Befestigung von OSB 3 Platten an Sparren

04.06.2013 BaumeisterBob



Guten Morgen,

ich hätte diesbezüglich mal eine Frage. Wir wollen anstelle der klassischen Dampfbremse mit 15mm OSB 3 Platten arbeiten.

Werden die OSB Platten jetzt so zugeschnitten, dass ich jeweils mittig auf dem Sparren ende und diese dann in den Sparren verschrauben kann um so zwischen den Sparren keine Fugen zu haben?

Thomas



Dampfbremse



Bei einem Altbau keine gute Idee.
Folie lässt sich besser passend zuschneiden als OSB und die alten Sparren liegen nie alle exakt eben. Das wird problematisch die Nut-Federverbindungen sauber und spannungsfrei hinzukriegen, sprich zu verleimen.





Die klassische DB ist für uns aber keine Option. Ich möchte unser Haus nicht in eine Plastiktüte einpacken, auch wenn diese vielleicht einfacher zu Verlegen ist. Den Aufwand scheue ich nicht.

Die Stöße sollen z.B. mit Klebeband von Siga abgeklebet werden.

Es ist ja so, wenn man sich was in den Kopf gesetzt hat ....

Also mit Nut und Feder zwischen den Sparren sehe ich als kritisch an.



OSB vs. Dampfsperre



…und was ist mit dem Leim in den OSB-Platten? Ist das kein Kunststoff?
Nur mal so in den Raum gestellt.



Dampfbremse



Dann soll es so sein. Ein Schimmelbefall in der Dämmung ist ist im Vergleich zu einer PE- Folie ganz sicher rein biologisch.



Über den Dachaufbau...



... kann man mangels Info nur spekulieren... ob die OSB als Dampfbremse geeignet ist, sei mal dahingestellt.

Zur eigentlichen Frage: Du wirst grundsätzlich um eine horizontale Lattung, abgestimmt auf das Plattenmaß, nicht drumrumkommen, damit lässt sich dann auch mit Ausgleichtsplättchen eine vernünftige Ebene herstellen.

Aber wie geht es dann weiter? OSB mit Klebeband wird ja wohl nicht die Sichtebene bleiben...

Das ganze könnte dann auch irgendwann zu einem Gewichtsproblem werden...

MfG,
sh



Warum...



... müsst Ihr immer alle die Sparren in Eure Dämmkonstruktionen einbinden? Braucht Ihr die paar Zentimeter Wohnraum so dringend? Jahrzentelang wurde die tragende Dachkonstruktion bei ausgebautem Dachboden entweder draußen vor gelassen oder rustikalerweise "in den Wohnraum geholt", üblicherweise ohne Probleme, was Gebäudeschäden angeht.





So, da bin ich wieder. Bei dem Dach handelt es sich um ein Gewerk einer Kernsanierung eines EFH. Die Sparren wurden aufgedoppelt. Die gesamte Statik des Hauses haben wir durch ein Ingenieurbüro (Tragwerksplanung und Statik) neu berechnen lassen. Also einmal von unten bis oben alles durchgerechnet.

Der Innenausbau soll ab Ende Juni beginnen. Ich hatte diesbezüglich auch schonmal einen Beitrag dazu geschrieben.
Ein freundliches Helferlein aus dem Forum hat mir auch ein paar gute Tips gegeben. Deshalb war das Thema Dachaufbau / Dämmung für mich eigendlich abgehakt.

Dieser soll so aussehen:

Bereits vorhanden ist die Eindeckung mit Tonpfannen, Traglattung, Konterlattung, diffusionsoffene Unterdeckbahn und eben die aufgedoppelten Sparren für Zwischensparrendämmung.

Dämmen wollte ich jetzt mit 26 cm Holzwolle, dann 15mm OSB 3 als DB, dann eine Lattung und dann die innere Beblankung mit GKP bzw Fermacell.

Thomas



Dachdämmung



Nehmen Sie statt der OSB eine feuchtevariable Dampfbremse bzw. Klimamembran, dazu keine Holzwolle sondern flexible Dämmung (z.B. Udiflex von Unger oder Holzflex von Homatherm)) aus Weichholzfaser.

Viele Grüße



Im Prinzip...



... spricht nichts gegen die OSB... aber eigentlich auch nichts dafür...

... höhere Kosten, schwierigere Verarbeitung bei den Anschlüssen...

Das Argument mit der "Plastikfolie" zieht auch nicht wirklich, immerhin sind die OSB-Platten formaldehyd-, phenol- und cyanathaltig verklebt... eine gewisse Ausdünstung und Raumluftbelastung ist da durchaus auch über einen längeren Zeitraum zu erwarten...

Im Prinzip stellt sich die Frage, ob Du überhaupt eine Bremse brauchst, wenn das mit der Hinterlüftung (aus dem anderen thread) geklärt und gelöst ist... und Du einen kapillaraktiven Dämmstoff einbaust... die angedachte "Holzwolle" interpretiere ich mal als die vom Georg Böttcher vorgeschlagene Holzweichfaserplatte/-matte...

Zur eigentlichen Frage: Unter der Vorraussetzung einer halbwegs planen Ebene werden die OSB-Platten in Nut und Feder verleimt und müssen nicht auf den Sparren stoßen, Kreuzfugen sind ohnehin zu vermeiden, an den Anschlüssen (Wand, Boden, Decke, Fenster) sind konstruktiv Befestigungsmöglichkeiten vorzusehen, bei größeren Sparrenabständen (scheint bei Dir nicht der Fall zu sein) wäre eine Unterkonstruktion angesagt... Die Fugen werden anschließend mit geeignetem Material zusätzlich abgedichtet, Du hattest ja Klebeband vorgesehen...

