Gipskarton an der Fenserlaibung? Funktioniert das so?

08.04.2019 Holzwurm



Hallo zusammen,

letzte Woche hat mir der Stuckateur, der auch den Lehm gespritzt, hat die Laibungen gebaut. Jetzt bin ich besorgt, weil er, so glaube ich, es sich einfach gemacht hat und zuerst Gipskarton auf die Laibungen geklebt hat und die dann mit Kalk abgezogen hat.

Bevor ich jetzt einen riesen Wind mache wollte ich mal nach eurer Meinung fragen. Zum besseren Verständnis habe ich ein Bild des Wandaufbaus gemalt:

A= Holzschalung
B = 150mm Holzfaserdämmung
C =Holzbalken 140x140mm
D = Fensterscheibe (Doppeltverglast)
E = Fensterrahmen
F = Vollziegelausfachung
G = 60mm Holzfaser-Innendämmung (Auf Lehmunterputz)
H = Lehmputz mit Wandheizung


Bevor die Frage kommt: Innen UND Außendämmung ist nur weil es vom Niveau aus diversen Gründen so das einfachste war. An anderer Stelle haben wir (leider) die gleich Situation OHNE die Außendämmung.

Ich hatte erwartet er wird mir eine Laibung aus Lehm bauen. Jetzt habe ich Gipskarton (J) mit Kalkputz(K) und einer Plastikkante an der Ecke die mit Plastikarmierungsband (PVC-Gewebe-Eckwinkel).

Ist das so eine gute Lösung? Materialwechsel und auch noch die guten Eigenschaften des Lehm überdeckt. Oder soll ich auf Lehmlaibung bestehen? Hätte auch lieber kein Plastik am Eck. Aber ich will nun auch nicht päpstlicher sein als der Papst...

Grüße
Holzwurm



Das Bild kommt kleiner rüber als gedacht...



... ich hoffe ihr erkennt was. Wenn nicht nachfragen bitte, dann probiere ich es noch einmal.



Im Prinzip



werden GK-Platten schon auch als Laibungsplatten verwendet. In diesem Fall wäre eine schlanke Holzweichfaser-Platte, z.B die 8 mm HWF- Platte "Dünn" von claytec, näher am System der Innendämmung mit HWF-Platten und Wandheizung mit Lehmputz gewesen. Es ist sinnvoll, homogene Materialien einzusetzen, die gleiche Eigenschaften besitzen und dass sie hohlraumfei verklebt werden, ohne Klebefuge zur Wandfläche. Kalkputz in der Laibung ist okay, auch wenn im vorliegenden Fall auf Grund der Außendämmung wohl kaum mit Kondensat am Fensterrahmen zu rechnen ist. In Bereichen ohne Außendämmung würde ich die GK-Platten wahrscheinlich nicht haben wollen.
Kunststoff-Kanten und Gewebe sind streitbare Themen, das sollte man immer vorher klären, auch der Handwerker sollte seinen Auftraggeber fragen, gerade wenn Lehm verarbeitet wird, welche Materialien er einsetzen sollte. Machbar ist Manches, aber es gibt schließlich auch Alternativen.
Trotzdem wünsche ich gutes Gelingen und viel Erfolg,
Andreas Wugk



Ich würde auf Gips verzichten



Und statt dessen z. B. Laibungsplatten aus Weichholzfaser einsetzen. Und Gipsplatten an der Laibung ist ganz schlecht. Wenn irgendwo Tauwasser ausfällt dann dort.



Nun ja......



...so wie es eben jeder kennt und nie anders hat kennengelernt!
Ohne Kopf und der Devise: ...mache ich schon immer soi!!

Wenn man nur wenig Platz hat, dann zumindest eine Fermacellplatte mit anschließender Grundierung mit QuarzSand und darauf dann einen zweilagigen Lehmfeinputz incl. Glasfasergewebe und an den Außenecken ausgerundet ausbilden!
Auch eine Heraklithplatte wäre eine sehr gute Alternative.
Doch da dann mit einem Lehmgrundputz und anschließend Lehmfeinputz darauf arbeiten.

Ihre jetzige Lösung würde ich zurückbauen lassen!!!
Was ist aber an den beiden anderen Leibungsbereichen angebracht worden?
Dazu nehmen sie nicht Bezug auf ihrer Zeichnung.

FG Udo



Foto von rund geputzen Fensterleibungen



Nur einmal als Anregung