Tauwassermenge Dampfsperre im Bereich Dach

01.04.2011



Hallo,
kann mir jemand darauf eine Antwort geben!

Beurteilen Sie die beiden vorliegenden Fälle hinsichtlich der anfallenden Tauwassermenge im Bauteil:

a) Beim Dachaufbau wurde auf eine Dampfsperre verzichtet, so dass das Glaser-Diagramm einen Tauwassereinfall innerhalb der Dämmschicht prognostiziert.

b) Beim Ausbau eines Dachgeschosses wurde nicht auf einen ordnungsgemäßen Anschluss der Dampfsperre an durchstoßende Lüftungsrohre geachtet.

Begründen Sie Ihre Vermutung.



Antwort



Vorab: Die Tauwasserberechnung durch Glaser ist ein veraltetes Programm und gibt die Tauwassermengen unter Laborverhältnissen wieder, die nicht viel mit den Realbedingungen in Baukonstruktionen zu tun hat. Mittlerweile werden Programme wie COND oder Delphin benutz.

Fall a)

Hier ist der Dachaufbau entscheident, der leider nicht bekannt ist. Also wäre es schön Materialien zu benennen.

Fall b)

In Dampfgesperrten Dachaufbauten, abhängig von der Nutzung und der Wärmeerzeugung, ist der Dampfdruck im Gebäude meist am höchsten. Die Tauwassermenge die z.B. in Fall a) pro m² ausfällt potenziert sich an den Undichtigkeiten der Dampfsperre. Ich bringe immer gerne das Beispiel vom Fahrradschlauch oder Teekessel. Habe ich ein Loch in meiner Dampfdichten Hülle entweicht der Druck über das Loch im Rad oder durch die Ausgießöffnung des Teekessels. Hier fallen dann zu bestimmten Randbedingungen große Tauwassermengen an, die Dämmungen durchfeuchten oder zu Feuchtigkeitsbelastungen an den angrenzenden Dachwerkskonstruktion führen, was zu Schäden durch Holzschädlinge an Holzbauteilen und zu einer Herabsetzung der Dämmeigenschaften oder zu Schäden an der Dämmung in den durchfeuchteten Bereichen führt.

Zufrieden?



?????



Hallo Sabine,
Bevor wir unsere Antworten begründen , sollten Sie erstmal Ihre Frage begründen:
Welche Dämmung ?, Kaltdach? , Warmdach? , welche Dampfsperre , achso ist ja keine da ?

Wie?,Was? wo? usw



Antwort auf Überschrift ????



kann ich dir glaube ich (wahrscheinlich weist du es ja selbst) beantworten. Welche Dämmung: wäre bei Frage a) berechtigt bei Frage b) zweitrangig. Kaltdach: Nein, ist ja gedämmt also Warmdach. Welche Dampfsperre: Da gibts zwar Qualitätsunterschiede aber die bauphysikalischen Eigenschaften sind relativ gleich, halt ne Dampfsperre. Oder ist`s vielleicht ne Dampfbremse?





@Emzet

Du liegst falsch!
Das Glaser Verfahren mag zwar alt sein gilt aber noch lange nicht als veraltet.

Das Verfahren beruht auf Berechnungen des Tauwasserausfalls wie die von Dir genannten und z.B. auch das Programm “Dämmwerk” .
Der einzige Unterschied vom Glaser Verfahren zu den anderen Programmen ist der, dass das Rücktrocknungspotential nach Glaser lediglich auf dem Wege der Diffusion beruht.
Die Möglichkeit des kapillaren Wassertransport an die Bauteiloberfläche wird nach Glaser nicht berücksichtigt.

Was heißt das für den Laien?
Funktioniert ein Wandaufbau hinsichtlich des Kondensatausfall nach Glaser dann ist hier völlig unerheblich welcher Dämmstoff verwendet wird.
Dann funktioniert der auch bei hydrophoben Dämmstoffen wie Mineralwolle.
Verwendet man aber jetzt einen hydrophilen Dämmstoff wird sich die Trocknungsgeschwindigkeit vervielfachen.
Denn:
Die Trocknung über Diffusion ist <5%,
die über den kapillaren Transport >95%

Wer also mit Glaser rechnet und kapillaraktive Baustoffe wählt wird vom Rücktrocknungspotential
IMMER bessere Ergebnisse erzielen als die rechnerischen.
NIE schlechtere!

Grüße aus Schönebeck





@Sabine



zu a) vorher rechnen

zu b) vorher denken



Grüße aus Schönebeck

PS. Planer sind käuflich



Dämmung



Hallo Sabiene,
kann das sein das diese Fragestellung:
- rein hypothetisch ist,
- aus einer Hausarbeit, Prüfung o.ä. stammt und
- das dazu noch eine Zeichnung gehört?

Viele Grüße