ein Kunstoff-Rohr (KG?) installiert.

Sollte ich den Gussbogen auch austauschen? Dieser Gussbogen ist in einer Betonwand eingelassen. Früher lief das Abwasser direkt in die Jauchegrube, die direkt an der Aussenmauer des Hauses angrenzt. Die Jauchegrube ist noch vorhanden, aber nicht mehr in Betrieb. Das neuzeitliche Abwasserrohr aus Kunstoff wurde durch diese Jauchegrube hindurchgeführt.

Um den Guss-Bogen zu entfernen, müsste ich im Keller die Betonwand aufmeisseln, was sehr aufwendig ist. Ich möchte allerdings auch keine Probleme mit dem Abwasserohr in den nächsten Jahren haben, bzw. wenn die Bäder neu gemacht sind, komme ich nicht mehr so einfach an den Gussbogen ran.

Ein Sanitär-Unternehmer hat mit AS-Rohr für den verwesserten Schallschutz angeboten, lohnt sich das? Es sich ca. 2,5m Rohr. Vom 1. Stock führt ein DN100 Rohr zur Entlüftung auch dem Dach, muss dieses Rohr auch in AS-Rohr sein um die Sachen effektiv zu halten, oder kann dort einfaches HT-Rohr verwendet werden.

MfG
Robert



Hallo



Hallo,
ich würde mir schon die Mühe machen, den Gußbogen auszutauschen.
Wir haben letztes Jahr ein altes Haus gekauft und in der Küche war die Spüle noch an ein altes Gußrohr angeschlossen, welches in den Kanal direkt vor der Außenwand führte.
Da standen wir auch vor der Frage neu oder so lassen.
Wir haben dann das alte Rohr doch aus der Sandsteinwand herausgemeisselt und als wir das Ergebnis sahen waren wir echt froh: Das alte Rohr war fast vollständig dicht! Hatten wir vorher nicht bemerkt. Da hätten wir wohl bals eine Überschwemmung in der frisch renovierten Wohnung gehabt!

Gruß
Volker





Hallo,

danke für die Antwort, dann muss der Bogen wohl raus! Allerding habe ich dann ein Loch in der Aussenwand, ich denke die Aussenwand muss am Austritt des Rohres versiegelt, abgedichtet werden! Allerdings ist der Rohraustritt des Gussbogens in der hinteren Ecke der alten Jauchegrube. Da kommt man relativ schlecht dran.

Ist AS-Rohr bei einer "Fallhöhe" von ca. 3Metern sinnvoll oder reicht normales HT-Rohr mit Schallschutzdämmung aus?
Wenn das Fallrohr aus AS-Rohr gemacht wird, müssen dann auch die Abgzweingen im Fallrohr aus AS-Material sein oder werden dafür normale HT-Abzweigungen verwendet?

MfG
Robert



Wenn dann richtig!



Aus Erfahrung lohnt es sich, solche Dinge richtig zu machen, Sie haben es ja selbst schon gesagt.

Also den alten Gussbogen rausstemmen und in den Bereichen, wo es Sie bei der späteren wohnwirtschaftlichen Nutzung akustisch stören würde, dass schallgedämmte Rohr verwenden. Alternativ ginge auch selbst isoliertes HT-Rohr, aber der Aufwand lohnt bei diesen kurzen Längen nicht. Bei den Abzweigen kommt es halt auch darauf an, wo die Rohre liegen. Schall kann negativ sein. Das müssen Sie selbst beurteilen. Im selbstgenutzen Objekt gibt es da keine DIN Vorgaben.

Ich persönlich würde da bei Mehrkosten von vielleicht 100€ nicht darüber streiten.

MfG

Alex



Wenn da



eine Betonwand ist, würde ich zu einer neuen Wanddurchführung raten. Kernbohrung erstellen lassen und mit Doyma-Rhrdurchführung neues Rohr einbauen.
Das alte Gussrohr soweit abschlagen, dass nix mehr aus der Wand guckt und das Loch mit Quellverguss füllen.
MfG
dasMaurer



Nachtrag!



Eine längere Entlüftungsleitung ohne weitere Anschlüsse können Sie in HT Rohr Verlegen und selbst isolieren. Der Schall wird selbst über größere Entfernungen übertragen.

MfG

Alex