Grundwasser

08.12.2007



Hallo zusammen,

unser Haus steht unten am Hang.
In einem nichtunterkellerten Zimmer wurden 15cm Kies und eine 5cm Esatrichschicht eingebracht. Es bleiben noch 30cm bis OK Fussboden, der aus Holzdielen sein soll. Nun das Problem: Der Estrich ist an beiden Aussenmauern im Innenbereich stark durchfeuchtet, anscheinend ein Resultat der letzten starken Regenfälle, die den Grundwasserspiegel stark haben ansteigen lassen. Welcher Fussbodenaufbau ist nun geeignet, ohne dass sich Feuchteschäden an Holzdielen einstellen? Sollte ich alles dichtmachen, Aussenmauern aufsägen und mit Horizontalsperren versehen? Oder Estrich im Innenbereich der Aussenmauern auf ca. 1m rausreißen und dort mehr Kies (30cm) reinbringen, evt. Schaumglasschotter zur Dämmung einbringen und dann Lagerhölzer auf Gehwegplatten einsetzen? Wie kann ich dauerhaft das Grundwasser ausperren bzw. "trocken mit diesem leben? Woher bekomme ich Infos, wie hoch das Grundwasser steht?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier



Auf den Betonboden



gehört sowieso eine Abdichtung. Offensichtlich steigt die Feuchtigkeit in den Wänden mangels funktionierender Horizontalsperre nach oben. Also sollte eine Solche installiert werden. Leider gibts gerade für Altbauten keine Universalrezepte. Man muss vor Ort die Gegebenheiten sehen, kann dann Rückschlüsse auf die Ursachen ziehen und entscheiden, welche Massnahmen geeignet sind.
MfG
dasMaurer



Grundwasser



Danke für die Antwort. Kennen Sie jemanden, der im Raum Lüneburg eine Analyse und dann die entsprechenden Maßnahmen veranlassen kann?

Gruß
Thorsten Grundmeier



Nein,



persönlich kenne ich dort niemanden, aber so weit ist Lüneburg auch nicht.
MfG
dasMaurer



Beitrag 80895



Sechs Beiträge nach Ihnen - Nr. 80895 - folgt auch ein Beitrag zu Dielenboden. Dort wird eine Unterlüftung erwähnt. Scheint so, als ob man früher solche Probleme auf die Art gelöst hat. Leider führt das zu Wärmeverlusten.

Wie hoch das Grundwasser steht, können Sie einfach anhand eines Lochs (Brunnen) herausfinden. Trost: Es ist fast nie so nass wie dieser Tage.

Gruss

stt



Das hat doch mit Grundwasser nichts zu tun.



Sie haben frischen Estrich eingebracht und damit doch auch jede Menge Wasser.
Gibt es zum Problem auch Bilder?



Grundwasser



Sehr geehrter Herr Bromm,

ich habe 2 Fotos der zur Nordseite ausgerichteten Aussenwand (zum Hang hinauf schauend) sowie eines der Südseite (hangabwärts schauend)angefügt.
Ich möchte noch anmerken, dass die Nordwand laut Aussagen Anwohner auch früher Probleme mit Feuchtigkeit hatte - es befand sich ein Brunnen auf der Nordseite hinter dieser Wand, der nicht mehr existiert. Die Feuchtigkeit trat besonders stark in den Ecken zur Doppelhaushälfe in Erscheinung und ging entlang der Innenseite der Aussenwand. Die Nachbarin hat aber laut Ihrer Aussage keine Probleme mit Feuchtigkeit auf Ihrer Seite.
Ich habe jetzt bei den Temperaturen um null Grad die Fenster beider Aussenwände tagsüber geöffnet und möchte sehen, wie schnell das Zimmer nun austrocknet. Für jede weitere Hilfe bin ich dankbar.

Mir freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier

Ich kann im Moment kein weiteres Bild hochladen, aber die beschriebene Nordseite sieht so entsprechend dem Photo der Südseite aus.



Alles klar, mit dem Grundwasser hat es also nichts zu tun!



Trotzdem ist die Wand feucht - was nun?
Es wird halt an der Wand zu kalt.
Was kann man dagegen tun?
Erstmal messen welche Oberflächentemperatur ist!
Aber wie? Dazu braucht man ein genaues Temperaturmessgerät für Oberflächenmessungen.
Gibt es bei: http://www.matzner-messgeraete.de/



Grundwasser



Hallo Herr Bromm,

danke für Ihre Antwort. Was mich besonders interessiert ist, wie Sie zu der Auffassung kommen, dass es sich nicht um Grundwasser handeln kann, ich möchte anmerken, dass es vor Jahren auf der Nordseite der Aussenwandeinen Brunnen gab.
Sie sagen, die Wand sei feucht, bitte schließen Sie dieses nicht aus den "Flecken" des eingefärbten Kalkputzes, dies liegt eher an zu langen "reiben" und öberflächiger Kalkablagerung. Zugegebener Maßen weisen die Wände eine gewisse Feuchtigkeit auf.

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier



Ganz einfach, sonst müsste ein See im Zimmer sein



Und, dass Grundwasser "überschwappt" ohne rauszulaufen ist eher unwahrscheinlich.



Grundwasser



Sehr geehrter Herr Bromm,

zunächst wünsche ich Ihnen und allen Fachwerk Mitgliedern ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2008.
Ihre Annahme, dass es sich nicht um Grundwasser handelt, wurde im Grunde von der Nachbarin bestätigt. In einem Gespräch sagte Sie, dass damals schon ca. 21m tief gebohrt werden musste, um einen Brunnen zu ermöglichen.
Nach Meinung des Estrichlegers handelte es sich aber nicht mehr um Baufeuchte, nun die Frage, woher kommt denn dann soviel Wasser? Es war ja sowohl hangaufwärts als auch hangabwärts an der Innenseite der jeweiligen Aussenwände deutliche Feuchtigkeit - besonders in den Ecken zur Doppelhaushälfte hin - zu erkennen. Wir wollen nun beide Seiten aufgraben, um zu erkennen, ob die Feuchtigkeit durch Oberflächenwasser verursacht wird. Zudem beabsichtigen wir, eine mechanische Horizontalsperre in die Aussenmauer zu installieren. Was halten Sie davon? Kann eine Horizontalsperre "Schaden" anrichten, falls sich im Nachhinein heruastellen sollte, dass diese nicht notwendig gewesen wäre?

Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Grundmeier



Ein frohes neues Jahr erstmal.



Und ehe Sie irgendwelche teuren Versuche und Experimente starten, sollten sie sich das ganze mal von einem Fachmann ansehen lassen, der ein bisschen mehr von Feuchteschäden versteht, wie die Nachbarin oder ein Estrichleger. Es kann sein, dass hier mehrere Faktoren zusammenspielen, es kann auch eine völlig unwesentliche und einfache Ursache haben, die bislang einfach übersehen wurde. Auf blauen Dunst erstmal was basteln, und wenns nicht klappt, basteln wir eben mal was anderes, könnte sich zu einem echten €-grab entwickeln und eventuell alles nur verschlimmern.
MfG
dasMaurer