Geschossdeckendämmung

18.03.2015 Beckerbub



Leider zum wiederholten Male, aber ich kann meine Konstellation nichtfinden über die Suche.

Wir wollen gerne die oberste Geschoßdecke im Kaltdach von oben dämmen. Die Hälfte des Bodens besteht aus Lehm / Balken, die andere Hälfte genau so, allerdings hier überzogen mit einer Schicht Estrich.

Nach bisherigen Recherchen neige ich zu einer Hanfschüttung, zumindest im Nicht-Estrich-Bereich. Was aber da tun wo der Estrich liegt? Auf einfach Schüttung drauf?

Eine Dampfbremse scheint mir - bei allem was ich hier so lese - nicht angeraten.



Dachbodendämmung



hallo
Die Dämmung einfach obendrauf schütten-unabhängig ob Lehm oder Estrich darunter ist.
Der Unterschied ist nur der höhere Sd Wert beim Estrich.
Grundsätzlich soll ja unter der Dämmung auf der warmen Raumseite eine Dampfbremse verlegt werden.

Bei komplett diffusionsoffenem Aufbau und normaler Raumfeuchtigkeit darunter sollte es so wie du schreibst problemlos funktionieren.

Günstiger wäre es wohl, Zellulose offen aufzublasen und zur Bindung die Oberfläche anschließend leicht mit Wasser zu besprühen.

Andreas Teich





Jetzt bin ich verwirrter als vorher. Was heißt denn "unter der Dämmung auf der warmen Raumseite eine Dampfbremse verlegt werden"?

und: Der Estrich-teil ist ja wohl eher nicht ein "komplett diffusionsoffener Aufbau", oder?



Bodendämmung



Größere Verrwirrung soll ja nicht entstehen.

Estrich würde quasi eine Dampfbremse darstellen ist aber je nach Zusammensetzung noch diffusionsfähig.

Grundsätzlich gilt ja bei allen Wandaufbauten:
innen diffusionsdichter als außen.
Innen ist dabei immer die warme Seite- außen die kalte Seite
(bei dir also der ungeheizte Dachboden)

Da Feuchtigkeit am Übergang von der warmen zur kalten Seite ausfällt kommt an diese Position die Dampfbremse.

Problematischer ist die Situation bei äußerer Abdichtung bzw diffusionsdichten Schichten (zB bei Flachdächern)-
bei Beachtung einiger Regeln funktionieren auch diese konstruktionen-i.d.Regel mit feuchtevariablen Dampfbremsen, um im Sommer Rücktrocknung von in die Konstruktion eingedrungener Feuchtigkeit zu ermöglichen.
Die Darstellung ist natürlich etwas verkürzt

Andreas Teich