Neue Eichendielen räuchern oder färben?

12.01.2011



Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich habe mal wieder eine Frage ans interessierte Publikum:

Die Eichedielen (30 qm) sind nun verlegt und nun überlegen meine Frau und ich, ob wir, anstatt farblos zu Ölen (Faxe Holzbodenöl), die Dielen durch räuchern (Amoniak) oder farbiges Öl dunkler gestalten, da die Holzfenster eine Teaklasur haben.

Soweit ich es verstanden habe, verändert sich beim räuchern der Farbton der Eiche von hell nach dunkelbraun, wobei wir die Farbe natürlich nicht vorherbestimmen können, sondern nur die Helligkeit beim räuchern beinflussen können.

Beim farbigen Öl scheint der Einfluß auf die Farbe größer zu sein, wobei natürlich auch hier das Endergebnis eine Kombination aus Farbe und Ausgangsmaterial ist.

Hat jemand evtl. noch ein paar Gedanken oder Hinweise??

Grüsse
Gerry



Ein Bildchen dazu...



Im Bild der Aufbau: Holzlattengerüst auf Holzfaserplätchen (8 cmx8cm) und Distanzholzplättchen. Dazwischen Zellulosedämmstoff. Dielen in Feder mit Gerüst verschraubt...



Ich rate...



...zum Räuchern. Die Farbwirkung ist im Holz, und je nach Gegebenheiten auch einige Zehntel tief mit nachlassender Intensität. Zudem wird die Maserung interessanter, da gerbstoffreichere Partien betont werden.

Beim pigmentierenden Ölen hingegen liegen die Farbstoffe auf der Fläche, mit Abnutzung der Deckschicht gibt es Laufstraßen.

Wichtig wäre das perfekte Abkleben des Raumes. Ammoniak riecht etwas zu erfrischend, um ihn zu lieben, und die Wirkung wird durch vorzeitiges Verfliegen geschmälert.

Zum Ölen würde ich das Öl eines Naturfarbenherstellers nehmen (Natural, Naturhaus, Livos...), in den "Baumarktölen" sind als Lösemittel meist billige Testbenzine, und dir Tankstelle solltet Ihr draußen vor der Tür lassen.

Frohes Schaffen

Thomas





Die Farbpigmente dringen also nicht so tief ins Holz ein - hatte ich schon befürchtet.

Das einzige, was gegen das räuchern spricht, ist also die noch mehr dem Zufall (bzw. ausgangsmaterialabhängige) überlassene Abdunkelung bzw. Farbveränderung des Holzes.

Farbveränderungen an den Holzfenstern (Eukalyptus. teaklasiert) sind laut Lieferant durch das räuchern nicht zu erwarten.

Das Holzbodenöl von der Fa. Faxe habe ich direkt vom Dielenlieferanten bekommen. Eine Baumarktmarke ist das doch wohl eher nicht, oder??

Grüsse
Gerry



Nein,



Farbpigmente dringen gar nicht ein. Die zugehörigen Öle sind schichtbildender als farblose, um eine gleichmäßigere Färbung zu erreichen. Somit dringen auch die Pigmente bindenden Öle weniger tief ein, mit entsprechend geringerer Schutzwirkung.

Faxe ist ein im wesentlichen synthetisches Produkt und ich erkenne keinen wichtigen Unterschied zum No-Name-Öl aus dem Baumarkt. Der Dielenlieferant ist ein Händler, er verkauft Ihnen das Öl, für das er die meisten Prozente bekommt, die Qualität interessiert ihn eher weniger. Da sie es schon haben, werden Sie es sowieso draufpinseln, was auch immer ich hier schreibe. Lüften Sie wenigstens gründlich, viele Anwender von Produkten mit konventionellen Verdünnern wie Benzine klagen über Kopfschmerzen.

Grüße

Thomas





Na ja, ganz so ist es nicht Herr Böhme. Ihre Meinung bzw. Rat ist mir schon wichtig, da ich Sie bzgl. des Themas für sehr kompetent halte. Es gibt aber auch andere Meinungen, die ich bewerten und einschätzen muß - als Laie nicht immer ganz einfach!

Meinen Lieferanten halte ich eigentlich auch für einen kompetenten Menschen, der ja seit Jahren erfolgreich Holzböden verkauft und selber auch einbaut. Das Öl hat er mir mit den Worten angeboten, dass er damit die besten Erfahrungen gemacht hat ... Ich hatte auch fest angenommen, dass er mir Naturöl verkauft, daher habe ich erst gar nicht nachgefragt - macht mich jetzt doch etwas nachdenklich!

Allerdings würde ich auch gerne lieber Naturöl verwenden, wenn dieses nicht wesentliche Nachteile gegenüber syntetisches Öl hat.

Welche Nachteile hat denn syntetisches Öl gegenüber Naturöl?

Grüsse
Gerry



Der immense Anteil...



...synthetischer Lösemittel ist ein gravierender Nachteil. Über die gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit Lösemitteln finden Sie beim googeln reichlich Stoff.

Im Übrigen: Echte Naturfarbenhersteller liefern zu jedem Produkt eine Volldeklaration. Nur wo "Volldeklaration" draufsteht, sind auch nichts anderes als die benannten Stoffe drin. Insofern sind die Risiken konventioneller Farben schwer abschätzbar, weil eben nicht bekannt ist, was drin ist. Es kann dem Anwender aber schnell 'mal so gehen wie mit dem Hühnerfutter: Plötzlich ist was Unerwünschtes drin.

Ich habe vor vielen Jahren mit Ölen angefangen, und von Trip-Trap (heute WOCA) Pickel und Ausschlag zwischen den Fingern bekommen. Geliefert vom "Porsche" unter den Anbietern exzellenter Dielen. Seither arbeitete ich zunächst mit Livos, später Naturhaus und Natural. Letzteres verkaufe ich auch, aus Begeisterung für die Öle dieser Firma. Ich benutze keine Handschuhe, und die rückfettende Wirkung des (zumeist Fußboden-) Öles empfinde ich als angenehm. Eine Gruchsbelastung oder gar Kopfschmerzen gibt es auch für mich als Daueranwender nicht, wenn man vom angenehmen Duft des Leinöles absieht. Soweit in Naturfarben Lösemittel verwendet werden, sind diese natürlichen Ursprunges und weitaus weniger problematisch als synthetische Stoffe. "Pure-Solid Produkte" kommen ganz ohne Lösemittel aus, "High-solid-Produkte" haben nur einen sehr geringen Lösemittelanteil.

Grüße

Thomas



Verstehe den qualitativen Unterschied zwischen



Faxe-Öl und Natural-Öl noch nicht:

Im Datenblatt zum Faxe Holzbodenöl steht (Link:
http://www.faxeshop.de/Produktdatenblaetter/Faxe_Holzbodenoel.pdf):
Inhaltsstoffe:
Veredelte pflanzliche Öle, Isoparaffin, Holzöl, Trocknungsstoffe ggf. Titanweiß

Datenblatt zu Natural Parkettöl - Fußbodenöl - kalt:
Volldeklaration (Inhaltsstoffe)
Glyzerinharzester, Leinöl-Standöl, Lackleinöl, Orangenschalenöl, Isoaliphate, Alkohol, Titan, Kobalt, Calzium, Zirkonium.

