allgemeine Kostenfrage

18.08.2003



Hallo!
Wir möchten gern ein zu renovierendes Fachwerkhaus kaufen. Die Frage ist aber, bis zu welcher Preisklasse kann man unrenoviert gehen? Wie suchen im Rheinn-Sieg-Kreis. Selber machen können wir mangels Talent nicht viel :-/...die Frage ist, wieviel muss man pi-mal-daumen in ein Haus investieren, in dem man quasi "alles" machen muss? Wir haben jetzt mal so mit 80 bis 100000 Euro Renovierungs/Sanierungskosten gerechnet. Ist das halbwegs realistisch?

Vielen Dank an die Fachleute :))

Grüsse,
Jennifer



Kosten....



Leider würde ich mich nicht in so eine Ferneinschatzung begeben, denn diese hängt von vielerlei Dingen ab, Gebäudegröße, Einbauten, Anbauten, Stockwerken, Bauzustand usw. usw. Da käme man schon besser, wenn man eines im Blick hätte und dieses mit einem Gutachten grob bewerten würde. Alles andere geht nach hinten los. Trotzdem beste Grüße aus der Lausitzer Ecke.





sie können pi mal daumen in ein altes haus fast nix oder ein vermögen investieren. bei meinem opidum mit ca. 250 qm Wohnfläche (totalsanierung) liegen wir am ende bei reinen baukosten von ca. 220.000 euro, dazu kommen noch ca. 100.000 euro eigenleistung. das gros der baukosten verschlangen das dach, die ausbesserung des fachwerks, die Fenster (denkmal!) sowie die komplett neue haustechnik (elektro, wasser, abwasser, heizung, mit viel zuarbeit!) und der Putz (es ist halt ein großer kasten!). abzuziehen sind allerdings die zuschüsse und steuervergünstigungen für das denkmal, die sich auf etwa 80.000 euro über die jahre summieren werden. eine realistische kostenzusammenstellung nach vob ergab für unser haus eine summe für die schlüsselfertige totalsanierung von weit über 400.000 euro, aber man könnte problemlos sicher auch weit über 500.000 euro investieren oder, bei abstrichen im wohnkomfort, auch nur 300.000. sie sehen, viele fragen: ist ihr wunschhaus ein denkmal? wieviel zeit für Eigenleistung haben sie? haben sie handwerklich begabte verwandte, freunde? haben sie einen ordentlichen maschinenpark (baumarktware stößt schnell an ihre grenzen) ... mit 100.000 euro sanierungkosten für ein nicht zu großes haus liegen sie sicher nicht ganz verkehrt, wenn sie über eigenleistungen und zuschüsse etc. noch einmal die gleiche summe aufbringen können. nur mut!
günter flegel, wagenhäuschen



Was kostet ein Auto?



Reicht ein Trabi, oder soll es eine S-Klasse sein? Demzufolge die Preisunterschiede... Generell also die Empfehlung, mal mit einem Sachverständigen, z. B. Zimmermann das gute Stück besichtigen und eine Abschätzung geben lassen. Auf die ggf. noch mal ein paar Sicherheitsprozente draufpacken. Als Größenordnung bei uns: Kaufpreis: 65000, geplante Sanierungskosten 120000 bei etwa 100-120 qm. In diesen geplanten Kosten war allerdings noch ein bißchen für Dach, Garten und Nebengebäude geplant, doch das wird erst mal nix. Und Eigenleistung steckt ziemlich viel drin (mittlerweile ein knappes Jahr, größtenteils allerdings nur Wochenends).
Was das "mangelnde Talent" betrifft: Probiert's mal aus. Es ist erstaunlich, wie viel man selbst hinbekommt. Und mit Lehm bekommt man viel hin, und er läßt sich - auch als Laie - klasse verarbeiten.



vielen Dank schon mal für die Antworten!



Das ist ja nicht gerade ermutigend...ich meine, ist klar, dass nach oben keinerlei Grenzen gesetzt sind. Das Problem ist, dass wir nicht über SO viel Kapital verfügen. Wir werden unser Haus verkaufen, das wird etwa 250000 einbringen. Sehr viel mehr können wir (drei Kinder, ein Verdiener) nicht finanzieren. Wegen der Personenzahl und meiner Mutter, die auch noch mit einziehen soll, brauchen wir schon eine Wohnfläche von etwa 250 qm. Momentan haben wir ein Haus im Auge, in dem laut Aussagen des Maklers "nie was gemacht wurde". Ok, ist auch nichts versaut worden ;)...aber wir habenn es noch nicht von innen gesehen. Donnerstag ist Besichtigung. Es soll 169T kosten, wobei der Grundstückswert 143T wäre. Vermutlich kommen wir da an unsere Grenzen, oder? Wir haben so gerechnet: 50T Dachsanierung, 30T Elektro/Sanitär, 20T Rest für Wände/Böden...ist das eine Milchmädchenrechnug?

Grüsse,
Jennifer





lassen sie sich von einem guten architekten beraten, bevor sie sich in ein abenteuer stürzen. mit so wenigen informationen lässt sich aus der ferne nicht einmal eine milchmädchenrechnung aufmachen. dach: muss es nur neu gedeckt und isoliert werden, oder müssen auch Sparren ausgetauscht und maurerarbeiten durchgeführt werden? wie steht es um die kamine, dachrinnen, bleche etc.? elektro/sanitär: brauchen sie eine neue heizung? müssen alle alten leitungen raus? wieviele wcs, bäder, duschen planen sie? wie stehts um die fenster, wie um den innen- und außenputz? ...
machen sie sich mal eine grobe liste, dann zählen sie die kosten zusammen, rechnen sie eigenleistungen gegen - dann ergibt sich langsam eine grundlage. nicht entmutigen lassen!
günter flegel



Dach/Fenster/Zimmermann/Heizung/Sanitär/Strom



... sind wohl die größten Brocken, die man selten selber machen kann (höchstens mithelfen, um die Kosten zu reduzieren). Pro Fenster können Sie 1000 Euro rechnen, wenn Sie diese austauschen müssen. Heizung/Wasserleitungen kamen bei uns (140 qm mit Anbau, dem Bad) auf ca. 13 T Euro, Strom glaub ich (mit Satellitenschüssel, Klingel ...) auf ca. 10 T Euro. Aber Sie müssen bedenken, dass wir ein viel kleineres Haus haben. Die Zimmermannsarbeiten haben am meisten verschlungen. Material für Gefachausmauerungen und Dämmung ist auch nicht gerade billig, wenn man aber alles in Eigenleistung macht, halten sich die Kosten noch in Grenzen. Beachten Sie, dass Sie sicherlich noch eine Badewanne, Fliesen und mindestens 2 Bäder (Toiletten) brauchen, die auch ausgestattet werden müssen. Sind in dem Haus Holzböden vorhanden, die man nur Abschleifen muss (kann)? Oder müssen komplett neue Bodenaufbauten gemacht werden? Sind Zimmermannsarbeiten am Fachwerk nötig? ... Andererseits können Sie sicherlich durch Hilfeleistungen sparen, wenn Sie z. B. beim Dachdecken mithelfen (weiß ja nicht, ob Ihre Kinder schon "arbeitstauglich" sind). Sind Ihre Kinder noch nicht in dem Alter, bei dem man schon "mitmischen" kann, fällt auch gleich nochmal eine Arbeitskraft fürs Babysitten weg - und Fachwerkhaussanierungen dauern bekanntlich Monate... Grüße Annette (ach so, und rechnen Sie schonmal Notarkosten, Grundbuchauszüge ... mit ein)