Aufstockung auf Bruchsteinmauerwerk

14.01.2008



Wir bewohnen ein altes, klkeines schiefes Bauernhaus, welches wir zu kaufen und zu sanieren, bzw, aufzustocken beabsichtigen.
Das Problem ist die Fundamentfrage. Die Giebelwand zur Westseite wurde bereits vor etlichen Jahren mit Mischmauerwerk neu aufgemauert. Diese Wand hat einen Setzungsriß zur Südseite hin. Die Südseite besteht vermutlich komplett aus Bruchstein. Die Ostseite besteht zum Teil (SO) aus Fachwerk und zuzm zweiten Teil (NW) aus Bruchstein, wie die komplette Nordseite auch. Der Untergrund ist lehmiger Boden. Die Zimmerböden im DG haben sich zu den Außenwänden und zur Giebelwand gesenkt. Im schlimmsten Fall sind es fas 15 cm über die Zimmerdiagonale. Wir überlegen nur die Grundmauern stehen zu lassen und von da an etwa 50 cm aufzumauern und eine neuen Zwischenboden (Betonplatte oder Holzkonstr.) sowie einen neuen Dachstuhl aufzusetzen, statt komplett neu zu bauen. Wer hat Erfahrung mit der Tragfähigkeit von solchen alten Mauerwerken? Die Kantenlängen des Haues betragen etwa 10,0 m x 10,5 m.
Vielen Dank im Voraus, Cornelia & Karsten



Da hilft



nur ein Statiker. Da müssen die Fundamente für die zu erwartende Last neu berechnet werden, dann muss überprüft werden, ob die vorhandenen Fundamente ausreichen, ob Verstärkungen erforderlich sind, ob Frostfreiheit gegeben ist, inwieweit eventuell Unterfangungen nötig sind. Dafür gibt´s entsprechende Fachleute. Offensichtlich ist da schon gemurkst worden, sonst gäb´s die Risse und Setzungen nicht. Gleich am Anfang richtig angefasst, sollte das aber alles klappen.
MfG
dasMaurer





Wie oben schon erwähnt, suchen sie sich einen Ansässigen Statiker der sie auch während der Ausführung beratend begleitet und eingreift wann immer es nötig ist.
Und das wird es sicherlich!

Ohne ihnen die Illusion rauben zu wollen, unter umständen ist ein Totalabriss und anschließender Neubau kostengünstiger.
Vielleicht beziehen sie diese Möglichkeit einmal in ihre Überlegungen mit ein.
gruß jens



Gründlich planen



Bei alten Gebäuden fehlt oft eine tragfähige Gründung. Meist wurde nur 1-2 Steinreihen tief ein Bruchsteinfundament gelegt, ohne die langfristige Tragfähigkeit des Bodens zu bewerten.
Zu allererst sollte man deshalb die Gründung bewerten unter Berücksichtigung des vorgefundenen Schadensbildes. Vielleicht ist ja auch nur ein punktueller Schwachpunkt vorhanden, der in den Griff zu kriegen ist.
Die Prognose "Abriss" stellt sich mir in den seltensten Fällen als Alternative - eigentlich bisher noch gar nicht.
Holen Sie sich fachkundige Hilfe dazu, dann wird sich auch eine Lösung finden lassen.



Gründung



...die ist, wie ich das sehe, nach Erfahrungswerten gemacht. Und Sie haben einen setzungsempfindlichen Boden, so daß diese Erfahrung der früheren Baumeister nicht ausreichte.
Das wichtigste ist schon geschrieben worden, nämlich einen Statiker mal richtig reinschauen zu lassen.
Sie müssen aber auch wissen, daß ein zusätzliches Geschoß zusätzliche Lasten bringt, die sicher zu weiteren Setzungen führen, wenn nicht zum Grundbruch, wenn an den Fundamenten nichts geschieht.