Zitat aus "http://www.baumarkt.de/lexikon/Isoaliphate.htm":
"Isoaliphate sind aus Erdöl synthetisierte Lösemittel auf Kohlenwasserstoffbasis. Manche Hersteller von Naturfarben verwenden Isoaliphate statt ätherischer Naturöle. Damit verringern sie den Anteil an aromatischen Kohlenwasserstoffen und gleichzeitig das Allergiepotential. Allerdings kann der fehlende Geruch der ätherischen Öle auch nicht vor flüchtigen Stoffen warnen. "

Volvox verwendet Isoparaffine und schreibt dazu:
"Volvox Isoparaffin gehört zur Gruppe der Testbenzine. Testbenzine werden normalerweise aus Erdöl-Leichtöl-Fraktionen durch Rektifikation (Destillation) hergestellt und auf bestimmte Anforderungen wie z.B. Siedepunkt und Flammpunkt getestet. Volvox Isoparaffin hat besonders gute rückstandsfreie Verdunstungseigenschaften, ist geruchlos, hat eine wasserhelle Farbe und ist frei von Aromaten (s.u.) und Verunreinigungen. Es besteht zu 95% aus Paraffinen (Isoaliphaten) und zu 5% aus Naphtenen (Cycloalkane). Weitere Bezeichnungen für ein derartig reines Produkt: Isoaliphate, aromatenfreies Kristallöl. Der Aromatengehalt (Toluol, Xylol, Benzol etc.) liegt in der Summe unter 0,005 Vol.%!."

Natural und Faxe basieren also beide auf syntetisch hergestellte Lösemittel?

Die eingesetzten Öle sind bei beiden pflanzlicher Natur - oder?


Grüsse
Gerry



Eiche und färbende Öle....



Ich kann nur Thomas zustimmen, dass eine Pigmentierung von Eiche auf Dauer ein unruhiges Ergebnis mit Laufstraßen bringt. Eiche nimmt nicht viel Öl auf und die Pigmente werden eher auf der Oberfläche sitzen als dass sie in die Holzfaser eingezogen sind.

Schichtbildendes, farbiges Öl nimmt dem Holz die Optik - das wäre gerade bei dem gezeigten Boden doch sehr schade.

Vielleicht reicht ja schon das Anfeuern durch das Öl aus und das Holz ist dann dunkel genug? Ein paar Stücke für Testmuster würde ich da vorher anlegen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Volldeklaration und "veredelte pflanzliche Öle"



... sorry, aber diese Angabe ist eigentlich keine Volldeklaration:

"... veredelte pflanzliche Öle ..."

Sonnenblumenöl, Rapsöl, Rizinusöl, Leinöl, Rübenöl, welche Öle sind nun drin und - w i e - sind diese "veredelt" worden? Das Holzöl wird extra genannt - obwohl es auch ein pflanzliches Öl ist - das einzige, das nicht "veredelt" wurde?.

Solche pfanzlichen Öle kann man bis zum Alkydharz "veredeln". Hier wünschte ich mir etwas mehr Auskunft.

Wenn die pflanzlichen Öle zu Alkydharze veredelt (modifiziert) wurden, dann würde ich nicht mehr von einer Naturfarbe sprechen.

Sollten diese pflanzlichen Öle aber pflanzliche Öle geblieben sein, dann weist die Deklaration noch kein Harz aus.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Nun,



von Faxe liegt Ihnen ja keine Volldeklaration vor. Isoparaffin allein ist ein mieses Lösemittel, da sind also noch weitere nichtdeklarierte Lösemittel mit in der Büchse. Die Bedenken von Frank Lipfert teile ich zudem. Materialien und Bearbeitungsstufen können, wenn man will, sehr leicht schriftlich niedergelegt werden.

Naturfarbenhersteller achten viel genauer als die Industrie auf die Qualität ihrer natürlichen Bestandteile. Beispiel Leinöl: Nur das Leinöl ausgesuchter Anbaugebiete wird verarbeitet, und davon nur die erste Kaltpressung. Danach gibt es weitere Kalt- und Heißpressungen, zuletzt ggf. noch eine Extraktion mit Äther. Auch das alles ist Leinöl - mit stark sinkender Eignung für Farben, was sich u.a. in der Dauerhaftigkeit der Schicht und in der Trockenzeit niederschlägt.

Isoaliphate sind gesättigte kettenförmige (reaktionsträge)Kohlenwasserstoffe, sie können aus Erdöl wie auch aus natürlichen Rohstoffen hergestellt werden. Die Gleichsetzung bei Volvox mit Testbenzin kann ich nicht nachvollziehen.

Grüße

Thomas





Vom verfärben bin ich, dank Eurer Einrede, jetzt schon ein wenig abgekommen!

Ich werde dann wohl mal räuchern.

Zum Thema Öl:
Der Vertrieb von Faxe hier in Deutschland nannte veredeltes Leinöl als Hauptbestandteil. 30-40% des fertigen Öls besteht aus Lösungsmittel aus der Petrochemie. Faxe hat auch noch ein Öl mit Namen Prestige im Handel, das mehr Anteile an veredelten pflanzl. Ölen hat. Faxe ist wohl auch ein Lieferant von z. B. Berg&Berg...

Hier nochmal eine andere Volldeklarion von Natural (http://www.natural.at/3_Volldeklaration.html)
"Hartöl
Leinöl, Leinöl-Standöl, Nußöl, Orangenschalenöl, Isoaliphate, Kolophonium, Dammar, Holzöl, Kieselgur, Alkohol,
Ca/Co/Zr Trockner(bleifrei)."

Da Natural unter Isoaliphate nicht angegeben hat, dass es mit natürl. Rohstoffen hergestellt worden ist, gehe ich davon aus, das es auch aus Mineralöl raffiniert worden ist.

Kolophonium ist ein Typ IV-Kontaktallergen
(s. http://www.alles-zur-allergologie.de/Allergologie/Artikel/3929/Allergen,Allergie/Kolophonium/):
"
Sensibilisierungshäufigkeit häufig (in der Hitliste der Kontaktallergene liegt Kolophonium unter den 10 häufigsten Kontaktallergenen), Sensibilisierungspotenz schwach bis mittelstark.
"

Kieselgur steht auch unter dem Verdacht, unter bestimmten Voraussetzungen (vielleicht Schleifstaub) kreberregend zu sein.

Kobalt im Öl von Natural gilt als krebserregend (ähnlich wie bei Buche und Eiche), wenn man die Oberfläche später mal Schleifen sollte - also Schutzmaske tragen!

Orangenschalenöl kann Allergien auslösen.

Sicherlich ist es gut zu wissen, was da im Öl drin ist, aber auch die "Öko"-Produkte sind nicht gerade unbelastet (s.o)!

Faxe hält sich sehr bedeckt, was mir schon zu Denken gibt. Werde wohl noch ein wenig nachforschen müssen...

