Gewölbe an einer Stelle etwas komisch

25.07.2018 joe



Hallo zusammen,
in unserem Gewölbekeller unter einem Fachwerkhaus von 1859 sieht das Gewölbe an einer Stelle nicht so gut aus. Es ist eher gerade und nicht nach oben gewölbt.
Wir Sanieren gerade die Etage darüber und hätten daher jetzt die Möglichkeit dort etwas zu machen, bzw. sollte man das evtl. erst machen, bevor oben neuer Fußboden rein kommt.

Was meint ihr, sieht das noch normal aus, oder besteht Einsturzgefahr?
Der Rest des Kellers sieht soweit gut aus.
Danke und Grüße aus Hildesheim,
Johannes



Weiteres Bild



Hier noch ein weiteres Bild des Gewölbes



Sonstiger Keller



Hier ein Blick in den Keller



Festigkeit



kann man auf den Bildern nicht erkennen.
Und welche Wölbung wurde urspünglich gemauert? Ich weiß es nicht.
Ich würde prüfen, ob die Steine fest sind, die Fugen prüfen, ob diese noch fest sind oder erneuert / neu verfugt werden müssen.,
So kommst du, so hoffe ich, weiter.

Klaus



Gewölbe an einer Stelle etwas komisch



Hallo Johannes! :-)

... das sieht schon etwas komisch aus, dein Gewölbe! Wenn das mein Gewölbe wäre würde ich sicherlich einen guten Statiker oder Architekten drüberschauen lassen!
Und wenn alle guden Fachleute gerade im Urlaub sind mach doch folgendes: stellenweise gut ausfugen, trocknen lassen und dann nochmal ankucken. Wenn sich Risse gebildet haben sollten: renn! :-)

Viele Grüße

Lehmbauer Marc



Feuchtigkeit



ist auch noch ein Stichwort.
Ist der Keller trocken oder sind die Wände feucht oder nass?
Wenn nicht trocken, dann Lüften und / oder aufheizen bis das Wasser sich nicht mehr wohlfühlt.
Und so wie schon beschrieben die Festigkeit des Gemäuers, der Steine und der Fugen prüfen. Wenn nicht alles fest ist, dann eine Fachmann oder -frau deines Vertrauens hinzuziehen.
Bis sich eine Decke absenkt und man Risse sieht dauert es

Klaus



Moin,



Blödsinn, wenn man in einer Gewölbedecke Risse sieht liegt sie unten.
Der Gewölbestich kann sich nur dann verändern wenn:
a.) das Fugenmaterial unter Last und Zeit versagt
b.) sich die Außenwände (bzw. die Schubwiderlager) infolge der Schubkräfte verformen

Wenn man also Längsrisse sieht muss sich das Gewölbe bereits in die entgegen gesetzte Richtung gewölbt haben was unweigerlich zum sofortigen Einsturz führt



Moin,



dann werde ich mir das noch mal genau angucken, und später auch noch mal ein Bild der Fugen an der Stelle posten. Die Feuchtigkeit im Keller ist natürlich hoch (ca. 84%), aber nasse Wände haben wir dort nicht.
Wenn also alles fest ist (Steine und Fugen) und ich keine Risse erkennen kann, müsste dann das Gewölbe so stehen bleiben?
Und sollte ich dann sicherheitshalber an der Stelle neu verfugen?

Besten Dank schon mal für den Input!
Beste Grüße, Johannes



Feuchtig



ist relativ.
Wichtig ist die Feuchte in den Wänden und nicht die Luftfeuchte, wenn die Wände trocken sind, dann ist alles gut.
Ein Gewölbe ist so konstruiert, dass durch die Wölbung nach oben Kräfte aufgenomen werden, auch ohne Fugenmörtel oder ähnliches.
Also keine Panik, deinem Haus geschieht nichts, doch nachschauen und Probleme / Ungereimtheiten beobachten ist nie ein Fehler.

Klaus



Ähm,



da staunt der Fachmann und der Laie wundert sich, da sieht man auf den Fotos ein eindeutig mit Mörtel gemauertes Gewölbe (wenn man mal von ca NF-Steinen ausgeht sowie einer Mörtelfuge von ca 1 cm) dann reicht Grundschulniveau um zu merken, dass nach 8 zerstörten Fugen eine Lücke > 1 Stein ensteht, das Gewölbe zusammensackt, die Kräfte im Stein so groß werden das dieser ebenfalls versagt, die Kettenreaktion startet langsam wenn man nichts dagegen macht ist das Ende vorprogrammiert.

Aber wie der Statikerkollege vor mir geschrieben hat, wird Fugenmörtel völlig überbewertet............
....Kopfschüttel......

Bitte prüfen ob lose Steine vorh. sind, man kann je nach Schädigungsgrad die Fugen verkeilen, Fugenmörtel rauskratzen und neu verfugen. Aber unbedingt kontrollieren lassen.



Wölbung



ist das Stichwort.
Nur kann ich aus diesem Post nichts ersehen.
Wenn der Mörtel komplett entfernt ist, was ja nicht sichtbar ist und vermutlich auch nicht gemacht wird.
Wenn die Fugen ausgeschwemmt sind, dann diese wieder instandsetzen, aber das wird ja immer gemacht, wenn man solch eine oder einen ähnlichen Schaden sieht.

Der TE sollte sich das Gemauerte anschauen, was ist lose und was kann bzw muss erneuert werden,

Klaus



Das Stichwort



wird viel mehr von der Figur "Heinz Becker" genannt



rechts Fenster



m. E. ergibt sicht die Form schon allein durch das Fenster auf der rechten Seite, da dieses höher liegt hat man das Gewölbe "verzogen". Setzungserscheinungen kann ich nicht sehen. Sollten einige Steine lose sein, verkeilen Fugen ein wenig auskratzen und mit Kalkzementputz verfugen. Grundsätzlich empfiehlt es sich, an die Decke einen Pinselputz (Kalkputz) aufzutragen. Das stabilisiert das Gewölbe, Verformungen können frühzeitig entdeckt werden und er trägt zusätzlich zu Trocknung des Kellers bei, weil er über einen langen Zeitraum Feuchtigkeit (Kondenzwasser) aufnimmt.
Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt



Alles fest



ich habe mir noch mal alles genau angesehen. Es ist alles fest.

Vielen Dank für die Infos, Einschätzungen und Ratschläge.

Ihr habt mich sehr beruhigt :)