Rotkalkputz auf Gipsfaserplatten




In einem Holzhaus, bei dem die Wände mit OSB-Platten und dann mit Gipsfaserplatten beplankt sind möchte unser Bauherr gerne Rotkalkputz fein als "gesunde" Oberfläche haben. Hat da jemand Erfahrung zum Thema Haftgrundierung usw.?



Hallo Herr Wagner,



ich würde in so einem Fall auf jeden Fall eine Soßbewehrung für die Gipsfaserplatten empfehlen.
Wir verwenden als Haftgrund für solche Fälle HAGA Mineralputz-Grundierung.

Viele Grüße Gerd Meurer



Interessante Alternative



Wir haben damit bereits gute Erfahrungen gemacht.
EMOTON aus Österreich.

http://www.emoton.at/

Grüße Udo



Danke Herr Meurer,



wir werden die Wände vollflächig mit Gewebe überarbeiten.

Haben zwischenzeitlich auch von Knauf/Marmorit eine schriftliche Empfehlung. siehe Foto

Die legen scheinbar extrem viel Wert auf ein gründliches Absperren der Fermacell-Platten.

Grüße Matthias Wagner



Knauf und Fermacell?



Ist Knauf und Fermacell jetzt eines?
Oder ist Rotkalkputz jetzt Knauf?

Und hier ist doch augenscheinlich zu erkennen, daß ohne 100%ige Chemiesch...e eh nicht`s geht!!!!
Bauphysik läßt grüßen.
Wer anfänglich ein ökologisches Haus entwirft und baut, bekommt am Ende Chemie ohne Skrupel.
Wo bleibt hier Atmungsaktivität, gesundes Raumklima und baulicher Sachverstand?

Nachdenklicher Gruß

Udo



Antwort für Udo



Lieber Udo,
danke für deinen emotionalen Anruf gestern. Klar ist das Chemie, aber der Aufbau ist halt nicht optimal für was anderes. Die Bauherren wollen keinen Lehm, da zu weich. Ich denke so ganz dogmatisch sollte man das nicht angehen. Im Ergebnis wird das trotzdem ein Ökologisches Haus bleiben. Der Fernseher der nachher drinsteht wird sicher auch nicht aus Zellulose sein.

Fermacell ist zwar nicht Knauf, aber Marmorit, die den Rotkalk anbieten gehören zu Knauf.

Grüße

Matthias



Hallo,



Marmorit gehört seit letzem Jahr zu Knauf.

Eine Alterative zur Fermacell-Platte könnte eine Heraklith-Platte sein die sich gut als Putzträger für die Rotkalke eignet ohne das die Platte vorher abgesperrt werden muß.

Grüße Gerd



noch was....



lieber Udo, wie soll mann bei einer Gipsfaseplatte von Atmungsaktivität sprechen. Nach meinem verständnis spricht man von Atmungsaktivität bei Baustoffen, wenn diese in der Lage sind überschüssige Luftfeuchtigkeit aufzunehmen und bei Absinken der Raumfeuchtigkeit wieder abzugeben. In diesem Fall "atmet der Gips zwar ein, aber sehr ungern wieder aus". Sprich... es ist aus meiner sich besser, das "Einatmen beim Gips zu vermeiden und darauf ein wirklich atmungsfähiges Material aufzubringen.

Grüße
Matthias