Grüsse
Gerry



Naja,



mann kann's auch übertreiben: Das auch die Natur Allergene bereithält, ist nicht unbekannt. Die Menge macht's. Und Allergene können BEI ENTSPRECHENDER VERANLAGUNG Allergien auslösen.

Deshalb ist die Volldeklaration wichtig, damit man das dann meiden kann. Es gibt auch Leute, die Lebensmittel verschieder Art meiden müssen. Niemand würde deshalb generell vor Erdbeeren, Nutella oder Rotwein warnen.

Kolophonium ist im Fußbodenöl gar nicht drin. Im Übrigen bin ich auf Kiefernterpene allergisch, und habe noch keinerlei Probleme mit dem kolophoniumhaltigen Hartöl gehabt, von dem ich nun schon größere Mengen verarbeitet habe, ohne Handschuhe! Hier ist auch die Reinheit des Stoffes wichtig.

Kieselgur? Auf deutsch "Quarzfeinstaub". Ist jetzt auch das spielen im Buddelkasten verboten. Die Gefahr von Aufwirbelungen trockner Feinstaubpartikel im Buddelkastensand wird bisher völlig ausgeblendet :-(((

Hier ist von hohen Konzentrationen und ungeschütztem Einatmen die Rede: http://fzarchiv.sachon.de/index.php?pdf=Fachzeitschriften/Getraenke-Fachzeitschriften/Brauindustrie/2002/12_02/BI_12-02_Problemstoff_Kieselgur.pdf

Zudem liegt Kieselgur in gebundener Fom vor.

Das gilt auch für eventuelle Anteile von Kobaltsikkativen, die sich im 0,0...% - Bereich im Öl bewegen. Wer Böden schleift und keine moderne Absaugung benutzt, ist wegen des Holzstaubes ganz allgemein gehalten, Vorsorge zu treffen. Den verschwindend geringen Anteil von ölgebundenem Kobaltsikkativ (ohne Sikkative trocknet Leinöl leider nur verzögert, es werden Co-Sikkative zunehmend durch andere Stoffe ersetzt) ist bislang noch nicht als Problem für Fußbodenschleifer identifiziert worden. Den Grenzwert (TRK) von 0,1mg/m³ Kobalt in der Luft unterschreiten wir beim Schleifen garantiert um viele Zehnerpotenzen.

Grüße

Thomas



Ach ja...



...besser noch 'mal nach den Gefährdungen durch Ammoniak googeln. Die sind real. Und mit der richtigen Technik beherrschbar.

Grüße

Thomas



So kann man sich und andere Leute verrückt machen ....



@Gerry

Deine letzten kritischen Anmerkungen zu den Zuschlagstoffen von Natural empfinde ich als zynisch. In der Weise kann tatsächlich alles schlecht geredet werden.

Ich gehe mal auf das Argument mit dem Kobaltsalz ein und verweise auf eine Ausführung, wo ich das genauer beschrieben habe:

http://natural-farben.de/aktuell/2010-01/cobalt-kobalt-gefaehrlicher-inhaltsstoff-in-naturfarben/

Du kannst Dir auch Apfelsaft unter die Haut spritzen und daran sterben. Ich werde ihn trotzdem immer noch trinken und mich wegen der möglichen Mortalität nicht verrückt machen lassen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo Herr Lipfert,

ist es wirklich zynisch, wenn ich auf die bekannten Gesundheitsgefährdungen hinweise, die auch von Naturölen ausgehen können? Ich vertrete hier nicht die Petrochemie, aber man darf auch nicht so tun, als wäre im Ökobereich alles so unproblematisch. Natural ist nur ein Beispiel stellvertretend für einige Naturöle.

Mir ist auch bewußt, dass es oft auf die Dosis ankommt, bzw. auch auf den aktuellen Stand der Wissenschaft bzgl. Gefährdungspotentialen. Hätte Herr Böhme z. B. Allergien gegen Kolophonium (ist jedenfalls in der Volldeklaration unter Hartöl auf http://www.natural.at/3_Volldeklaration.html aufgeführt) oder Orangenschalenöl, dann würde er diese wohl nicht Verarbeiten können...

Es wurde behauptet, nicht von Ihnen, daß das Isoparaffin in Faxe Hartöl ein mieses Lösemittel sei - was ich gar nicht abstreiten will. Neben der unpräzisen Deklaration werde ich mir auch überlegen, evtl. auf ein anderes Hartöl umzusteigen (vielleicht von Kreidezeit?).

Da Sie die Produkte von Natural verkaufen, können Sie sicherlich auch sagen, warum die Isoaliphate in Natural Hartöl besser sein sollen und ob diese aus Mineralöl oder pflanzlichen Produkten hergestellt werden?
Natural jedenfalls schreibt unter http://www.natural.at/3_Rohstoffkunde.html:

"Isoaliphate
Hochgereinigtes, geruchloses Destillat aus Mineralöl ohne eigener Lösekraft. Fand ursprünglich nur in Kosmetikprodukten (Parfüm, Deos etc.) als Trägerflüssigkeit Anwendung. Baubiologisch anerkanntes Streckungsmittel für Lasuren. Findet derzeit nur noch in der Holzlasur, Bienenwachsbalsam und Verdünnung
Anwendung. "

Demnach hätte auch Natural Hartöl einen aus syntetischen bzw. aus Mineralöl hergestellten Lösungsmittelanteil von vielleicht 20-40%?

Allgemein ist die Volldeklaration bei den Naturhartölherstellern schon wesentlich besser, als z. B. von Faxe. Jenseits der Gesundheitsdiskussion würde mich aber interessieren, wie hoch ist eigentlich der Anteil der Stoffe, die im Holz verbleiben bzw. wieviel Lösungsmittel ist in den Produkten. Darüber schweigt man sich unter Hinweis auf das Rezepturgeheimnis meistens aus oder?

Viele Grüße
Gerry



Naja:



"ist es wirklich zynisch, wenn ich auf die bekannten Gesundheitsgefährdungen hinweise"

Nein, aber überflüssig und falsch, wenn Sie diese quasi erfinden. Unter "erfinden" verstehe ich auch, wenn sie aus einer abstrakt vorhandenen eventuellen Problematik ohne Hintergrundwissen und die Fähigkeit zur Gewichtung von Informationen konkrete Probleme konstruieren, die die Praxis gar nicht kennt. Warum warnen Sie nicht vor Kochsalz? Ca. 200 Gramm gelten als tödlich. Jede Salzgurke eine Stufe des "Stairway to heaven"? Wohl kaum.

Mit fehlendem Wissen meine ich z.B. das:

"Hätte Herr Böhme z. B. Allergien gegen Kolophonium ...dann würde er diese wohl nicht verarbeiten können..."

Kolophonium besteht ganz überwiegend aus Kieferterpenen, ich bin gegen Kieferterpene allergisch (und hab's oben geschrieben), und ich habe dennoch keine Probleme mit o.g. Hartöl. Mögliche Begründung siehe oben. Hoffentlich gleitet das jetzt nicht in ein pseudomedizinisches Selbsthilfekränzchen für Männer mit Allergiepotential ab :-)

Lösen Sie am besten für sich selbst Probleme, die gar nicht bestehen dadurch, reines unsikkatviertes Farbleinöl für Ihren Fußboden zu nehmen. Das härtet zwar viel länger aus, kann insbesondere auf gerbstoff- oder harzreichen Hölzern zusätzliche Trocknungsverzögerungen zeigen, riecht länger und mitunter auch intensiver, und es gilbt viel mehr. Wenn Sie das aber als das geringere Übel empfinden, passt's doch. Des Menschen Wille ist ja bekanntlich sein Himmelreich.

