Was mache ich mit bereits angelegtem Kiesgraben?

11.09.2010



Hi,

Ich brauche mal wieder Eure Hilfe.
Vor ca. 15 Jahren wurde bei meinem Haus eine "Drainage" angelegt.
Dabei wurde rund um das Haus ein Graben angelegt und mit Kies 16-32 befüllt. Darüber wurde leicht abfallend zum Garten betoniert. Fertig.

Ob diese Methode dem Haus geschadet hat, kann ich nicht sagen.
Gebracht hat es jedenfalls nix.
Die Wände aus Bruchstein sind immer noch feucht.

Nachdem sehr durstige Pflanzen wie Brennessel und Warzenkraut zwischen Mauer und Beton wucherten, habe ich im Juni den Beton entfernt.
Dabei kam mir Feuchte heiße Luft entgegen!
Das Unkraut habe ich ausgerissen. Bisher ist nichts nachgekommen.
Nun weiß ich nicht, was ich mit dem Kiesgraben anstellen soll.
Das Haus steht nicht an einem Hang, überschwemmt wurde das Grundstück auch noch nie.
Der Grundwasserspiegel liegt bei ca. 1.50m.
Der Fußboden liegt in etwa auf Gartenhöhe. Eine Horizontalsperre ist nicht vorhanden.

Eigentlich wäre eine Drainage wohl gar nicht notwendig?
Allerdings habe ich Hemmungen, den Graben wieder mit Erdreich aufzufüllen. Denn damals waren die Wände ja auch feucht!
Meiner Meinung sind die Ursachen für die feuchten Wände Kondensation und/oder aufsteigende Feuchte, da auch Innenwände davon betroffen sind (ca. bis 1m Höhe)
Wie bereits in einem anderen Thread erwähnt, wurde das Haus bisher sehr schlecht beheizt und gelüftet.
Das wird aber bald der Vergangenheit angehören!

Zurück zum eigentlichen Thema:
Was würdet Ihr mit meinem Burggraben anstellen?

Vorab bedankt für Eure Antworten!

Gruß,

Principe





Hallo,

war es eine richtige Dränage oder nur der Kiesstreifen?
In welcher Tiefe liegt die Dränage und wo wird das Wasser hingeleitet?

Grüße aus Schönebeck



Deckel weg



Hallo

Sie fragen: Was würdet Ihr mit meinem Burggraben anstellen?

Jetzt ist der Deckel weg und die Feuchtigkeit kann mal nach oben verschwinden.
Es ist nämlich nicht ausschlaggebend, dass es oben "dicht" ist, sondern dass Feuchte verdunsten abtrocknen kann.

Lassen Sies mal trocknen und beobachten Sie das ganze mal ein halbes Jahr oder länger.
Damit ist schon mal kein Geld ausgegeben worden.

Wenn Sockel und Putze dann noch nass oder feucht sein sollten mal überprüfen was das für ein Material ist.

bis nächstes Jahr dann
:-)

FK



Drainage



als ich gelesen habe "darüber wurde betoniert" dachte ich mir "warum denn das?". Du solltest überprüfen, ob da ein Drainage-Rohr mit eingebuddelt ist, falls nicht soll es wohl eine Art "Natur"-Drainage sein ... der Kies ist "kapillarbrechend" , d.h. daß keine Feuchtigkeit hochsteigen kann (außer vielleicht durch oberflächennahe Verdunstung) - wenn du das mit Erde auffüllst ist die kapillarbrechende Wirkung leider dahin. Ich würde es bis obenhin mit Kies auffüllen und als Rabatte gestalten. Falls es wieder Wasserprobleme gibt kannst du ringsrum ein Dränrohr einlegen ... dann mußt du natürlich für einen Ablauf sorgen.



Es ist keine richtige Drainage



sondern nur ein Kiesgraben.
Es ist daher auch kein Rohr vorhanden.
Tief ist der Graben so 50 - 70cm, genau kann ich mich nicht erinnern.

[QUOTE]Jetzt ist der Deckel weg und die Feuchtigkeit kann mal nach oben verschwinden[/QUOTE]

Seit der Betondeckel weg ist, sieht die Sache bereits besser aus. Unkraut hätte jetzt 3 Monate Zeit gehabt, wieder zu wachsen. Bis jetzt noch kein Grünzeug.

Der Sockelputz ist sehr hart und sieht farblich nach Zement aus. Bin aber kein Experte.

[QUOTE]Ich würde es bis obenhin mit Kies auffüllen und als Rabatte gestalten[/QUOTE]

Sieht bestimmt hübsch aus!

[QUOTE]Falls es wieder Wasserprobleme gibt kannst du ringsrum ein Dränrohr einlegen ... dann mußt du natürlich für einen Ablauf sorgen.[/QUOTE]

Ich hoffe, das kann ich mir ersparen. Da viel Arbeit.

Wäre es sinnvoll "gartenseitig" eine Trennlage einzubauen, um eine Durchmischung Erde - Kies zu verhindern?
Oder passiert das ohnehin nicht?
Oder würde das nur eine Abtrocknung wieder behindern?
Der Kiesstreifen ist ca. 30cm breit.

Gruß,

Principe





Ich würde den Kies erst einmal belassen.
Wegen nichts ist er ja nicht eingebracht worden.

Grüße





Wie Herr Kurz schreibt:

>>“Jetzt ist der Deckel weg und die Feuchtigkeit kann mal nach oben verschwinden.”<<

Sage ich mal ganz ketzerisch, jetzt ist das Dach weg und Niederschlagswasser kann erst mal richtig rein laufen.

Wenn das Wasser dann nach unten nicht weg kann, wird es sich dort möglicherweise aufstauen,
Und dann haben Sie die perfekte Hausbewässerung.

Was hier jetzt anzuraten ist geht nur mit Kenntnis der Bodenverhältnisse, oder über die bereits angesprochene Langzeitbeobachtung.
Ich würde mich sicher schon jetzt über die Bodenverhältnissen unter dem Kiesstreifen schlau machen.
Wenn ich dort bindigen Boden vorfinden würde gäbe es keinen Grund zu warten.

Grüße aus Schönebeck



Vorerst



werde ich mal gar nichts machen.
Das kann ich ohnehin am Besten!

Rein optisch sieht es jetzt schon besser aus.

Der Boden unter dem Kiesstreifen ist nur Erde mit Kalksteinen wie hier üblich.

Bedankt für die Antworten!

Gruß,

Principe