Hoher Grundwasserspiegel

26.05.2005



Wir haben an unserem Fachwerkhaus (Feldsteinfundament) bei den letzten großen Regengüssen feststellen müssen, dass der Grundwasserspiegel bis ca. 50 cm UK Boden steigt. Es ist bindiger Boden (relativ lehmhaltig) vorhanden. Durch die Aufschachtung für die Trinkwasserleitung wurde die Sedimentschicht unterbrochen, da die Schachtung bis ins Haus läuft, sind die aufgebuddelten Stellen feucht, d.h das Grundwasser steigt ziemlich weit hoch.
Wir befürchten, dass durch den hohen Grundwasserspiegel das Fundament sich setzen und Risse verursachen kann.
Schafft eine Ringdränage Abhilfe, wenn ja, in welcher Tiefe bringt diese dann auch Sinn? Wie muss diese ausgeführt werden?
Danke im voraus.
Viele Grüße

J.Pollack



Ringdrainage



führt mit Sicherheit zu einer sogenannten Grundwassersenke im Bereich des Hauses und dazu, daß das Wasser nicht noch weiter steigt. Sie muß allseitig umlaufend ausgeführt werden, an den Ecken sollen Spül- und Kontrollschächte vorhanden sein, sie muß ablaufen können. Falls das nicht möglich ist, brauchen Sie ein kleines Pumpwerk. Zu dessen Dimensionierung kann ich aus der Entfernung nichts sagen. Am einfachsten ist eine kleine Taucmotorpumpe im Schacht.
Zur Tiefe: Sie darf auf keinen Fall die Fundamentsohle unterschneiden und sollte ein schwaches Gefälle von 0,5 % haben. Falls Sie eisenhaltiges Wasser haben, sollte die Drainage mit Kokosfilz ummantelt sein. Achtung: Manche Gemeinden verbieten das Einleiten von Drainagewasser in ihre Kanalisation.

mit besten Grüßen