Das können Sie auch noch mit (wenig, sonst wirds mahagonifarben) Alkanna-Spänen (Farbholzart, lösliche Farbe, keine aufliegenden Pigmente) etwas röter färben, dann kommt es mehr in Richtung Teak. Damit beweise ich, mich aus der Frage zurückziehend, daß man trotz eines beträchtlichen Abschwiffes den in diesem Falle roten Faden der Ausgangsfrage nicht verlieren muß.

Viel Erfolg

Thomas



Herzlichen Dank nochmals



für die geäußerten Meinungen zum Thema des Threads.

Auch wenn Herr Böhme sich aktiv aus dem Thread verabschiedet hat, möchte ich doch ein paar Dinge zum Thema Gesundheit loswerden.

Natürlich sind mir Produkte, die die Inhaltsstoffe weitestgehend angeben, wesentlich lieber, da man zumindest eine Chance bekommt, potentielle Probleme zu erkennen.

Meine Aufzählung der evtl. kritisch zu sehenden Inhaltsstoffe war provokant, aber deshalb keineswegs unbegründet. Dass Herr Böhme keine Allergie bei der Verarbeitung entwickelt (was ich ihm auch wünsche), mag diverse Gründe haben. Bei anderen Menschen kann das aber ganz anders aussehen. Damit möchte ich das Produkt nicht abwerten, aber deutlich darauf hinweisen, dass auch bei naturbelassenen Mitteln ein Blick in die Zutatenliste nicht falsch ist.

Ich habe übrigens auch deshalb etwas provokant geschrieben, weil Herr Böhme das Produkt, welches ich für 100,- / 5l von einem Fachhändler erstanden haben, gleich pauschal in die Baumarktecke gedrückt hat, u. a. mit Hinweis auf dessen syntetischer Zutaten. Aber: die Aussage "synthetischer Lösemittel ist ein gravierender Nachteil" trifft dann auch auf andere Produkte zu. Der u.a. empfohlene hersteller von Naturölen scheint aber syntetische Lösemittel (zwar kein Isoparaffin sondern Isoaliphat) in den Fußbodenölen zu verwenden. Herr Lipfert kann das sicherlich aufklären, wenn dem nicht so sein sollte. Meine Frage diesbzgl. ist ja noch unbeantwortet.

Viele Grüße
Gerry



Lösungsmittel Isoaliphate in Naturfarben



Sehr gute Infos zum Thema Naturfarben sind auf http://www.wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/HolzOelenProdukte zu finden.

Demnach verwenden z. B. Livos und Natural Lösungsmittel aus Isoaliphaten und Leinos und Volvox nehmen Isoparaffine " Keine Hinweis übrigens darauf, dass diese aus pflazlichen Stoffen hergestellt werden - also kann man von Petrochemie ausgehen. In Natural Kalt-Fußbodenöl soll bis zu 40 % Lösungsmittel drin sein, welches wohl syntetischen Ursprungs ist?

Interessantes Zitat:
"Auro verzichtet konsequenz auf alle petrochemischen Rohstoffe. Als Lösemittel - wenn nötig - wird meist Orangenöl eingesetzt. Für das Verständnis von Auro handelt es sich nicht um Naturfarben, wenn auf petrochemische Rohstoffe wie Isoparaffine oder Isoaliphate zurückgegriffen wird. "

Grüsse
Gerry



@ Gerry Damit sie sich...



...nicht ganz alleine unterhalten müssen, noch folgendes zur Klärung: Ich bin mit dem Iso-Zeugs nicht glücklich, und meines Wissens auch kein Naturfarbenhersteller. Naturfarben haben trefflich durch die Jahre mit natürlichen Lösemitteln funktioniert. Deshalb erfolgte die Einführung der "Isos" auch nicht aus eigenem Antrieb. Da die EU hinsichtlich der Naturfarben zielverfehlend in den Farbbestandteilen 'rumgefuchtelt hat, und natürliche Lösemittel gleich synthetischen setzt, gibt es die gesetzgeberische Notwendigkeit, diese zu reduzieren.

Es wird überwiegend davon ausgegangen, daß die verwendeten Alkane so reaktionsträge sind, daß keine Schädigungen zu erwarten sind. Ob's wohl so bleibt?

Nun sind aber Isoparaffine bzw. Isoaliphate (was etwa auf das Gleiche hinausläuft) keine Lösemittel (denn sie lösen kaum auf), sondern nur Verdünnungen. Damit sie trotzdem wie Lösemittel funktionieren, müssen Lösemittel zugesetzt werden. Naturfarbenhersteller verwenden Citrusschalenöl in geringer Menge, und sie deklarieren es. Wer darauf allergisch ist, läßt seinen Freund Knut pinseln. Allergien auf Citrusterpene sind aber recht selten.

Die eingangs benannte "Baumarkt"-Rezeptur benennt des Lösemittel aber nicht, nur die Verdünnung. Muß sie auch nicht, steht ja nicht "Volldeklaration" drüber. Ich tippe auf Wasch- bzw. Testbenzin. Ein Öl wird weder durch seinen Verkäufer, noch durch seinen Preis geadelt, allenfalls durch seine Inhaltsstoffe. 100EUR für 5 Liter sind weniger als bei den meisten Naturfarbenherstellern, aber halt doch zuviel in Hinsicht auf die gebotene Qualität. Wenn Sie noch können, geben Sie's einfach zurück. Alternativen wurden ja aufgezeigt.

Und ich bleibe dabei: In Faxe sind synthetische Lösemittel zu vermuten (weil Iso... ohne L. nicht funktioniert und natürliche Beigaben mit Sicherheit deklariert wären), in Naturfarben sind keine drin. Leider werden auch in Naturfarben notgedrungen synthetische Verdünnungen verwendet. Dem werden sich wohl auch die restlichen Naturfarbenhersteller anschließen müssen. In Naturfarben-Pure-Solid Ölen sind weder Löse- noch Verdünnungsmittel enthalten, in Naturfarben-High-Solid Ölen nur ein geringer Anteil natürlicher Lösemittel und meines Wisses keine Verdünner.

Am sparsamsten sind im übrigen High- und Pure-Solid-Produkte.

Damit habe ich mir dann wohl ein ölfreies Wochenende verdient. Bis auf eine Ausnahme: Söhnchens Nistkästendächer bekommen bekommen einen tannengrünen Anstrich mit "Natural"-Holzlasur auf Leinölbasis. Der 2. Anstrich steht noch aus. (Wer's nicht mitbekommen hat: Das war jetzt Werbung:-)

Grüße

Thomas



Einen neuen Thread



zum Thema syntetische Bestandteile in Naturölen wollte ich (erstmal) nicht aufmachen, obwohl es schon interessant wäre und man sicherlich mehr Klicks erreichen würde. Gerade für Laien sind diese Informationen sicherlich höchst interessant.

