Fussbodenaufbau

01.02.2009



Hallo Kollegen, habe mir vor einiger Zeit ein Fachwerkhäuschen zugelegt und bin gerade dabei die Ruine zu entkernen. Schon einige Zeit schlage ich mich mit dem Gedanken rum, wie ich einen vernünftigen Fussbodenaufbau gestalte.

Ist-Zustand wie folgt:

- 30 mm Holzdielen auf Balkenlage, die wiederum auf dem Erdreich aufliegt, sonst nichts!!

Mein Vorschlag.

1. Entfernen der Dielung und der Balkenlage
2. Auskofferung der vorhandenen Sandschicht um ca. 30 cm
3. Trennvlies auf Erdreich
4. Packschicht 7/11 Schotter als kapillarbrechende Schicht
ca. 15 cm
5. Foamglasdämmung 80 mm
6. Heissaspahltschicht 80 mm
7. Hirnholzparkett 40 mm

Es wäre sehr nett, wenn sich jemand dazu äußern könnte, ob man diese, von mir vorgesehene Konstruktion als brauchbar annehmen könnte. Danke!



Fußboden



Ich empfehle Ihnen einige Änderungen vorzunehmen.

1. Das Trennvlies ist überflüssig.
Ich glaube nicht, das Sie vernässten, weichen, bindigen Boden anstehen haben.

2. 15 cm Splitt sind teuer und nicht erforderlich.
Kiessand ist billiger und tut es auch.

3. Auf den verdichteten Kiessand als Planum tragen Sie 10 - 20 mm Sand oder Brechsand als Ausgleichs- und Bettungsschicht auf.

4. Darin werden die Floorboards gelegt.

5. Darauf kommt eine Trennlage aus Wellpappe.

6. Darauf dann ein Gußasphalt, Dicke 25 mm, max. 40 mm je nach Belastung.
Für Ihren Zweck sollten 25 mm ausreichen.

Heißasphalt ist ein Straßenbaumaterial und hat im Haus nichts zu suchen. Man kann es dort weder einbauen (Fertiger!) noch verdichten (Walzen!)
Die aufgehenden Wandanschlüsse sind abzudichten!

Viele Grüße



fußbodenaufbau



ich denke die Dämmung aus 80 mm glasschaum wird nicht reichen. können sie nicht einen neuen fußbodenaufbau mit neuer balkenlage bauen lassen. und dazwischen ca. 18 - 20 cm dämmung einfügen ( isofloc etc? so haben wir das gemacht. und endlich keine kalten füße mehr. allerdings muß alles andere trocken sein. gruß christoph



Foamglas



Foamglas auf Schotter?
Wird nicht gehen da foamglas in Heißbitumen gelegt werden muß.
Die Platten brechen dir bei dem Untergrund.
Ansonsten ist Foamglas eine sehr gute und teure Wahl.
Aber zum selber machen ohne die richtigen Werkzeuge nicht geeignet und gefährlich.





Hallo Herr Böttcher,
erst mal vielen Dank für den Vorschlag.
Ich meinte zu diesem Estrich einen Gussasphalt keinen Heissasphalt.
Aber was meinen Sie mit Floorboards?



Fußboden



Foamglas- Floorboards sind großformatige Platten der Abmessung 120 x 60 cm mit beidseitiger Kaschierung.
Diese Platten können laut Verarbeitungsrichtline der Herstellerfirma:
- in Feinsplitt,
- naß in naß in Frischbetonsauberkeitsschicht oder
- in Feinsandausgleich

gelegt werden.
In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen die Verwendung des Typs S3F. Ob 80 oder 100 mm stark müssen Sie entscheiden.
Ich hoffe, Sie kennen die Preise für Foamglas.
Die o.g. Platten kosten zwischen 50 und 60 Euro netto der m², die 100 mm dicke Variante ist ca. 10 Euro pro m² teurer.
Fragen Sie einfach mal einen Anbieter für den Gussasphalt nach einer kostengünstigen und zum Guaßasphalt passenden Variante für die Dämmung.

Ein Einschwimmen und Versiegeln der Platten mit Heißbitumen ist in Ihrem Fall nicht erforderlich.


Viele Grüße



Gußasphalt...



... ist ein guter Untergrund für Hirnholzparkett. Achten Sie darauf, daß er sofort gut abgesandet wird.

@ Georg

Wäre verdichteter Schaumglasschotter eine Alternative zu den Platten?

Grüße

Thomas



Fußboden



Schaumglasschotter hat natürlich nicht die Dämmwerte von Foamglas, bezogen auf die Dicke.
Dann brauche ich als stabile und gerade Unterlage für den Estrich noch eine Sauberkeitsschicht aus Beton, da reichen ein paar cm.
Das genügt als Unterbau für den Asphalt.
Eine Flächenabdichtung ist nicht notwendig.

Viele Grüße





Gute Idee

ich empfehle es folgendermaßen

- 15 bis 20cm Kies 16/32 als Kapilarbrechende schicht (diese mit einer kleinen Rüttelplatte verdichten)
- Filterflies
- drauf Glasflies
- 2,5 bis 4cm Gussasphalt

alles Andere ist ein Kann aber kein Muß

Die Frage ist: so wie ich dich verstehe hast du einen Unterboden...also wo geht nun die Feuchgtigkeit hin? ist also nichjt so einfach dir eine fachgerechte Antwort zu geben via Ferndiagnose.

natürlich die Randbereiche mit einem entsprechenden Randdämmstreifenversehen

das ist die kostengünmstigste Variante und ist für ein Wohnhaus ausreichend

Vorteile:
- nach 2 bis 4 Stunden ausgehärtet
- das Bauwerk wird nicht durch zusätzliche Feuchte belastet
- niedrige Einbauhöhe
- keine Verdichtung nötig
- keine Hohlräume dadurch für Lagerung von Lebensmitteln sehr gut geeignet
- sehr langlebig
- sehr gut für Fußbodenheizung geeignet - gerade wenn Du eine Wärmepumpe planst (max Vorlauftemperatur 45°C)
- als Terazzo-asphalt (geschliffen) ein sehr hochwertiger Fußboden, der sehr edel aussieht

der einzigste Nachteil:
- es ist teurer als herkömmlicher Estrich

ich hoffe dir etwas geholfen zu haben

Grüße Marco Trott