Im Badbereich: Fliesen auf Gipskarton auf OSB, wie abdichten?

10.12.2006



Hallo,

wir bauen gerade im DG aus und erstellen Dusche/WC. Speziell im Bereich der Dusche interessiert mich die Abdichtund der Holzwerkstoffe.

Ich habe also Holzdecken und Holzständerwände, jeweils mit OSB beplankt. Auf die Wände kommt die Imprägnierte Gipskarton. Lediglich an der Installationswand (= Aussenwand), habe ich auf den OSB noch 50er Rahmen und dann 2-fach die imprägnierten GK .

Auf dem Fussboden soll auf die OSB Trittschall und dann Estrich kommen. Ich gehe mal von Zementestrich aus, es sei denn jemand erklärt mir, was am Calciumsufat besser ist.
im Bereich der Duschwanne soll der Estrich ausgespart sein.

Nun habe ich ja jede Menge Holz im Badbereich.
Was ist hier momentan Stand der Technik?
Alles absolut wasserdicht abdichten?
Mit welchen Materialien geht das?
Ist der schwarze Blocker noch aktuell?

Beschichtet man nun schon die OSB, oder erst die GK-Platten?

Wie macht man den Duschwannenanschluß vorsorglich dicht, auch für den Fall dass Silikonfugen abreissen, oder der Fugenfüller aufreisst?

Bin mal auf Eure Antworten gespannt!

Gruß Wolfgang



Bad im Holzbau



Moin -und schön der Reihe nach! Ich habe den gleichen Fall wie folgt vor 5 Jahren bisher mängelfrei ausgeführt. Vielleicht bin ich bei der Materialauswahl zT.heute nicht mehr "top"-also:
Fußboden der Altsubstanz mit Tiefgrund vorgestrichen, danach flüssige Folie pastös eingestellt 2x mit Trockenzeit drauf, Boden/Wandanschluss-PVC Eckwinkel als Aufkantung 15cm hoch 10cm flach eingearbeitet. Ecken extra nachgestrichen und sorgfältig angelegt. Trittschall im Bad konnte ich vernachlässigen, da die untere Decke ca 500kg/m² Eigenmasse aufweist und Bad auf Bad liegt. Wenn nötig, zB Perlite als Schüttung verdichtet wählen. Die
Aussparung Wanne ist extra durch 2x Baufolie mit Aufkan-tung bis über OK Fliese gesichert- wird später
abgekantet in der Fliesenfuge. Obere Tragschicht nicht OSB im Nassraum, sondern Fermacell Trockenestrichplatte!!!
Evtl. Elektro-Heizmatte im Perlite einlegen; Fliese ist ekelhaft fußkalt.Das aber ist Geschmackssache
Wände Altsubstanz grundieren, 2x flüssige Folie, darauf Lattung. GK 2-lagig Unterlage GK weiss 12,5 mm Fugen-versatz zur Oberlage, dichtspachteln; Oberlage 2x GKF grün dichtspachteln.
Den Hohlraum in der Lattungsebene Außenwand hab ich mit
Trennwandfilz gefüllt, um Kondensat zu blocken
Auf GK dann Fliese im DB -Wichtig und von Ihnen erkannt das Einsinken der Eckfugen- egal nun Acryl oder Silicon.
Da mal im Fachhandel nachfragen, ob bessere Mittel auf den Markt gekommen sind - irgendwas wie ...gummi...
Ich rechne damit, dass jetzt mehrere Beiträge kommen, die´s besser wissen- meine Lösung funktioniert im 6. Jahr problemlos! Also nicht verwirren lassen!
Alternativ kann ich mir statt "Ständerwand" auch Styrodur an alten Wänden gedübelt vorstellen; darauf käme Fliese im Dünnbett mit Gewebeeinlage zur Rissicherung.
Muss man rechnen, was geld- und arbeitsmäßig günstiger ist Gruß M. Lüdicke