Aber da, wo es sich anbietet, werde ich das Thema aufgreifen.

Ob nun Verdünnung oder Lösungsmittel, Fakt ist, dass auch Naturölhersteller (und auch einige von Ihnen angepriesene Hersteller) syntetische Stoffe in Parket- Hartöle, etc. einsetzen. Ich warte ja noch auf die Antwort von Herrn Lipfert, der dies für das von ihm vertriebene Produkt klarstellen könnte. Anteile von bis zu 40 % vom Endprodukt können das schon sein?

Gründe für die Verwendung sind, soweit ich das bisher quer gelesen habe, die Vermeidung der Allergieproblematik natürlich basierter Lösungsmittel. Vielleicht werden auch die Rezepturen einfacher und die Produkte lassen sich effizienter verarbeiten. Da die Firmen auch am Markt konkurrieren, könnte vielleicht auch ein sehr viel günstigerer Preis eine Rolle spielen??? EG-Normen habe ich als Grund noch nicht zu lesen bekommen, was ja nicht ausschließt, dass das stimmt. Verstanden habe ich allerdings nicht, warum die natürlichen Bestandteile durch syntetische ersetzt werden müßten. Es gibt ja auch Hersteller, die nur natürl. Lösungs-/Verdünnungssmittel einsetzen - das müßte dann ja per Gesetz verboten sein.

Um es mal wieder provokant auf den Punkt zu bringen:
Einige Naturölhersteller arbeiten Hand in Hand mit der Petrochemie und es ist kein Alleinstellungsmerkmal des Baumarkthandels oder von Industrielieferanten! Bzgl. Offenheit und Qualität der sonst verwendeten Stoffe sind die Naturölhersteller natürlich wesentlich vertrauenswürdiger - keine Frage!

Ich bin nicht glücklich mit der unpräzisen Deklaration des Faxe-Hartöls und der vermuteten Inhaltsstoffe und werde wohl versuchen, ein anderes Öl zu bekommen.

Bis dahin vielen Dank für den regen Gedankenaustausch! Einstweilen werde ich dann wohl hier einsam meine Runden drehen oder das Thema einfach aussterben lassen. Räuchern muß ich ja auch noch...

Grüsse
Gerry



natülich künstlich!



ist zwar schon etwas spät, aber ich bin heute erst auf diese Diskussion gestoßen.

Offenbar verteten viele die Auffassung, dass etwas 'natürliches' aus prinzipiellen Grünen etwas 'künstlichem' vorzuziehen sei. Das ist in meinem Berufsfeld (Medizin) ähnlich.

Ich kann diese Auffassung nicht ganz verstehen, denn ich glaube der Unterschied zwsichen natürlich und künstlich ist künstlich und nicht natürlich. Soll heißen: eine scharfe Trennung gibts gar nicht. Wer kann sagen ob Erdöl nun künstlich oder natürlich ist, was ist mit Penicillin, mit Cobalt, Asbest, was ist mit Alkohol und Tabakrauch. Die Natur beschert uns eine Reihe der giftigsten Substanzen (Botulinus ist das stärkste bekannte Gift und stammt aus Bakterien, die in verdorbenen Lebensmitteln wachsen) , viele Kanzerogene und zahllose Allergene.

Industrielle hergestellte Produkte unterliegen meist einer Qualitäskontrolle und enstehen in definierten Prozessen. Das kann man bei den Naturstoffen oft nicht sagen. Klar, man erfährt nicht alles, es wird gepanscht und es ist oft nicht das drin was draufsteht. Aber unterscheiden sich die Kunst- und Naturprodukte in diesem Punkt denn wirklich?

Ist ein Stoff deswegen schlechter, weil er aus Erdöl gemacht wird? Und wenn ich vom reinen Leinöl oder von Orangenöl oder sonstigen Naturölen lese, dann muss man doch auch offen sagen, das alle diese 'Öle' Gemische aus zahllosen Komponenten sind. Wurden die Ausgangspflanzen denn vielleicht mit irgendetwas gespritzt. Orangen zum Verzehr unterliegen einigermaßen strengen Vorschriften und sind dennoch oft belastet. Wer untersucht denn die Früchte oder den Flachs, wenn's 'nur' um Fußbodenöl geht?
Wie soll man denn den Begriff Volldeklaration verstehen, wenn daraus hervorgeht, das es sich zu 100% um ein schlecht standardisiertes Gemisch handelt.

Ich habe heute Nachmittag gelesen, dass das Dioxin um Hühnerfutter wahrscheinlich aus Pflanzenschutzmittel kommt und eben nicht aus den technischen Fetten. Ekelig ist es trotzdem.

Den Nachweis von Unbedenklichkeit gibt es nicht (im Gegensatz zum Nachweis der Schädlichkeit), nur die Erfahrung mit der Anwendung. Da haben viele Naturstoffe sicherlich eine längere Historie, ob der Hersteller XYZ heute sein Produkt aber so herstellt, wie es die Altvorderen in den letzten Jahrhunderten gemacht haben, das weiß doch keiner.

Es soll mich keiner falsch verstehen, ich wähle auch oft Naturprodukte. Aber nicht weil sie 'natürlich' sind, sondern weil sie (hoffentlich) Produkteigenschaften haben, die seit einer ganzen Weile bekannt sind. Und selbstverständlich verwende ich auch technische Produkte, wenn ich in etwa weiß, was drin ist.

Eines würde ich aber in jedem Falle tun:

ich würde die harmlosen Isoaliphate in jedem Falle dem Atemgift Ammoniak vorziehen, das ist bekanntermaßen wirklich schädlch. Zumindest wenn ich schon drin wohne.

Ich denke aber, dass jeder das selbst entscheiden muss.

Götz

p.s. was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem Lösungsmittel und einem Verdünner?



Da ham se...



...viel geschrieben und nischt verstanden:

"ich würde die harmlosen Isoaliphate in jedem Falle dem Atemgift Ammoniak vorziehen"

Mit dem ersteren kann man die Farbe des Holzes nicht beeinflussen, und mit dem letzteren kein Öl verdünnen.

Was wollen sie da vergleichen?

Holzwürmer in Möbeln können mit Blausäure (höchstgiftig) abgetötet werden. Einen Himbeereisbecher esse ich gern, und er schmeckt viel besser als Blausäure (bittermandelig und irgendwie endgültig). Trotzdem ist für die Anobienbekämpfung die Blausäure da, und für den Genuß der Himbeereisbecher...

Desweiteren: Wer eine Volldeklaration anbietet, und sich seinen guten Ruf als Naturfarbenhersteller auch bezahlen lassen will, macht sich sehr viel Gedanken um die Herkunft und Qualität seiner Rohstoffe. Das verwandte Orangenschalenöl von Naturhaus z.B. kommt nur aus ungespritztem Vertragsanbau von Saftorangen. Da kommt es auf die Optik der Schale nämlich nicht an, Reststoffe von Spritzungen aber wären fatal. Das Öl wird 5-fach destilliert, um die geruchsintensiven Anteile zu reduzieren. Diese werden aber nicht weggeworfen, sondern sind die Aromabildner von Citrusbrausen bekannter Hersteller. Allergien auf Citrusbrausen dürften Seltenheitswert haben.

