Giftstoffe in Bodenbeläge?

12.07.2015 Dachdenker



Guten Abend,
meine Fachwerksanierung befindet sich vor dem Abschluss und jetzt steht die Frage des Bodenbelages im Obergeschoss in Kinder und Schlafzimmer an. Die vorh. Decken sind Balkendecken mit Lehmfüllung, darauf Rieselschutzbahn,cemwoodschüttung und Fermaceltrockenestrich

Ich dachte da an Fertigparkett oder eventl. Laminat schwimmend verlegt.

Leider mache ich mir Sorgen um eventuelle Giftstoffe im Kleber und Lack von Fertigparkett. Im Internet finde ich keine genauen Angaben, es gibt Aussagen von unbedenklich bis Formaldehydausgasungen, Weichmacher usw.

Hat hier jemand Erfahrung mit diesem Thema, gibt es Dinge die beim Kauf beachtet werden sollten?

Danke schonmal im voraus.

Es verbleibt mit besten Grüßen
Danilo



Deckenaufbau



Sind die alten Dielen dringeblieben oder liegen die Estrichelemente direkt auf Cemwood und vorhandener Lehmfüllung?



Guten Tag,



die Deckenbalken sind teilweise erneuert worden. Danach wurde 28 mm Rauspund auf / über die Deckenbalken aufgebracht und darauf dann Lehm, Schüttung und Trockenestrich.
Mit Grüßen Danilo



Bei Laminat sind



die Sorgen berechtigt!
Wie wäre es mit Massivholzdielen oder Linoleum?



Ein geöltes Fertigparkett...



könnte schwimmend verlegt werden. Interessante Alternative wäre ein Korkbelag. Letzterer wird üblicherweise geklebt und ist leiser als Parkett / Laminat schwimmend und fußwärmer.

Grüße

Thomas



Korkparkett



brächte in dem Falle die meisten Vorteile .
Gerade im Kinderzimmer wirkt er sehr schallschlucken gegenüber den darunter liegenden Räumen .
Guter Korkparkett wird meist ohne zusätzlichen Klebstoff unter Hitze verpresst, wenn dann die Oberfläche noch mit einem guten Öl behandelt wird , ist dies ein sehr dankbarer Boden.
Bei Verwendung von aufgeklebten Bodenfliesen könnten diese sogar, wenn die Kinder groß sind, als Trittschall für einen Holzboden dienen.
Es gibt aber auch Korkfertigparkett der mit Klicksystem angeboten wird. Durch den dreilagigen Aufbau wäre ein nochmaliger Schallschutz vorhanden und der Komfort des schwimmenden Bodens wäre gegeben.
Allerdings gilt es hier zu beachten,dass die Oberfläche aus massiv Kork und nicht mit einem Korkfurnier gearbeitet ist.
Hochwertige und geprüfte Böden haben das Kork Logo vom Deutschen Kork Verband und sind zertifiziert .



Deckenaufbau



Meine Frage sollte klären ob die Estrichelemente direkt den Einschub belasten.
Wenn das der Fall wäre besteht die Gefahr der Verformung bis zum Bruch wenn sich die Schüttung zwischen den Balken stärker setzt als die direkt über den Balken. Für solche Biegezugspannungen sind Trockenestrichelemente nicht ausgelegt.

So richtig blicke ich bei der Decke immer noch nicht durch. Nach Ihrer Auskunft kam auf die Balken Rauhspund, darauf Lehm und darauf eine gebundene Ausgleichsschüttung.
Wozu der Lehm?
Einen Höhenausgleich hätte man beim Balkentausch mit Bohlen oder Balkenexpandern herstellen können, darauf dann Dielung.
Wenn Sie Belag haben wollen dann Rauhspund, Trittschallmatten, Trockenestrich, Belag.
Ihre Angst vor Giftstoffen in Bodenbelägen kann ich nicht nachvollziehen.
Es gibt in der EU eine VOC- Verordnung.
Wenn Sie trotzdem auf bestimmte Beläge verzichten wollen dann nehmen Sie Linoleum, Kautschuk oder Kork.