Grauwacke in der Küche (Arbeitsplatte)

21.11.2009



Hallo zusammen,

ich weiß, meine Frage hat nichts mit Fenstern und Türen zu tun, aber ich habe hier schon mal so guten Rat bekommen, als wir unser Bett bauen wollten.
Jetzt geht es um die Arbeitsplatte in der Küche. Grauwacke fände ich schön und könnte ich durch einen befreundeten Steinmetz (kennt das Material selbst nicht) günstiger bekommen.
Hat denn hier jemand Erfahrung damit? Für mich muss die Platte nicht auf ewig vollkommen makellos sein. Aber sie sollte doch irgendwie schön altern. Wenn Grauwacke als Material in der Küche einfach ungeeignet ist, würde ich das gerne wissen. Habe da so Andeutungen gehört.
Falls mir hier jeder von Grauwacke abrät, dann suche ich nach einem (schoko-)braunen Granit, der nicht so unruhig ist und den man matt bürsten kann, also eigentlich sieht er dann nicht mehr nach Granit aus. Aber so etwas habe ich noch nicht gesehen. Habt ihr einen Tipp?
Viele Grüße
Kappa



Moin,



Grauwackeist ein sehr harter Stein, Du findest ihn im Gleis der Bahn als Schotter, vor Kirchen als Treppenstufe, usw....
Also vergänglich ist er eher nicht, abraten würde ich auch nicht ganz im Gegenteil, es ist sicherlich einmalig



geh



doch mal zum nächsten Steinmetz mit Frauchen und seht euch die möglichen Materialien und Oberflächen an, Fachberatung inclusiv. Besser kanns keiner beschreiben !



Grauwacke



gehört zu den Sandsteinen und kommt zum Beispiel im Harz vor. Von der Optik ein wenig attraktiver und schlichter Stein, aber das kann in entsprechender Umgebung natürlich sehr reizvoll sein. Ob der Stein als Arbeitsplatte zugeschnitten werden kann, solltest du mit einem Steinmetzbetrieb abklären. Die hauptsächliche Verwendung findet Grauwacke als Gleisschotter und Zuschlag bei Asphalt oder als Mineralgemisch.
MfG
dasMaurer



Moin moin,



mein Steinmetz hat gerade etwas über den Schwarzjura geflucht, aus dem unsere Ofenplatte besteht: Sackhart und schlecht zu bohren - es sind dann doch 4 Teile geworden statt 3...;-).

Ich kann mich da Olafs Tipp nur anschliessen....der Jung muss es schliesslich sauber Verarbeiten können.

Gruss, Boris





Huhu,

ich bin in einer Schieferregion aufgewachsen wo Wackersteine üblich sind. Leider ist mir der Stein nur in Form von gebrochenen Stücken zum Hangabstützungen, Garteneinfassungen oder Pflastersteinen bekannt(Frostsicher). Großflächige Platten sind mir mit diesem Material unbekannt. Obwohl es eine Art´Sandstein sein soll sind diese Steine extrem hart(wahrscheinlich durch den hohen Quarzanteil) brechen aber glaube ich unkontrolliert. Vielleicht ist dies der Grund warum große Platten nicht üblich sind.



Soll der Stein unempfindlicher sein



gegen verschmutzung solltest Du diesen mit einem natürlichem Steinöl behandeln. Dann dringt Schmutz nicht so schnell ein. Unbehandelt ist auch schön aber etwas empfindlicher. also bitte vorher die eigenen Ansprüche bedenken.
Ansonsten viel Spaß mit der Steinarbeitsplatte. Das ist immer etwas besonderes
Gunther



Vielen Dank für die Antworten



Hallo zusammen,

ich war schon in einem Grauwacke-Steinbruch, die können dort auch die Platte machen. Im Anhang habe ich mal ein Bild von einer Arbeitsplatte von dort hochgeladen. Mir gefällt das sehr gut. Ich habe halt nur mal aufgeschnappt, dass diese Platten nicht lange schön bleiben. Aber das sagen die einem da natürlich nicht, die wollen die Grauwacke ja verkaufen.
Viele Grüße
Kappa



Noch ein Bild



Hallo zusammen,

hier kommt noch ein Grauwacke-Bild.



wow



... hätte ich nicht gedacht - matt sieht der ja richtig gut aus. Ich hab mal gegooglet, scheint gravierende Unterschiede bedingt durch die Regionen zu geben. Sieht überall ein bisschen anders aus.