Grüße

Thomas





"..viel geschrieben und nischt verstanden"

hoppla!

Verstanden hatte ich die Frage schon, die war nämlich:

"anstatt farblos zu ölen (Faxe Holzbodenöl), die Dielen durch räuchern (Amoniak) oder farbiges Öl dunkler gestalten"

da geht's doch um die Frage Ammoniak oder Behandlung mit Ölen, deren Inhaltsstoffe und Gefählichkeit manchmal unbekannt aber zumindest von vielen unterschiedlich bewertet werden.
Mein Argument war lediglich, dass wenn man schon eine lange Diskussion über Inhaltstoffe und deren Deklaration und Bewertung führt, müsste man ehrlicherweise sagen, dass die Lösung mit Ammoniak dem Ideal der Verwendung natürlicher und unbedenklicher Stoffe nun vollständig zuwider läuft.

Dass man Holzwürmer nicht mit Himbeereis umbringen kann, auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen. Aber vielleicht ist das auch nur eine gefühlte Wahrheit.

Es liegt mir nicht daran die Naturprodukte in irgend einer Weise zu diffamieren.
Was ich nur nicht verstehe (und das verstehe ich wirklich nicht), wieso gilt:

"In Faxe sind synthetische Lösemittel zu vermuten (weil Iso... ohne L. nicht funktioniert und natürliche Beigaben mit Sicherheit deklariert wären) "

und auf der Internetseite von Natural in nahezu jedem Öl die Isoaliphate angegeben sind.

Welcher Bestandteil bei Natural sind denn nun die Lösemittel? Meine Verständnisschwierigkeit beim Unterschied Lösemittel und Verdünner hatte ich ja schon gebeichtet.

Für den Verbraucher ist es wichtig, dass er sich entscheiden kann welches Produkt er verwenden soll. Das kann er weder bei der Baumarktbrühe noch bei den sog. Volldeklarationen. Dafür brauchts ausgewiesenen Kenntnisse in Organischer Chemie, in Toxikologie und natürlich auch im Handwerk.
Der Hinweis, dass für die Produktion "nachwachsende, naturbelassene und hochwertige Rohstoffe und Zutaten verwendet" sagt nun mal gar nichts über Qualität, Eignung und Bedenklichkeit.
Und dass ein sog. naturbelassenes Produkt 5 x destilliert wird und wesentliche Bestandteile als Fanta weiterverkauft wird, mag ja richtig und vernünftig sein, der Vorstellung eines naturbelassenen Produktes entspreicht es nicht.

Nach meiner Auffassung steht der Begriff 'natur' genau so unter dem Verdacht ein Werbeargument zu sein wir 'hightec' 'synthetic', 'hypoallergen', 'links-drehend' uvam.

Wer sich damit besser fühlt, soll sich dafür entscheiden.
Wer aber mit diesen Argumenten (hier im Forum) wirbt, wird sicherlich bereit sein, sich die gleichen Fragen stellen zu lassen wie sie üblicherweise den non-Natur Produkten gestellt werden.

Götz



Gern nochmal:



Im Natural-Parkettöl ist als Lösemittel Orangenschalenöl. Nix anderes.

Das Lösemittel des Faxe-Öles ist nicht deklariert. Ich tippe auf unappetitliches Testbenzin.

Als Verdünnung dienen in beiden Fällen Isoaliphate.

Isoaliphate vermeidet man, wenn man mit Naturfarben - High- oder Pure- Solid-Ölen arbeitet, die einen sehr geringen oder gar keinen Anteil an natürlichen Lösemitteln haben und keine Verdünnungszusätze.

Das Räuchern ist als vom Ergebnis her nachhaltigere Variante dem pigmentierten Öl vorzuziehen. Begründung oben.
Es ist gefahrlos einzusetzen, Ammoniak verfliegt. In verdünnterer Form beliebter Bestandteil des "Stallgeruches" und vertrauter Begleiter des Menschen durch die Jahrhunderte.

"Für den Verbraucher ist es wichtig, dass er sich entscheiden kann welches Produkt er verwenden soll. Das kann er weder bei der Baumarktbrühe noch bei den sog. Volldeklarationen. Dafür brauchts ausgewiesenen Kenntnisse in Organischer Chemie, in Toxikologie und natürlich auch im Handwerk."

Quatsch. Welcher Verbraucher hat denn diese Kenntnisse? Ein Doktortitel und ein Meisterbrief als Zugangsberechtigung zum Baumarkt? Haben Sie schon 'mal einen Pinsel an die Wand gebracht oder theoretisieren Sie da nur? Konsequent wäre letzteres.

Meinen Sie aber nicht auch, daß eine Volldeklaration sehr hilfreich ist? Eine Entscheidunghilfe ist? Oder analysieren Sie alles selber? Dann rühren Sie sicher noch zweifelnd in der Morgenmilch von gestern.

"Der Hinweis, dass für die Produktion "nachwachsende, naturbelassene und hochwertige Rohstoffe und Zutaten verwendet" sagt nun mal gar nichts über Qualität, Eignung und Bedenklichkeit."

Da haben Sie nur abstrakt recht. Ließe sich ein Produkt minderer Qualität, ungeeignet und hochbedenklich über die Jahrzehnte zu höheren Preisen als der Baumarktkram verkaufen, trotz längerer Trockenzeiten, ohne alles überschreiende Werbung etc.? Scheinbar sind jedoch die Kunden der Meinung, daß Ihnen natürliche Farben einen deutlichen Zuwachs an Lebensqualität bescheren. Zudem: Die im Verhältnis zur Industrie kleinen Naturfarbenhersteller machen durch die Jahre nichts anderes, als ihre überschaubare Palette von Naturfarben zu optimieren. Sollte da nicht auch ein gutes Produkt herauskommen? Die machen sich wirklich Gedanken über optimale Ergebnisse, auch in Richtung Anwendungssicherheit. Die Industrie testet am Kunden und stellt ein verkäufliches Produkt solange her, wie es nicht verboten ist.

"Und dass ein sog. naturbelassenes Produkt 5 x destilliert wird und wesentliche Bestandteile als Fanta weiterverkauft wird, mag ja richtig und vernünftig sein, der Vorstellung eines naturbelassenen Produktes entspreicht es nicht."

Da weicht Ihre Vorstellung von einem "naturbelassenem" Produkt wohl ein wenig vom Rest der Welt ab. Ein "Produkt" wird halt "produziert", also durch menschliche Einflußnahme zu dem gemacht, was es dann darstellt. Die Destillation ist eine Abtrennung von bestimmten Bestandteilen, die für eine bestimmte Anwendung sinnvoll sind. Nicht deren chemische Veränderung. Sie futtern weder das Getreide vom Halm, noch verschlingen Sie ein Schaf mit Fell und Hufen. Ein Teil kommt in die Pfanne, und einer wird Pullover. Ganz pur und unverändert geht's über weite Strecken nicht, und es ist auch nicht erforderlich.

