Frage zur Dämmung der obersten Geschossdecke

16.06.2013 AltesDorf



Hallo zusammen,

in Kürze werde ich meine Dachschrägen und die oberste Geschossdecke mit flexiblen Holzfaserplatten dämmen. Habe dazu 2 Fragen:

1.) Ist eine Hinterlüftung der Dachschrägen sinnvoll? Das Dach wurde neu gedeckt mit Prefa-Dachplatten. Dazu wurden die alten Schiefer entfernt und auf die vorhandene Schalung eine diffusionsoffene Bahn gelegt, darüber dann Konter- und Traglattung, eine Hinterlüftung wurde mit dem Prefa Jetlüfter sichergestellt.
Hätte ansonsten eine 3cm HInterlüftung "eingebaut, d.h. Holzfaser-Unterdachplatte mit 3cm Abstand zur Schalung und dann die Dämmung.

2.) Zwischen den Balken der obersten Geschossdecke befindet sich kein Putz, siehe angehängtes Foto. Der Raum zwischen den Balken soll gedämmt werden! Da ich an dieser Stelle die Dämmung schlecht bis zum Mauerwerk" schieben kann dachte ich mir, dass ich den Zwischenraum noch Verputzen kann.
Ist dies sinnvoll? Der Raum über der obersten Geschossdecke ist nicht gedämmt!
Birgt dies eventuell Gefahren? Die Dampfbremse wird jetzt am vorhandenen Putz angeschlossen.

Vielen Dank für Eure Antworten, freue mich über jede Hilfe :-)

Gruß
Markus



Hat denn keiner...



...eine Idee?
Zumindest, ob es bauphysikalisch Sinn ergibt den Raum zwischen den Balken auszuputzen?



Balkenlage



Die Balkenköpfe sollten eigentlich luftumspült im Mauerwerk eingebaut werden, um ein Feuchtestau zu verhindern. Die Luftumspülung kann ich auf dem Foto nicht recht erkennen.
Mein Häuschen bekam eine neue Holzbalkendecke (Zwischendecke - siehe Foto). Über eine Dämmung zwischen den Balken habe ich mir auch Gedanken gemacht. Letztendlich habe ich davon Abstand genommen, da eine Dämmung zwischen den Balkenköpfen auf der Außenwand die Temperaturdifferenzen (Lufttemperatur zwischen den Balken in der Decke/Lufttemperatur am Balkenkopf) verstärkt, was in der Heizperiode zu erhöhtem Kondensatausfall im Bereich des Balkenkopfes führen kann.
Ich habe mich zur Verbesserung der Dämmung der oberen Geschoßdecke für eine HWL-Platte (anstelle der alten Schilfrohrdecke) an der Unterseite mit vollflächigem bespannten Rabitzdraht und Kalkverputz entschieden. Die Schüttung der oberen Geschoßdecke besteht noch aus leichter Schlacke, die ggf. mit Blähton ergänzt wird. Oben im Dachraum bekommen die Balken eine etwa 5cm dicke Bohlendielung weniger der Statik wegen, mehr wegen Wärmespeicherung/Dämmung bei gleichzeitiger diffusionsoffenheit.

Warum willst Du die Dachschrägen noch mit Holzfaserplatten verkleiden?

Grüsse
Sascha



Balken



Hallo Sascha,

die Deckenbalken liegen schon seit 75 Jahren so in der Decke und sehen aus wie neu. Vorher war ein Lehmeinschub vorhanden, oberseitig teilweise lackierte und mit PVC belegte Dielen. Schäden waren - zum Glück - nicht vorhanden.

Ich bin mir nur unsicher, ob ich zwischen den Balken noch verputzen soll. Müsste dies dann schnell machen, damit der Putz trocknen kann.

Die Dachschrägen sollen mit GKP verkleidet werden, Holzfaserplatten sollen nur zwischen die Sparren eingebracht werden, zusätzlich als "Begrenzung" zur 3cm Hinterlüftung zur Dachhaut.

Die Dachräume waren, trotz Heizung, immer sehr kalt. Man konnte dort im Winter kaum schlafen. Im Rahmen der Sanierung soll es jetzt, mit guten Materialien, im Winter wohlig warm und im Sommer kühl werden :-)

Gruß
Markus