Kennt jemand das Gift impralit-BF ???

27.01.2008



Hallo Leute,

nachdem der Keller nun dicht ist, möchte ich euch mal was fragen.
Habe meinen Dachstuhl mal genauer inspiziert und dabei festgestellt, dass Injektionsnadeln an den Sparren zu finden sind.
Ich habe den ehemaligen Hausbesitzer kontaktiert, welcher mir freundlicherweise eine Rechnung über die getätigte Behandlung zukommen lies.
Dort ist das Gift impralit-BF (PVA574) ausgewiesen.
Es ist ein Hydrogenflourid ----- was ist das???
Wenn man bei Wikipedia schaut... findet man auch was....
Aber wie gefährlich oder eben nicht ist dieses Zeug denn wirklich???
Oder wo findet man eine Datenbank mit einer aussagekräftigen Zuordnung.

Vielen Dank
sagt mal wieder der Mario



Impralit



Google liefert nach Filterung 43 Hinweise (direkt nach Ihrem Beitrag), darunter diesen:
4.2.3.1.1 Allgemeines:
Eingesetzt seit der Jahrhundertwende. Wäßrige Lösungen von Fluorsalzen geben Spuren von HF ab, daher keine Einsetzbarkeit für Innenräume.
4.2.3.1.2 Toxikologie:
hepatotoxisch, ätzend, Osteofluorose (Skelettschädigung); Enzymhemmung; Speicherung im Knochengewebe als Fluorid; wegen der hohen Wasserlöslichkeit von Fluor Aufnahme über die feuchten Schleimhäute und Schädigung des oberen Respirationstraktes.
4.2.3.1.3 Akute Vergiftungssymptome:
Atemnot, Husten, Bronchitis, Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Krämpfe, Lähmungen, Geschwüre
4.2.3.1.4 Chronische Vergiftungssymptome:
Stoffwechselstörungen, Leber- und Nierenschäden, Gewichtsverlust, Anämie, Gelenkerkrankungen, Lungenödeme durch FKW (Fluorkohlenwasserstoffe)
4.2.3.1.5 Physikalisch-chemische Eigenschaften:
NaF
Allgemeine Eigenschaften: farblose Kristalle

rel. Molekülmasse: 41.99
Schmelzpunkt [ grad C]: 993
Siedepunkt[ grad C]: 1695
Löslichkeit in Wasser (20 grad C) [g/L]: 42.2

KF
Allgemeine Eigenschaften: farblose Kristalle

rel. Molekülmasse: 58.1
Schmelzpunkt[ grad C]: 858
Siedepunkt[ grad C]: 1505
Löslichkeit in Wasser (20 grad C) [g/L]: 923

BF3
Allgemeine Eigenschaften:farbloses Gas

rel. Molekülmasse: 67,81
Schmelzpunkt [ grad C] : -126,7
Siedepunkt [ grad C]: -99,9
Löslichkeit in Wasser (20 grad C) [g/L]: 1060

HF (35,35%) + Wasser (Flußsäure)
Allgemeine Eigenschaften: farblose Flüssigkeit

rel. Molekülmasse: --
Schmelzpunkt [ grad C]: --
Siedepunkt [ grad C]: konstant siedend bei 120
Löslichkeit in Wasser (20 grad C) [g/L]:--
4.2.3.1.6 Grenzwerte [15]:
MAK (HF, F und Fluoride)

______________________________________________________________

[mL/cbm] [mg/cbm] Stoff: Bemerkungen:
______________________________________________________________
-- 2,5 Alkalifluoride G
(als Fluor berechnet)

Spitzenbegrenzung: II, 2
______________________________________________________________

3,0 2,0 HF H

Spitzenbegrenzung: I
______________________________________________________________

1,0 3,0 BF3

Spitzenbegrenzung: I
______________________________________________________________

0,1 0,2 Fluor

Spitzenbegrenzung: I
______________________________________________________________



BAT-Werte: (HF, F und Fluoride)

Wert Untersuchungs- Probennahme- Stoff
Material zeitpunkt
______________________________________________________________________
7,0 Ha b) HF und Fluoride
(Kreatinin)

4,0 Ha d) HF und Fluoride
(Kreatinin)
______________________________________________________________________


4.2.3.1.7 Literatur:
[1] Katalyse: Was wir alles schlucken, Reinbek (1985)
[2] F.A. Patty: Industrial hygiene and toxicology. Vol. II, Toxicology, Intersc. Publ., New York (1979)
[15] H. Tiesler (Hrsg.): Gefahrenstoffe 1993. Universum Verlagsanstalt; Wiesbaden (1993)

Grüße vom Niederrhein



Wenn man bei Wikipedia schaut



findet man auch was, allerdings erst, wenn man "Hydrogenfluorid" eingibt (man beachte das ou --> uo)

Jep, Flusssäure ist was echt heftiges. Deswegen aber auch sehr reaktiv (ätzt sogar Glas an). Es ist schwer vorstellbar, dass die Fluss-säure im Holz verbleibt, ohne zu reagieren. Meiner Ansicht nach dürfte da schon nach wenigen Stunden kein Wirkstoff mehr zurückbleiben. Bin aber kein Chemiker. Wann wurde das Mittel denn eingesetzt?

stt



im Jahre 1974



schonmal zwischendurch besten Dank für Eure Bemühungen !!!

Das Gift wurde 1974 injiziert.......

vielleicht ist es ja dann auch schon verflüchtigt....
hoffentlich

Der Verfasser der Frage



Impralit- BF



Die Ausgasungsverluste sollen nach 25 Jahren bei 75% liegen.
(Quelle: Ökologisches Baustofflexikon)

Viele Grüße