Grüße

Thomas



Doktortitel und Misterbrief hat eben kaum einer!



deswegen können die meisten Verbraucher mit der Deklaration der Inhaltstoffe nur wenig anfangen, bei Ihnen mag das anders sein.
Der übliche Kunde orintiert sich doch an ganz anderen Dingen wie z.B. 'unbedenklich', Blauer Engel, 'lösemittelfrei' und eben auch 'natürlich' oder er fragt im Handel oder beim Handwerker, was er kaufen soll.
Volldeklaration muss natürlich sein, Herkunftsdeklaration auch, der ganze Werbequatsch könnte nach meinem Geschmack wegbleiben.
Das würde ich bei den Materialien, die ich benutze (ja das tue ich) sogar bevorzugen.

Sollte ich einmal beim Fleischer im Kühlregal einen Lammrücken finden, der mit 'naturbelassenes Schaf' bezeichnet ist werde ich mich unverzüglich Ihrer Aufassung von 'naturbelassen' anschließen, bis dahin sind wir eben unterschiedlicher Ansicht, auch wenn das Risiko besteht, dass der Rest der Welt mir da nicht folgen möchte.

Gruß Götz

p.s: ich glaube übrigens auch, das mir Produkte aus dem Bereich Naturfarben einen Zuwachs an (Lebens)Qualität bieten, deswegen kaufe ich sie auch.



Der nächste Schritt ist getan,



d.h., der Boden ist nun geräuchert.

In ein paar Tagen möchte ich das Hartöl auftragen. Hab nun eins von Kreidezeit (Fußbodenhartöl), dass ausschließlich nicht syntetische Bestandteiele enthält, aber natürlich dennoch mit der nötigen Vorsicht (lüften) zu verarbeiten ist.

Mein Händler sagte mir, dass 2 mal geölt werden sollte, um einen optimalen Zustand zu bekommen.

Bei 30 qm frage ich mich, ob ich auch ohne Maschine auskomme. Weloche Vorteile hat die Poliermaschine generell gegenüber der reinen Handarbeit?

Grüsse
Gerry



Es wird besser,



gleichmäßiger, glatter. Überstände werden sicher verteilt und vermieden. Mehr Öl im Holz, weniger im Lappen. Es trocknet gleichmäßig, und schneller. Steht schon ganz oft im Forum.

Nun hat diese herrliche Diskussion dazu geführt, daß Sie sich ein Produkt gekauft haben, das in Größenordnungen Terpentin enthält. Terpentin hat ein weitaus höheres allergenes Potential als Orangenschalenöl (Oder hat Kreidezeit inzwischen seine Rezeptur geändert?).

Echt lustig.

Falls doch noch nicht gekauft, verwenden Sie besser das "Hartöl pure solid", wenn's denn Kreidezeit sein soll. Es bleibt mehr Öl im Boden (kein Löse- und Verdünnungsmittel verfliegt), und über den geringeren Verbrauch könnte es je m² auch noch preiswerter sein.

Und hängen Sie Ihre Lappen (ich bin mir sicher, sie werden's trotzdem mit Lappen machen) luftig auf, oder machen Sie die Teile gut naß. Leinölgetränkte Lappen neigen zur Selbstentzündung.

Maximale Erfolge wünscht

Thomas



"pure solid" auf Eiche macht nicht viel Sinn ....



... Selbst Kreidezeit schreibt dazu, dass bei harten (bzw. eher dichten Hölzern) bis zu 20% Balsamverdünnung für den Erstanstrich beigemischt werden soll.

Diese "pure-solid"-Öle sind das Ergebnis der VOC-Verordnung. Dass am Ende der laienhafte Anwender zuhause die experimentelle Chemieküche eröffnen soll, interessiert den Verordnern weniger....

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Muß gestehen, da habe ich (wieder mal) nicht aufgepaßt!



Je Liter Fußbodenhartöl sind übrigens 490 g Balsamterpentinöl enthalten.

Hab dem Händler vor 2 Wochen extra gesagt, pure solid - ohne Verdünnungsmittel!

Nun benötigt man wohl für Eiche anscheinend doch ein Verdünnungsmittel, wie Herr Lipfert geschrieben hat.

Ich werde das Öl allerdings jetzt verwenden, da ich keine Lust mehr habe, hin und her zu rennen und das pure solid Öl dann letzlich evtl. doch noch verdünnen zu müssen, um gescheite Ergebnisse zu erzielen. Hab schließlich auch die Ammoniakbehandlung (noch) überlebt!

Grüße
Gerry



Pure Solid und Eiche



Hier noch mal der Originaltext bei dem technischen Merkblatt für das PureSolid Hartöl:

"VERDÜNNUNG
Bei sehr niedrigen Temperaturen bzw. gering saugenden
Hölzern (z. B. Eiche) empfiehlt sich bei
Handverarbeitung eine Verdünnung des Produktes
bis zu 20 % Balsamterpentinöl."

und selbst bei dem Fußbodenhartöl, das ja 490gr. Balsamterpentin schon hat, steht:

"Auf weniger saugenden Untergründen (Harthölzer,
etc.) wird das Fußbodenhartöl mit ca. 20 % Balsamterpentinöl
verdünnt aufgetragen."

Also mal fleißig verdünnen und dabei gut lüften. Noch besser: vorher mal auf Musterstücken das Verhalten von dem Öl ausprobieren.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@ Frank



Das Heißöl von "Natural"ist ja auch fast ein "Pure solid" Produkt. Der Heißeintrag wirkt auf jeden Fall positiv. Andererseits habe ich noch nicht erlebt, daß das Heißöl da patzt, wo ich die Thermopad nicht einsetzen kann. Insofern halte ich sehr lösemittelarme oder lösemittelfreie Öle generell für eine Alternative, auch auf Eiche. Die nimmt von jedem Öl, mit oder ohne Löse-/ Verdünnungsmittel weniger auf.

Das Pure-solid-Hartöl von Kreidezeit habe ich aber noch nicht verarbeitet. Wer's wirklich (nur für den ersten Auftrag!) verdünnen will, greife besser zu mehrfach destilliertem Orangenschalenöl eines Naturfarbenherstellers.

@ Gerry

Solange Du keine Allergie auf Terpentin hast, dann lüfte halt gut. Für den 2. und ggf. 3. Auftrag sind Pure-solid-Öle in jedem Fall die bessere Wahl, auch kalt verarbeitet. Der erste Auftrag braucht wenigstens 3 Tage, bevor weitergearbeitet werden sollte, Heizung und Luftwechsel sollte gegeben sein.

Du wirst nach dem ersten Ölauftrag über das schöne und interessante Maserungsbild staunen, vermute ich.

Grüße

Thomas



Laut Kreidezeit verwenden die



Balsamterpentinöl und nicht Orangenschalenöl u. a. deshalb, weil anscheinend weniger Kunden darauf allergisch reagieren und sich der Geruch des Terpentinöls schneller verflüchtigen soll, als beim Orangenschalenöl.

Durch den Verdünner soll das Öl natürlich auch tiefer ins Holz eindringen. Ansonsten könne man auch das pure solid Öl nehmen, dass man am besten vorher etwas erwärmt, um es dünnflüssiger zu machen.

