Kellergewölbe Fußbodenaufbau

15.05.2011

Kellergewölbe Fußbodenaufbau

Hallo.

Ich möchte auf meinen vorhandenen Kellergewölbe, siehe Abbildung einen Fußbodenaufbau errichten. Kellergewölbe verläuft so wie der halbrunde Bogen dargestellt ist.

Speziell geht es mir darum, wie ich das Kellergewölbe auffülle. Im Moment ist dieser mit Boden aufgefüllt und ein Glattstrich von ca. 3 cm darüber gezogen worden. Meine Baufirma vor Ort meinte ich soll am Besten alles mit Beton auffüllen und viel Eisen rein tun also bewährter Beton und an der höchsten Stelle des Kellergewölbes soll der Beton (welcher auch gleichzeitig die Bodenplatte ist) ca. 15 cm hoch sein. Am untersten Teil des Gewölbes haben wir dann ungefähr 70 - 100 cm Beton (wurde noch nicht komplett aufgegraben, aber das dürfte denken wir eigentlich egal sein - von der statischen Seite aus betrachtet). Das machen wir deshalb, dass sich der Boden nicht setzen kann, denn wenn ich den Boden drin lasse habe ich evtl. das Problem dass ich nach ein paar Jahren Risse zwischen Außenwand und Boden habe. Die Dämmschicht aus "PU" welche auf die Betonplatte kommt soll ca. 8 cm betragen. Darüber soll Estrich dann Fliesen.
Ist diese Vorgehensweise so OK?
Es sollen wie auf der Abbildung gelb dargestellt 3 Mauern, auf denen als Boden für den 1. Stock die Holzbalkendecke von links nach rechts verlegt wird errichtet werden. Unter die Mauern soll ein Sturz 17cm breit 25 cm hoch geschalt werden, welcher in der nördlichen und südlichen Wand aufliegt. Die gelb dargestellte Mauer welche von links nach rechts verläuft soll ohne Sturz direkt auf der Bodenplatte gemauert werden.
Über die rot dargestellte und die gelb dargestellten angrenzenden Wände soll in U-Form ein Rinkanker entstehen.

Ist das alles so praktizierbar? Mir geht es hauptsächlich um die Bodenplatte, sprich das auffüllen des Kellergewölbes mit bewährten Beton, sodass ich auch hierauf die genannten 4 Mauern stellen kann.

Vielen Dank für eure Hilfe.
Andy



Gewölbeaufbau



Wie sieht denn das Gewölbe jetzt aus, aus welchem Material besteht es, wie dick ist die Schale, auf was für Mauern ist es aufgelagert?

Viele Grüße



RE: Gewölbeaufbau



Das Gewölbe ist aus Kalksandsteinen gemauert worden. Als Mörtel wurde höchstwahrscheinlich ein Klakmörtel verwendet und es ist wahrscheinlich auf Bruchstein oder auch Kalksandsteinen aufgelagert. Die Schale ist rund 40 cm dick. Das Gewölbe wurde ca um 1900 rum errichtet.

Vielen Dank.



Kellergewölbe



Mein Vorschlag:
heben Sie den jetzigen Fußbodenaufbau bis max.zur Höhe des Gewölberückens am Scheitel (der höchste Punkt) aus.
Verdichten Sie die vorhandene Schüttung vorsichtig! mit einer Handramme, bitte darauf achten das nicht direkt auf dem Gewölbe herumgeklopft wird sondern nur auf der Schüttung.
Bauen Sie dann eine Sauberkeitsschicht (2-4 cm) entweder aus Zementmörtel 0-4 oder Fein- bzw. Brechsand 0-2 auf Lehren waagerecht ein.
Darauf Verlegen Sie druckfeste Perimeterdämmung, besser Foamglasboards.
Darauf bei Bedarf noch Styropor als Dämmung.
Darauf Folie und der Estrich.
Nix Stahlbeton, keine Führerbunkerdecke.
Ringanker nur, wenn die Mauern durch Seitenschub geschädigt sind.
Für das Auflager der Holzbalkendecke bauen Sie oben einen Stahlträger als Unterzug ein. Die gelb eingezeichneten Wände sollten Sie in Trockenbauweise erstellen.

Viele Grüße



Aufbau



Hier der Vorschlag von meiner Baufirma:
Glattstrich abtragen, Boden, mit dem das Kellergewölbe aufgefüllt ist bis zur höchsten Stelle des Gewölbes abtragen.
In den tragenden 4 Außenwände jeweils alle 50 cm etwas herausschlagen. Dann Stahlmatten rein und die Stahlmatten in den Aussparungen reinlegen. Alles mit Beton befüllen und die Betonschicht ca. 20 cm stark. Darauf kommt ca. 8-10 cm PU darüber Estrich dann Bodenbelag.

Alle Gelb gekennzeichneten Wände werden 17,5 gemauert. Unter die Decke kommt auf den 3 von oben nach unten verlaufenden Mauern ein Ringanker.

Viele Grüße.





Kein Beton,
wenn das Gewölbe schon freigelegt ist sollten Sie mit einer Gebundenen Schüttung wieder Auffüllen.
Der Rest wie oben schon beschrieben.

Grüße
Oliver Struve