Gewölbekeller neu verfugen.




Hallo Forum,

nach nun länger Recherche möchte ich mich mit meiner Frage kurz an das Forum wenden.
Ich möchte meinen Gewölbekeller neu verfugen und bin auf der Suche nach einem geeigneten Mörtel.
Seitens der Baustoffhändler wurden diverse Kalkmörtel empfohlen, die jedoch bei näherer Betrachtung zwischen 5 und 20% Zement enthalten.

Generell sollten doch folgende Aspekte beachtet werden:

1. Diffusionsoffen. Daher kein Zementzuschlag
2. Kellerraum. Trasskalk, da dieser auch unter Feuchtigkeit besser aushärtet.
3. Hohe statische Belastbarkeit.

Existieren auf diesem Planeten Trasskalmörtel, die o.g. Eigenschaften besitzen? Folgende Produkte fallen weg, da Punkt 1 nicht erfüllt:

Gräfix 52, Solubel SP50, Tubag/QuickMix TKM, Otterbein Histocal...

Aktuell ist der Keller mit einem Kalkmörtel verfugt.

Danke, Hans Ortel



Gewölbeverfugung



Wählen Sie einen Mörtel Gruppe PII CSII. Der ist von den Verarbeitungseigenschaften, der Festigkeit und den feuchtetechnischen Eigenschaften her gut für Ihren Zweck geeignet OBWOHL er Zement bzw. Trass enthält.



Trasskalk



oder selber mischen-Trasskalk gibts im gut sortierten Baustoffhandel - z.B. Raiffeisenmärkte.



Was verspricht man sich von Diffusionsoffen?



Ich bin mir nicht klar darüber warum?
Was heißt denn : hohe statische Belastung bei einem Putz?
Welcher Wert sollte da "statisch" etwas verbessern?
Wie kann man es nur immer so kompliziert machen?



Diffusionsoffen



Ein Gewölbekeller von 1742 muss "atmen" können. Er muss Feuchtigkeit aufnehmen und abgeben können. Dies kann nur über die Fuge geschehen.
Ein Zement kommt hier also nicht in Frage. Ich möchte auch keine Grundsatzdiskussion herbeiführen, da ich für mein Haus die Verwendung von Zement ablehne.
Hat jemand Informationen, ob es einen Trasskalk (Trass, Sand, Kalk) gibt, der keinen Zement enthält?
Kann man auch selbst mischen? Wenn ja in welchen Verhältnissen mit welchen Produkten?

Grüße aus der Eifel



Verfugung



Das ist der Zeitpunkt wo ich aus diesem Threat aussteige denn ab jetzt bleibt es weder pragmatisch noch fachlich sondern wird pseudoreligiös.
Über bauliche Details kann man nur diskutieren wenn man die allgemein anerkannten technischen Regeln und die naturwissenschaftlichen Gesetze als gemeinsame Basis akzeptiert.
Zahlen und Fakten, praktische Erfahrungen.

Für Leute die sich selber mit dem Thema objektiv auseinandersetzen wollen empfehle ich folgende Fachliteratur:
Leitfaden für die Planung und Ausführung von Neuverfugungen an Natursteinmauerwerk (Fraunhofer IRB- Verlag, Bauforschung für die Praxis Band 114)
Statische Beurteilung historischer Tragwerke (Band 1 Verlag ernst und Sohn)
Mauerwerkstrockenlegung und Kellersanierung (Fraunhofer IRB Verlag)
Die DIN V 4108-4 (wärme- und feuchtetechnische Bemessungswerte)
Die einschlägigen WTA- Merkblätter



@ Herr Ortel diese Grundsatzdiskussion können Sie auch nicht führen, weil..



..egal wie alt ein Keller ist auch die Gesetze der Physik sowie Chemie gelten.
Was sich so einfach liest -" muss Feuchte aufnehmen und wieder abgeben" ja woher weiß denn der Verputz wieviel er aufnimmt und wieder abgibt? Ist da ein Computerprogramm eingebaut der dies steuert?
Ich gebe zu, dass diese Phrasen weit verbreitet sind aber es wird auch dadurch nicht besser.
Nun Sie schreiben weiter" ja keinen bösen Zement".
Haben Sie schon mal nachgedacht was Zement überhaupt ist?
Für die Herstellung werden nur natürliche Rohstoffe Kalkstein und Ton verwendet.
Sicher gibt es um bestimmte Eigenschaften zu erreichen auch noch unterschiedliche Zusätze aber auch div. Herstellungsverfahren.
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Mir geht es auch nicht mehr darum Ihnen etwas zu erläutern sondern darum, dass die nachfolgenden Leser eines Forums nicht einfach alles zu glauben, nur weil Sie etwas ablehnen.
Interessant ist aber auch, dass Sie Trasskalk suchen. Lesen Sie sich doch einmal etwas genauer ein und schauen nach diesen Rohstoffen und den Herstellungsverfahren. Vielleicht fällt Ihnen dabei etwas auf.
Was mich doch ein wenig wundert ist, dass Sie Sand und Kalk zulassen. Auch dazu wäre ein Hinweis angebracht - es gibt sehr wohl sehr große Unterschiede mal mit mehr oder weniger chemisch jedoch nicht immer unproblematischer Bestandteile.
Aber auch ich sage nichts mehr dazu - aus.
Fragen Sie doch mal einen Chemiker der etwas damit zu tun hat.



Auskunft zu Kalk und Zement



Sie können auch bei www.institut-erfurth.de nachfragen
oder sich die div Infos unter 'Publikationen' durchlesen- interessant.

Andreas Teich