Der Gestank des Terpentinöls ist allerdings schon recht heftig, selbst bei einem kleinen Testbrettchen, welches ich mal dünn eingeölt habe. Da ich das Zeug nun schon aufgemacht habe, werde ich es auch verwenden.

Der 2. Anstrich wird dann eh mit warmen pure solid Öl gemacht...

Grüße und nochmal vielen Dank für die Anregungen und Hinweise!

Gerry



Also,



für Dich ist das jetzt egal, aber:

"weil anscheinend weniger Kunden darauf allergisch reagieren und sich der Geruch des Terpentinöls schneller verflüchtigen soll, als beim Orangenschalenöl."

Definitiv negativ. Es ist ein hübsches Argument zur Rechtfertigung der eigenen, etwas überholten Rezeptur, hat aber, falls überhaupt, vor Jahrzehnten gestimmt. Heutige Qualitäten von Orangenschalenöl sind 5fach destilliert und von vielen stark "duftenden" Stoffen befreit. Allergien werden häufig an Verunreinigungen durch Pflanzenschutzmittel festzumachen sein, die gibt's zumindest in Qualitäten von Natural und Naturhaus nicht.

Grüße

Thomas



PureSolid-Öle und Heißöl von Natural



@Thomas

Der Unterschied liegt in der Trocknungszeit.

Das Heißöl von Natural trocknet nicht so schnell. Das ist allein schon wegen der angestrebten Erhitzung so ausgelegt. Also hat das Öl eine gewisse Zeit, in das Holz einzuziehen.

Bei einem PureSolid-Öl, das für den kalten Auftrag ausgelegt ist, ist die Trocknungszeit meistens kürzer eingestellt. Somit verharzt das Öl bei dichten Hölzern schon auf der Oberfläche, ohne die Faser ordentlich bedienen zu könnnen.

Bei Eiche mag so ein dünnschichtiger PureSolid-Film noch gehen. Bei Buche wäre das aber eine vorprogrammierte Katastrophe. Der Film ist relativ schnell abgearbeitet, bzw. abgeschrubbt. Und dann zieht das schmutzige Putzwasser ohne Ende in die Faser und verziert das Holz auf Dauer.

Besser ist es also schon, dass man das Öl für den Erstauftrag verdünnt und somit eine gewisse Imprägnierung erreicht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



@ Frank



"Buche...", so hat mal ein alter Parkettlegermeister gesagt, "...gehört in den Kamin". Also verzichten wir auf Katastrophen.

In einer ruhigen Minute werde ich 'mal mit einem "kalten" Pure-Solid-Öl spielen. Wenn's tatsächlich so schnell trocknet, wär's für den Erstauftrag unverdünnt ein Tabu, klar soweit.

Grüße

Thomas



Hab jetzt nochmal



mit einem techn. Berater von Kreidezeit gesprochen, der die Aussage seiner Kollegin revidiert hat:

Das Warmmachen von pure solid Öl bringt nur etwas in Bezug auf die leichtere Verstreichbarkeit, da es zunächst dünnflüssiger wird. Der sehr dünne Ölfilm kühlt jedoch sehr schnell auf der kalten Holzoberfläche ab, sodass es sehr schnell die Temperatur des Holzes annimmt. Die Eindringtiefe wird hierdurch nicht beeinflußt.

Der Berater meinte auch, dass
- pure solid Öl auch auf Eiche ohne Verdünnungsmittel eingesetzt werden kann und evtl. schon ein Auftrag reichen würde,
- die richtige Oberflächenrauheit des Holzes sehr wichtig sei, damit ausreichend Öl eindringen kann. Oftmals sei das Holz zu glatt. Mit 120er vorzuschleifen sei ausreichend. Höchstens nochmals mit 180er nach dem 1. Auftrag nachschleifen, was aber meistens nicht nötig sei.
- eine Maschine oftmals bei Hobbywerkern eher schädlich sei, weil diese an Pads sparen würden und dies oftmals nicht richtig mit der Maschine umgehen könnten. Bei 30 qm hat er mir die Handarbeit empfohlen. Da ich die Maschine min. 4 mal ausleihen müßte, habe ich es zunächstmal ohne probiert:

Nun zu meinen Erfahrungen mit dem Öl:
Ich habe 10 qm große Abschnitte mit einem Pinsel eingestrichen (ca. 10 min.). Das Öl wird sehr schön vom Holz aufgenommen und die dunkle honigfarbene Farbe des geräucherten Holzes und des Öls kommt schon sehr schön zum vorschein.

Nach ca. 15-20 min. Wartezeit habe ich mit Baumwolltüchern die Oberfläche abgerieben, bis diese gleichmäßig matt erschien und keine "Ölflächen" erkennbar und fühlbar waren.
(Dauer ca: 10-15 min.)

Danach kam der nächste Abschnitt dran...

Den Geruch kann man bei offenen Fenstern aushalten. Im Haus muß allerdings auch ab und zu quer gelüftet werden...

Grüße
Gerry



Naja,



es reicht auch ein halber Auftrag, klar soweit. Kommt drauf an, was man damit will. Für einen Fußboden: Ich habe trotz teilweise gegenteiliger Behauptungen noch kein Öl erlebt, daß mit einem Auftrag eine Fasersättigung erreicht und beibehält. Auch Kreidezeit hat keine grundsätzlich anderen Öle zur Vergügung als der Rest der Naturfarbenhersteller.

Die Aussage ist falsch.

120er Gitterschliff als Finish ist ausreichend, korrekt.

Ohne Maschine? Die Ergebnisse mit sind mit besser, immer. Wozu das Teil 4x ausgeliehen werden soll, erschließt sich mir nicht. Bei High- und Pure- Solid Ölen genügt i.d.R. 1 Tag mit mehreren Aufträgen direkt nacheinander, bei einem lösemittelhaltigem Erstöl sind 2 Entleihungen erforderlich. Ich verleihe, nach gründlicher Einweisung, meine Maschine auch an Selberöler. Bislang hatte keiner Probleme.

Vorteilhaft ist ein warmer Raum. Wenn das Öl dann Raumtemperatur hat, reicht das grundsätzlich. Pure-Solid-Ölen sollten trotzdem zusätzlich leicht erwärmt aufgetragen werden. Das Öl wird "dünner", die Gefahr der Überdosierung auf der Fläche wird geringer. Ich ziehe solche Öle nur mit dem Breitspachtel auf.

Grüße

Thomas



So, die Fläche ist nun



geölt und abgeputzt und mir gefällt das Ergebnis bisher sehr gut.

Kreidezeit hat mir empfohlen, min. 3 Tage mit dem nächsten Auftrag zu warten. Bei entsprechenden Temperaturen könnte ich auch früher ran. Da ich aber lieber auf der sicheren Seite bin, warte ich halt. Das bedeutet 2 mal Maschine ausleihen und da ich zeitversetzt erst das nächste Zimmer mit Dielen auslegen kann, wären dass nochmal 2 Ausleihen...

Beim nächsten Zimmer werde ich dann mal die Maschine verwenden, um einen Vergleich zu haben.

Grüsse
Gerry