Teiloffene Giebelseiten schließen? Dämmung ??

11.06.2005



Hallo,

wir bekommen demnächst einen fast (außer alte Stützbalken) neuen Dachstuhl plus Pfannen. Zwischen die Sparren wollen wir einen Dämmung aufbringen und auf dem Boden ein paar Bretter damit man ihn besser begehen kann. (Zur Zeit sieht man die Holzbalken mit dem Lehm dazwischen) In den Giebelseiten sind leider viele alte Löcher, die der Vorbesitzer zwecks Tauben hatte. Diese möchten wir wenigstens irgendwie schließen, damit uns kein Marder oder ähnliches besuchen kann. Womit Steine?? Schließe ich die Löcher und womit verputze ich dann von innen? Ich denke die Wärmedämmung zwischen den Dachsparren reicht wohl um dort zum Beispiel Kinderklammotten und Kinderwagen zu verwahren oder? Ach ja wir liegen auf der Denkmalschutzzone!

Gruß alexandra



ich verstehe



bei ihnen einige sachen ganz und gar nicht: wenn sie ein neues Dach bekommen, haben sie doch eine baugenhmigung? dann sind Statik UND Wärmeschutznachweis doch gefordert - ergo MUSS ihnen doch jemand einen wärmeschutznachweis gerechnet haben? zwingender bestandteil wären dann auch die Giebel gewesen, denn nur mit ein biss'l dämmung zwischen die sparren werden sie die Auflagen der EnEv (und in ihrem dach-fall wahrscheinlich sogar die für neubau) niemals erreichen und sinn machts so auch keinen.
wenn sie ihr dach nur als Speicher brauchen, warum dämmen sie den Fußboden nicht und fertig?
und was ist eine denkmalschutzzone? das gibt es nicht. es gibt denkmalbereiche, sanierungsgbiete und einzeldenkmale (dazu noch archäologische flächen- und einzeldenkmale)



Denkmalschutztone



Es gibt eine Denkmalschutzzone und zwar heißt das laut Denkmalamt in Mayen:

Unser Haus selbst steht nicht unter Denkmalschutz. Da es aber auf einer Dankmalschutzzone steht, muß es den anderen Fachwerkhäusern im Dorf angepaßt werden und darf nicht einfach so verändert werden. Wieso gehören die Giebelseiten dazu? Bis jetzt ist es überhaupt nicht gedämt. Wir müssen doch nur darauf achten, das wir nach außen hin keine anderen Vorhaben, wie z.B. eine Gaube vorhaben.

Leider haben sie zwar geantwortet, aber weiter bin ich jetzt irgendwie auch nicht. (Welchen Putz und Steine für die Giebelseiten?) Bieten die Bretter auf dem Speicherboden genügend Feuchtigkeitsausgleich? etc.

Gruß alexandra



Ein Dachboden



ist ein Dachboden, wird nicht beheizt und benötigt also keine Dämmung, sollte also auch keine erhalten.
- Ein neuer Dachstuhl bedarf einer Statik. Baugenehmigung (?) bin ich nicht ganz sicher, sollte aber mit der Baubehörde abgeklärt werden.
- Ein neuer Boden auf der Balkenlage bedeutet die Werte der EnEV müssen eingehalten werden (0,30 W/(m²K)) oder man besorgt sich eine Ausnahmegenehmigung bei der Baubehörde.
- Die neuen Dachsparren würde ich von außen mit einer vergüteten Holzweichfaserplatte abdecken. Dann hat man einen sauberen Abschluß, braucht keine Folie und hat für einen späteren Dachausbau noch alle Möglichkeiten offen.
- Für den Dachboden empfehle ich für eine gute dauerhafte Lüftung zu sorgen.
- Bei den Giebelwänden würde mich als erstes der vorhandene Aufbau interessieren. Möglich ist das Ausmauern mit Lehm oder Ziegel. Hat der Giebel nach außen eine Bekleidung? Ansonsten Kalkputz, dazu gibt es bereits viele Informationen im Forum. Einfach mal ein bischen suchen.



Die alten Giebelseiten



sind teilweise noch mit Lehm gefüllt und teilweise mit Backsteinen. Ich vermute so ist das ganze Haus. Die eine Seite ist zum direkten Nachbarn von außen nicht verputzt. Es liegen nur ca. 10 cm zwischen den Häusern und es ist keinen Schlagwasserseite. Es ist auch eine Regenrinne vom Nachbarn darüber. Die andere Seite ist mit Kunstschiefer verkleidet.

gruß alexandra



Füllen sie



die Gefache doch mit Lehmziegeln aus. Anweisungen für diese Arbeit sind hier im Forum zu finden, das können die Lehmbauer besser. Achten sie darauf, dass der 10 cm Abstand zum Nachbarn gut belüftet aber Regendicht ist.
Achten sie auch bei den Faserzementplatten an der anderen Seite auf eine gute Hinterlüftung und auf Dichtheit bbzgl. Regen.



ausfachungen



mit Lehmziegeln und Lehmmörteln …
schau mal unter www.claytec.de nach
da steht schon einiges darüber drinnen
Wenn der Dachboden als Dachboden bleibt dann die OG-Decke
bearbeiten - da wird noch Lehmschlag o.Ä. drinnen sein!

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



Und was der Sinn vorn Weichfaserplatten sein soll,



habe ich auch nicht verstanden. Wenn es nur um Staubschutz für Kinderwagenlagerung geht, tuts ein unkaschiertes Kraftpapier (Rieselschutz) viel billiger von innen - einfach antackern. Wenn es mehr sein soll, ist jede Massivschalung aus Vollholzbrettern besser.

Zu Löchern im Gefach sag ich nur: Gem. Bestand. Das wird sich am besten vertragen.



Die Holzweichfaserplatte



kann ich nur jetzt wenn keine Eindeckung vorhandenist aufbringen. Sie bildet die äußere Schale wenn bei einem späteren Dachgeschossausbau zwischen den Sparren gedämmt wird. (wovon sie Herr Fischer, so ist es bekannt, nichts halten)
Kann man ausschließen, das das Dach zu einem späteren Zeitpunkt ausgebaut wird, tuts natürlich auch ein Kraftpapier. Eine Massivholzschalung auf den Sparren ist für eine spätere Dämmung falsch.



@ Fred Heim: Aber nur, wenn man allen Ernstes



an den U-Wert glaubt. Sonst nicht.

Infolinks:


Dämmstoff dämmt nicht



Dämmstoff dämmt nie - die Praxis beweist es



Klar



hab ich doch geschrieben.