Sind 14cm steico flex+ 4cm Gutex Putztr.Plate für Innendämmung zu viel..????

18.09.2009



Hallo!
Ich bin neu hier und habe folgendes Problem:
Wir sanieren grade ein denkmalgeschütztes Haus und da wir die Fasade erhalten müssen, kam nur eine Innendämmung in Frage!

Unserer Dachdecker/ Klempner/ Bau.Techniker und Energieberater in einem hatte seinerzeit die Dämmberechung gemacht und uns die 14cm steico Flex + 4cm Gutex Putzträgerplatte empfohlen! Da wir damals noch an das Gute im Menschen geglaubt haben und das hier unser erster Bau ist, kam uns das alles auch ganz schlüssig vor...
Das Problem ist jetzt, dass der Typ sich als riesen A... herausgestellt hat und wir die böse Vorahnung haben, dass
die Innendämmung doch etwas zu stark ist.
Wir haben auf der Rückseite des Hauses auch 14cm Steico verbaut- da jedoch als Außendämmung und nun haben wir Angst, dass der Typ nur seinen Vorrat an 14cm Steico loswerden wollte... !!!

DER Wandaufbau bei uns ist folgender:
-Außenputz (Kalk-Zement)
-Fachwerk mit ausgemauerten Gefachen
-14cm Steico Flex
-4cm Gutex Putzträgerplatte
-2-3cm Lehm-Innenputz

Ich will eigentlich nur wissen, ob das Haus mit dieser Dämmung "ok" ist, oder ob es zu langfristigen Schäden kommen kann! Erschwerend kommt hinzu, dass der Lehmputzer in einer Woche kommt und die Dämmung bis dahin fertig sein muss!

Anbei als Anlage die Tauwasserberechung von unsere "Energieberater" und folgend sein Kommentar:

"Wie Sie erkennen, sehen Sie hier keinen Tauwasserausfall im gesammten Bauteilbereich.
Der Wandaufbau ist wie angeboten Dargestellt
1 = Innenputz 2 cm max
2 = Gutex Termowall 4 cm (Putzträgerplatte)
3 = Dämmung Stico Flex 14 cm (entspricht den Daten von Gutex Thermoflex)
4 + 5 = vorhandenes Mauerwerk"


Bin über jeden Rat dankbar- vielen Dank
Gruß Kalle



Moin Kalle,



ich bin jetzt kein Energieberater, aber ein Kollege von mir sagte mal so schön: "Ich arbeite grundsätzlich nicht mit A****löchern zusammen". Kann ich nur sagen: Hat sich bewährt!

Zu deiner Frage: 20cm Innenraumverlust rundrum......rechne doch mal kurz deinen dauerhaften Wohnraumverlust(20cm rundrum) x Quadratmeterpreis in deiner Gegend gegen Heizkostenersparnis auf sagen wir mal 12 Jahre. Plus der Perspektive deine Küchenschränke mit 300mm Schrauben aufzuhängen, falls du da blöderweise die Unterkonstruktion vergessen hast......

Es macht einfach keinen Sinn ein altes Haus auf biegen und brechen zur Energiesparhütte umquälen zu wollen...apropos welchen Kennwert hättet ihr dann?

Ihr hättet innen dann natürlich schön breite Fensterbänke für die Primeln.....aber gehören die nicht nach draussen?

;-) Boris





Die Sache ist, dass die Dämmung nun mal fertig ist!
Dämmwert hin-oder-her, es ging uns damals nicht darum, nen Niedrigenergiehaus zu bauen, sondern ne einjamaßen gedämmte Bude zu bekommen!

MEine Frage ist ja auch nur, obs mit der beschriebenen Dämmung klappt oder ob Schäden zu erwarten sind!!!



Frage - Antwort



Sie fragen:
Meine Frage ist ja auch nur, obs mit der beschriebenen Dämmung klappt oder ob Schäden zu erwarten sind!!!

JA!

Ihre Vorahnung trügt nicht und Ihr Glaube an das Gute im Menschen hat Sie in die Irre geführt!

FK



Sorry,



hatte deinen Beitrag so verstanden, dass das noch auzuführen wäre.(2x lesen hilft manchmal...).
Geht deine Frage tatsächlich dahin u.U. alles wieder rauszureissen und einen dünneren Aufbau neu machen zu lassen?

