Gussasphalt und Dielenboden

01.06.2010



Meine aktuelle Frage an die Fachleute unter Euch:
Wir haben ein ca. 100-Jahre altes Haus ( 3 Stockwerke) gekauft und sind bei der Sanierung. (EG auf Kellergewölbe mit Sand. Sonst Balkendecken mit Lehm/Stroh gefüllt mit Sand und alten Dielen)
Wir haben uns entschieden, im ganzen Haus Gussasphalt-Estrich einbringen zu lassen. Wir wollen auf den Gussasphalt-Estrich Massivholzdielen Verlegen (10 - 20 mm stark).
Jetzt meine Frage: Ist es besser bzw. ratsam, die Dielen auf dem Estrich direkt zu verkleben (bekommt man das wieder runter, z.B. nach einem Wasserschaden o.ä.?) oder ist es besser, den Boden schwimmend zu verlegen?
Gibt es noch zu diesem Problem Tipps, die man beachten sollte?
Danke für Eure Antwort!
Gruß raderli



Verkleben oder schimmend



Hallo,

ich würde den Gußaspahlt spachteln da er meist nicht gerade ist speziell an den Wänden.
Dann würde ich Dielen direkt fest verkleben. Beim Gußaspahlt müßen aber doppelte Randstreifen zu den Wänden und festen Baukörpern eingebaut werden.





Hallo,

darf man fragen warum die Endscheidung auf Gussasphalt gefallen ist?

Grüße aus Schönebeck



Warum Gussasphalt?



Wir haben uns für Gussasphalt entschieden,
* weil Freunde von uns äußerst zufrieden damit sind
* weil er in Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden usw. eingebracht wird, d.h. keine Probleme mit eventuellen gesundheitlichen Nebenwirkungen zu erwarten sind
* weil wir möglichst bald in unser Haus einziehen wollen, ohne auf die lange Austrocknung wie bei normalem Estrich warten zu müssen
* auch der Preisvergleich hält stand: keine großen Unterschiede zu Normalestrich
* auch der Statiker gab sein Ja-Wort
* im EG keine Probleme mehr mit aufsteigender Restfeuchtigkeit vom Keller
* da der Gussasphalt sehr eben sein soll (fließend), soll es auch keine Probleme mit Türeinbringung und Fußbodenbelag geben (unser Tür- und Bodenspezialist hat sich jedenfalls gefreut, als wir ihm unsere Entscheidung mitteilten)(wichtig: Nivellierung!)

Überhaupt die Weiterarbeit im Haus am folgenden Tag ist schon ein wichtiger Faktor!
Ich denke, man sollte darauf achten, dass der Gussasphalt von einer guten Fachfirma eingebracht wird.
Ich kann ja berichten, wenn es bei uns soweit ist. (In ca. 4 Wochen)
Gruß raderli





Na dann Viel Erfolg.

Die wegfallenden Trocknungszeiten sind allein schon ein unschlagbarer Grund.
Zudem ist er auch noch für Fußbodenheizung geeignet.


Grüße aus Schönebeck



Im Erdgeschoß...



...ist der Gußasphalt eine der möglichen Lösungen, in den anderen Stockwerken hat er m.E. nichts zu suchen, genausowenig wie ein anderer Estrich. Sie können einen massiven Dielenboden wie gehabt auf den Balken verlegen, und haben damit eine solide Langzeitlösung mit größerer Nutzschichtdicke.

Im EG würde ich auf eine 2- oder 3-Schichtdiele zurückgreifen, und diese verkleben. Schwimmend verlegte Böden sind nicht sonderlich gut schleifbar.

Grüße

Thomas



Gußasphalt grundieren



Hallo, nach meinen Erfahrungen muß Gussasphalt mit Epoxidharz beschichtet, mit QuarzSand abgestreut werden, bevor man irgendetwas drauf Kleben kann. Das kostet dann richtig Geld, von der Frage der gesundheitlichen Risiken ganz abgesehen...



Gussasphalt



Gusaspalt wird bereits beim Einbau mit feinem Sand abgestreut und abgerieben.
Epoxidharz ist dazu nicht erforderlich, allerdings sollte der Kleber auf den Untergrund abgestimmt sein.

Viele Grüße



präziser:



Gussasphalte

Vorbereitung: Estrichoberfläche muss mit Sand abgerieben sein, überschüssiger Sand ist durch Anschleifen und Absaugen zu entfernen
Vorstrich: ordnungsgemäße Gussasphaltestriche benötigen aufgrund der Quarzsandabstreuung keine Grundierung. Dispersionsbasis, Trocknungszeit bei Einsatz zementärer Spachtelmassen mind. 24 Std., bei gipsbasierten Massen ca. 0,5 Std.. Vor dem Einsatz weichmacherhaltiger Klebstoffe kann der Überzug mit einer Epoxidharzgrundierung erforderlich sein.
Spachtelung: Standard- oder gipsbasierte Spachtelmasse bei normaler Belastung, hoch vergütete Ausgleichsmasse bei erhöhter Belastung (schubfeste Parkettklebung, Hubwagen, Gabelstapler u. ä.). Die maximale Schichtdicke sollte 5 mm nicht überschreiten, da sonst Gefahr von Rissbildung besteht
Klebung: alle Klebstoffe einsetzbar, Auswahl erfolgt anhand des Oberbelags, Klebung von Parkett bei hinreichender Ebenheit des Estrichs direkt auf der ungespachtelten Oberfläche nur mit weichmacherfreien Klebstoffen möglich. Lösemittelhaltige Kleber können den Estrich anlösen.

Andere Asphaltuntergründe erfordern unbedingt eine anwendungstechnische Beratung durch den jeweiligen Verlegewerkstoffhersteller.
so ist die Antwort besser..
mit Gruß Karl Schmitz