Giebeldämmung....???

18.11.2003



Muss nochmal fragen-die Aussendämmung am Giebel ist nun beschlossen. Aber, wieso Mineral-statt Glaswolle? ISt das beim Altbau überhaupt gut, ist es egal, ob Natur (Holzweichfaser) oder diese Chemiewolle????



Mineral/Glaswolle



würde ich beide nicht verwenden.
Isolierungen aus nachwachsenden Rohstoffen (Flachs, Hanf usw.) werden z.Zt. mit bis zu 40,- Euro/m³ gefördert, Datails unter http://www.nachwachsende-rohstoffe.de/

Eine Vorsatzschale aus Strohlehm oder Holzhäcksellehm hat auch ganz gute Werte!

Grüße Markus Schwarz



MW oder GW ?



MW brennt nicht, MW ist beständig gegen Insekten und Pilze. Wieso ist das Chemie ? Wenn schon, dann anorganische, und nicht vergessen: Chemie ist auch die sogenannte Natur. Gut für den Altbau: ja sicher. Vom Standpunkt ausschließlich der Wärmedämmung ist es egal, was man nimmt, Hauptsache es hat einen guten Rechenwert und wird nicht naß. Vorsicht vor der Gleichsetzung mit Natur und Holzweichfaser: Allenfalls das Holz war mal auf eigenem Stengel gewachsen, die enthaltenen Leime und sonstigen Zusatzstoffe machen die HW-Platte sicher graduell naturferner als die im wesentlichen nur in der Struktur veränderte Steinwolle.



RE



Die Antwort von Hr. Beckman ist mit vielen Bauchschmerzen verbunden. Mineralwolle brennt zwar nicht aber sie schmilzt ungemein. Mache Brandversuche auf regionalen Messen und dabei großes Entsetzen bei den Betrachtern! Dazu kommt das sogenannte Sorptionsverhalten von Miwo gegenüber Dämmstoffen aus nachwachsenden Rohstoffen. Nachfragende Erklärung kann gegeben werden! Und eben die zur Zeit günstige Förderung dieser Dämmstoffe sollte zum Nachdenken verhelfen. grüße vom Lehmbauer





@Herr Beckmann, auch auf die Gefahr hin dass ich nerve...was ist der UNterschied zwischen Glas und Steinwolle???
Hanf ist auch beständig gegen Pilze und Insekten, da Eiweissfrei.

@herr Mühle: Hanf kommt bei uns ins Dach, trotz der Förderung ist es leider immer noch einiges teurer als Glaswolle, da wir mittlerweile viele ungeplante Ausgaben haben (die Giebeldämmung war unrsprünglich nicht vorgesehen), soll das jetzt möglichst Kostengünstig gemacht werden.



Marmor, Stein und Eisen bricht....



na klar, Vulkanhitze bringt das Gestein zum Schmelzen. Genau das ist der Herstellungsprozeß, dann wird es zu Fasern gespritzt und zu handlichen Paketen geformt.
Mineralwolle ist korrkt gesprochen der Oberbegriff von Steinwolle und Glaswolle. Die eine (Steinwolle) wird aus Steinfasern hergestellt, die andere (Glaswolle) aus Glasfasern. Der m.E. für den Verarbeiter wichtigste Unterschied ist der, daß sich Steinwolle angenehmer anfühlt als Glaswolle, die wegen der Spaltung der Fasern beim Bruch in der Arbeitskleidung hängen bleibt und Hustenanfälle auch unter der Maske verursacht.
Steinwolle schmilzt übrigens nach DIN 4102 Teil 17 bei Temperaturen über 1000 Grad. Szenarien die im Brandfall solche Temperaturen verursachen, mag ich mir gar nicht erst vorstellen.
Aber statt vieler Worte zwei links:
www.rockwool.de
www.isover.de

Dort finden Sie auch Alternativen in Holz.





Ok, danke schön, na dann werden wir wohl Steinwolle nehmen, ich dachte es gäbe da eventl noch einen Dämmunterschied, aber die Dämmwerte sind wohl gleich.



Zellulose ist besser



Neben der Tatsache, dass auch Steinwollfasern in der Lunge äußerst ungesund sind, hat Zellulose eindeutig bessere Eigenschaften: Wärmeleitzahl (DIN 4102)= 0,040 W/mK, ist dampfdiffussionsfähig, hat auch feucht noch bessere Dämmwerte, u.v.m. Siehe: http://www.isofloc.de/