MfG,
sh



mein



Ausführung als Windbremse für Isoflock, natürlich mit Traglattung und Abdichtung zur Wand.





Guten Abend,

@ Herr Böttcher + Herr Hausleitner

Mit Holzwolle meinte ich natürlich das von Ihnen gemeinte. Und zwar die flexible Gefachdämmung Kronotherm Flex. Mir war bloß der genaue Name in dem Moment nicht eingefallen.

@ Herr Hausleitner

Das "Problem" mit der Luft aus der hinterlüfteten Fassade, welche in dem Zustand ins Dach ziehen würde ist auch gelöst. Unser Statiker hatte das auch bemerkt und meinte, dass können Sie aber nicht so lassen. Und um jetzt nicht wieder alles rück zu bauen meinte er, das wir für die einzelnen Gefache entsprechende Stücke Dampfsperre zuschneiden sollen, welche wir luftdicht abkleben sollen. Dann könnte keine Luft mehr von der Fassade ins Dach ziehen.

Recht praktische Lösung wie ich finde.

Wir haben natürlich auch unseren Maurer darauf angesprochen. Er machte erstmal große Augen und meinte das hät er noch nie gehört, zumal er die Fassadendämmung ja an die Unterdeckbahn rangeführt hat und wenn wir jetzt eine Vollsparrendämmung machen würden, könnte ja ohnehin keine Luft mehr ins Dach ziehen.

Hm naja, finde ich den Lösungsvorschlag von unserem Statiker besser.

Und bezüglich des Verzichts auf eine DB bei gewissen Dämmstoffen hab ich auch schon was von gehört.

Aber was ist denn da mit der warmen Raumluft, die zieht doch voll in die Dämmung?



Die Platten müssen nicht



auf den Sparren gestoßen werden. Und: es gibt geschliffene OSB-Platten, die wenn sie miteinander verleimt werden auch nicht abgeklebt werden müssen und sichtbar bleiben können.
Ralph Schneidewind



Und die Feuchte...



... zieht auch durch (deswegen die Frage mit der Hinterlüftung) und auch wieder raus...
Details überlasse ich gerne dem Statiker/Energieberater vor Ort... das klappt aus der Ferne nicht wirklich gut...

Entweder kann Feuchte mehr oder weniger ungehindert abgelüftet werden, oder sie darf gar nicht erst eindringen... Das eine gewisse Durchfeuchtung in der Dämmschicht und auch im benachbarten Holz ist, sollte klar sein, damit wird auch der akademische u-Wert ad absurdum geführt. Die Feuchtigkeit sollte aber in Hinblick auf Schimmel und Vermodern ungefährlich sein, wenn sie regelmäßig außreichend rücktrocknen kann...

Die Lösung mit der Hinterlüftung über die Schnippelei habe ich ehrlich gesagt nicht verstanden...

MfG,
sh





Hallo zusammen
ich ergänze hier einfach einmal die Diskussion zu OSB.
Bei einem Altbau übrigens auch eine sehr gute Idee.
Nach dem Verlegen ist das Dach begehbar, keine Absturzgefahr und nicht so empfindlich gegen Verletzungen wie die übliche Dampfsperre. Des weiteren können die Platten mit Holz noch etwas ausgeglichen werden. So ergibt sich dann ein gerades Dach.
Anbei ein Bild das den U Wert mit OSB aufzeigt.
Ich persönlich mache dies aus dem Programm der Fa Bauder.
Die OSB Fugen werden mit Bauder Klebeband abgedichtet.
Bauder PIR Plus habe ich gewählt, weil das PIR bei weniger Dicke einen grösseren Wärmewert aufzeigt als klassische Dämmung, So erreicht man bei 14 cm das selbe wie bei ca 24cm.



Dachdämmung



Habe ich was verpasst und es geht hier um Aufsparrendämmung?





Hallo und guten Abend zusammen,

sorry das ich mich erst jetzt wieder melde. Hatte die letzten Tage zuviel um die Ohren mit Arbeit und Baustelle.

Ganz kurz zm letzten Beitrag. Es handelt sich um Vollsparrendämmung.

@ sh

Ich würde gerne nochmnal das Thema kapillaraktive Dämmstoffe aufgreifen.

Du schreibst, dass bei diesen Dämmstoffen ggf auf eine DB verzichtet werden kann.

Überall heißt es ja, eine DB bzw DS sei das A und O und ich geh mal davon aus, dass 95 % aller Dachaufbauten so ausgeführt werden.

Aber dort wird dann auch mit nicht kapillaraktiven Dämmstoffen (MiWo) gedämmt und eine DB bzw DS ist zwingend erforderlich oder??

Gruß

Tom



Es gibt grundsätzlich zwei...



... prinzipielle Herangehensweisen an so eine Aufgabenstellung.

- Entweder sorgt man dafür, dass Feuchtigkeit nicht oder nur sehr begrenzt in eine Dämmung eindringen kann, sodass sie dort keinen Schaden anrichten kann
- Oder sorgt man dafür, dass Feuchtigkeit mehr oder weniger ungehindert (ab-)transportiert wird, sodass sie keinen Schaden anrichten kann

Was jetzt die beste Methode für Dein Dach ist, muss vor Ort besichtigt, geplant und entschieden werden.

MfG,
sh





Hallo Sebastian,

also könnte man grundsätzlich sagen, dass Holzfaser ein Dämmstoff ist, der je nach Dachaufbau ohne zusätzliche DB auskommen könnte?

Wäre denn die zusätzliche Verwendung einer Klimamembran bzw. die Verwendung von DB Pappe schädlich?