Wie erkenne ich Kalk- oder Gipsinnenputz?

21.03.2007



Der Innenputz in meinem Häusle ist noch sehr gut. Allerdings kommt der Elektriker und der Architekt hat auch ein paar Löcher gemacht, um die Balken zu sehen.

Wie erkenne ich, ob der Innenputz aus Kalk oder Gips besteht? Lt. Forum vertragen sich Gips und Kalkputz nicht unbedingt.Die weißgestrichenen Decken färben ganz leicht, wenn man fest mit dem Finger drüberfährt. Die ungestrichene Tapete geht ganz leicht von den Wänden ab.

Ich bin deshalb davon ausgegangen, ich könne die Schlitze und Löcher mit Kalkmörtel zumachen und anschließend mit Kalkfarbe streichen. Wenn der Putz aber jetzt aus Gips ist?

Wie erkenne ich das?



Wie erkenne ich Kalk- und Gipsinnenputz



Hallo Beate,
Kalk und Gips als Bindemittel vertragen sich sehr gut.
Probleme gibt es, wenn Gips auf frisch abgebundenen Zement bis ca. 1 Woche alt) trifft.Es entstehen dann Ettringitkristalle, die volumenvergrößernd und damit treibend wirken.
In vielen werkgemischten Kalkputzen ist auch etwas Weißzement drin, daher Vorsicht mit Fertigmischungen!

Viele Grüße
Georg



Luftkalkmörtel und Gips



Lieber Georg,

vielen Dank für die Antwort. Das hat mich ja etwas beruhigt. Ich hatte an Luftkalkmörtel von der Firma Solubel gedacht. Allerdings steht da auch keine genaue Rezeptur auf der homepage (und auch kein Preis).

Viele Grüße

Beate



Wie erkenne ich Kalk- und Gipsinnenputz



Hallo Beate,
wenn die Löcher und Fehlstellen größer sind (bestimmt findest Du noch die eine oder andere hohle Stelle, vor allem unten an der Scheuerleiste), dann nimm Dir einen Sack Weißkalkhydrat und ein oder zwei Sack Sand 0/2 aus dem Baumarkt. Den Mörtel mit 1 Teil Kalk und ein 3 Teilen Sand mischen.
Materialkosten: So um die 5 Euro.
Wenn es kleine Stellen sind, mit Gipsspachtel schließen.
Ich hoffe, Du kannst putzen, der Frankenwald ist mir zu weit!

Viele Grüße
Georg



Wie erkenne ich Kalk- und Gipsinnenputz



Hallo Georg,

danke für die guten und geldsparenden Tips! Ich kann nicht putzen, brenne aber darauf, einiges selber zu machen, weil ich mein ganzes Leben lang im Büro war, wo man die geleistete Arbeit nie gesehen hat.

Natürlich lernt ein Gipser nicht umsonst drei jahre, aber da ist ja viel, viel mehr dabei als Schlitze zuzumachen. Außerdem kann ich mir viel Zeit lassen und so vielleicht mangelnde Erfahrung durch Sorgfalt wettmachen.

Der Mann meiner Freundin ist Elektriker und wird schon mal einen Blick auf meine Praxis werfen.

Das mit dem Vornässen und in zwei Schichten arbeiten habe ich irgendwo gelesen,ich werde auch mit Brille und Handschuhen arbeiten.

Falls der Putz wieder rausfällt, werde ich weitersehen... An sich bin ich mit den Händen nicht ungeschickt (Handarbeiten, Basteln, Heimwerken, Garten).

Viele Grüße

Beate