Gewölbekeller Sandsteinmauer lässt Sickerwasser durch




Hallo zusammen,
wir haben uns ein Fachwerkhaus von 1740 gekauft. Das Haus ist grundsarniert, die Straße, eine Kreisstraße wurde neu gemacht, Kanalisation, neuer Belag, neuer Gehsteig gepflastert usw.
Lt. Vorbesitzer war das erst wieder seit den Bauarbeiten der Fall dass da Wasser durchdringt.
Was können wir machen, bzw. schadet das der Bausubstanz?
Vielen Dank schonmal vorneweg



doppel



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Durchlässige Sandsteinwand



Zuerst mit dem Vorbesitzer, Nachbarn etc die genauen Umstännde abklären:

- langjähriger Zustand der Kellerwand vor der Straßensanierung
alles mit Bildern der Kellerwand und der Straße vor Umbau dokumentieren.
Dann Zustand hinterher darstellen
Zeitpunkt der Straßenarbeiten und des Wassereintritts festhalten.
Nachbarn befragen, ob bei denen ähnliche Probleme auftraten im Zusammenhang mit der Straßensanierung.
Anwalt für Baurecht konsultieren

Grundsätzlich darf deine Bausubstanz keinen Schaden nehmen durch in der Nachbarschaft ausgeführte Arbeiten.
(Feuchtigkeitseintritt ist immer ein Mangel- unabhängig von einem tatsächlichen Schaden)
Die Ursache muß für mögliche Ansprüche bewiesen werden.

Ein Bild der Wand hilft allen weiter, möglichst mit Feuchtigkeitseintritt.

Andreas Teich



Weiteres Vorgehen



Hallo,
gut, dann müssen wir nochmal direkt zum Verkäufer Kontakt aufnehmen, bisher lief alles über den Markler.
Vielen Dank schonmal??



Haftung bei Schäden



Sollten Schäden bei Kauf bekannt gewesen sein müssen diese sowohl vom Verkäufer wie auch vom Makler dem Käufer mitgeteilt werden. Anderenfalls gibt es Regreßmöglichkeiten.

Wenn die Straße erst ganz kurz vor dem Verkauf fertiggestellt wurde und es seitdem zufällig nicht mehr geregnet hat ist natürlich Unkenntnis des Mangels möglich.

Vielleicht hatte der Verkäufer schon Kontakt mit der Straßenbaubehörde oder dem Tiefbauamt aufgenommen.





Zum Thema Haftung: hierfür ist nur von Relevanz, wann der Verkäufer dir das mitgeteilt hat? Vor oder nach dem Unterzeichnen des Kaufvertrages? Hat er es erst danach, ist er in der Haftung, allerdings bist du dafür beweispflichtig, dass er es dir nicht vorher gesagt hat. Und diese Fälle sind vor Gericht meistens schwierig.

Zum Thema: wie jemand anders schrieb: Nachbarn fragen, falls welche vorhanden. Ich habe das gleiche "Problem" gehabt, allerdings auch alle Nachbarn (eh ne nasse Ecke bei mir). Gewölbekeller sind dazu auch nie so trocken und sollen es auch gar nicht sein. Mein Haus steht seit 170 Jahren und wird mich trotz feuchtem Gewölbekeller vermutlich überleben. Und ganz wichtig: lass dir nicht von irgendeinem Trocknungsspezialisten die Wände um deinen Gewölbekeller ausschachten, um eine Drainage zu legen. Gewölbe geben die Last auf die Seitenmauer ab...

unsere Lösung: neuer Betonboden mit Gefälle, dieses führt in einen Pumpschacht. Von dort pumpt eine Schmutzwasserpumpe das Wasser raus in den Brunnen.

mfg