Setzriss Gewölbedecke ( abfangen, erhalten...)

24.07.2009



Hallo Zusammen,

ich habe mal eine Frage.
Ich habe in meiner zukunftigen Küche einen Setzriss in
der Gewölbedecke.
Ich habe habe jetzt schon viele Infos bezüglich einer Gewölbedecke bekommen aber da war nie was hieb-und stichfestes dabei.


Info:
Über der Gewölbedecke soll zukünftig ein Bad enstehen.
Zur zeit ist über dem Gewölbe eine art Schlacke schüttung.

Könnt ihr mir vieleicht helfen

Danke schonmal Gruß Basti



Setzrisse



in Gewölbedecken bedeutet eigentlich immer, dass an den Auflagerpunkten irgendetwas nicht mehr in Ordnung ist. Bei Umbaumassnahmen und Sanierungen wird gern vergessen, dass Gewölbe nicht nur senkrecht Lasten abtragen, sondern auch hohe seitliche Schubkräfte bringen, die durch die Auflagermauern abgefangen werden müssen. Das muss als erstes sichergestellt sein, ehe man an die Gewölbesanierung gehen kann.
MfG
dasMaurer



Gewölbe schadhaft



Hallo,

ein paar kurze fragen zur besseren Klärung:
Wieviele Stokwerke hat das aufstehende Gebäude ?
Wie dick sind die kellerwände ?
Wie dick und woraus sind die aufstehenden Geschosswände ?
Hat das gebäude einen Sockel ?

Grüße



Gewölbe



Ist dieser dicke weiße waagerechte Strich auf dem Foto ein Zugglied?

Viele Grüße



Setzriss erläuterung



- EG: Gemauert / 1. St: Fachwerk und darüber Dachboden.
- Die Küche ist nicht unterkellert. Die Decke mit dem Riss befindet zwischen Erdgeschoss und 1.Stock.
- Die Außenmauern sind ca. 40cm dick


- Der weiße strich auf dem Bild ist ein zugglied
( Zugstange ) die an der linken seite des Bildes an der Außenwand des Hauses verankert ist und rechts in der Innenwand verankert ist.

Gruß Basti



Gewölbe



Wenn die Zugstange nicht ausgerissen ist und die Auflager in Ordnung sind, dann wurde das Gewölbe im beschädigten Teil punktuell im Bereich des Scheitels überlastet.
Solche flachen Segmentgewölbe wurden für gleichmäßige, symmetrische Belastungen bemessen und ausgeführt.
Der Schwachpunkt ist der Scheitelbereich. Bei Belastung knickt das Gewölbe in der Mitte ein, etwa in den Drittelpunkten wölbt es sich nach oben aus. Wenn Sie die Tapete in dem Bereich entfernen, sollten Sie Knirschfugen parallel zum Riss im Scheitel sehen. Noch besser kann man das an der Oberseite sehen, da klaffen dann Risse.
Die Frage ist also, was wurde oben verändert?
Wurde im Randbereich zum Auflager hin Material (Magerbeton o.ä.) entfernt?
Stellen Sie doch ein oder zwei Fotos ein!
Wenn die Ursache der Belastung beseitigt ist, besteht grundsätzlich die Möglichkeit das Gewölbe mit einfachen Mitteln zu stabilisieren.
Das "wie" kann erst nach gründlicher Überprüfung aller Bedingungen vor Ort entschieden werden.

Viele Grüße

p.s. Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter. Das Gewölbe ist partiell einsturzgefährdet, deshalb keine Arbeiten im Raum darüber und keine Versuche, den abgesenkten Teil nach oben zu drücken!





... oder der Gewölbeschub hat im vorderen Teil (da, wo der Fotograf stand und wo vielleicht ein weiteres Zugglied entfernt wurde), wegen geringer Mauerauflast die Seitenmauern auseinandergedrückt.
An den Schlussfolgerungen von G. Böttcher ändert das nichts.