Gruss, Boris



haha,



hatte das Bildchen für die neueste Wahlprognose gehalten...

zur Sache: Selbst wenn der Bauausführende wirklich ein A....loch ist, die Sache ist o.k.
Der dicke Lehmputz im Innenraum ist eine gute Idee und ein guter Schutz vor Bauwerksschäden.

Gruß...J.



haha,



doppelt



Wenn sich



Teildruck- und Sättigungskurve berühren oder kreuzen kommt es zu schädlichem Tauwasserausfall.
Ist diese Konstruktion nun Tauwasserfrei?
oder erare humanum est

Grüsse Hein



@Hein



überlassen Sie doch bitte solche Aussagen den Fachleuten, sonst gibt's mecker von denen ;-))

rudi



Ich hätte Angst



Guten Tag,
ich habe einmal, ohne die genauen Materialkennwerte zu haben, mit Materialien aus der COND Datenbank gespielt. COND berechnet Glaser klassisch und Glaser mit Berücksichtigung kapillarer Leitfähigkeiten. Danach würde es die Normwerte wohl erfüllen. Tauwasserfrei wäre es nach den Rechenbedingungen aber nicht. Ich würde es aber nie bei mir einbauen oder jemandem empfehlen. Ich glaube nicht, dass das gut gehen würde.
Dann kommt noch etwas Schlagregen dazu usw. ...
Aus meiner Erfahrung rate ich ab.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Tauwasserfrei?



Hallo,

Tauwasserfrei kann diese Konstruktion gar nicht sein.

Auch eine Innendämmung von 6 cm ist nicht tauwasserfrei.

Die Frage lautet doch: Wie viel Kondensat entsteht, wie viel kann unschädlich gespeichert werden und wann kann es wieder verdunsten ?

viele Grüße



Grau ist alle Theorie ...



Hallo!

"Wie viel Kondensat entsteht, wie viel kann unschädlich gespeichert werden und wann kann es wieder verdunsten ?"

Wer weist es nach?

Was passiert, wenn die Berechnungen nicht stimmen?

Wenn Fachwerk oder Holzbauteile nach 20 Jahren unwiederbringlich zerstört sind????

Gewährleistung?

oder nur der Glaube an die moderne Technik!

Wir wird schlecht, wenn ich lese und mir vorstelle was alles im Namen der Modernität und der Klimawahnsinnigkeit mutwillg zerstört wird!

DAS IST VOLKSVERMÖGENZERSTÖRUNG!

Und viele denken: Das ist ein gutes System!

na dann:

Gute Nacht!

FK



Tauwasserfrei nie im Leben



die beschriebene Konstruktion bringt nur Schwierigkeiten, wie Innendämmungen immer.

Das Geld haben sie leider um sonst ausgegeben, tut mir leid.

Gruss Thomas



@Florian @Thomas



Was für Schäden habt ihr denn bei diffusionsoffenen Innendämmungen nach ein paar Jahren vorgefunden?
Habt ihr davon Fotos?
Welche neuralgischen Punkte entstehen (Hier würden mir erstmal die Fensterlaibungen einfallen)?

Die Hummel dürfte bekanntlich auch nicht fliegen können......

mit beweishungrigen Grüssen, Boris



@ Hr. Göbel



Guten Tag, natürlich muss unter den Glaser-Randbedingungen bei einer Innendämmung von 6 oder gar 18 cm Tauwasser entstehen. Das ist Ihnen klar, das ist mir klar aber das muss dem Fragesteller nicht unbedingt klar sein. Die Frage nach der Menge und Verdunstungszeit ist dann natürlich interessant. Wenn ich mich recht erinnere habe ich in der Berechnungsversion mit kapillarer Leitfähigkeit unter 500g/m² und etwa 60 Tage Trockenzeit herausbekommen. Weil die Glasersimulation aber nur ein Rechenmodell ist, dass nicht alle Gegebenheiten realistisch wieder gibt, habe ich eben bei 18 cm Holzweichfaserdämmung innen Angst. Da halte ich die Vorsicht für das Höhere Abwägungsgut als eine Berechnung unter stationären Glaserbedingungen.
Außerdem haben wir ja noch sekundäre Feuchtequellen (Schlagregen, Baufeuchte allgemein und Feuchte aus Kopplungsmörtel im Besonderen, ...).
Mit freundlichen grüßen Ulrich Arnold



Wenn,



der Aufbau so um,gestzt ist würde ich versuchen innenseitung noch eine Wandheizung zu integrieren.

Viele Grüße