Wärmebrücke Außen zwischen Keller u. Geschoßdecke > wie u. mit was dämmen?

07.06.2009



Hallo,

unser Haus ist 2003 in den Außenwänden-Mauerhohlschichten mit Steinwolle (Einblasung)gedämmt worden. Mauerbreite gesamt ist 32,5cm. Die Hohlschicht ist jedoch nicht in den Kelleraußenwänden (Wandbreite 40cm) vorhanden,- diese sind bisher ungedämmt.
Zum deutlich machen das Foto: nur der Wandbereich mit gelben Außenputz (bis hoch zum Giebel) ist gedämmt, der Bruchsteinsockelbereich (Kellerbereich) darunter nicht.

Der Keller hat Innen eine Gesamthöhe von 1,95m, wobei 1,10m davon oberirdisch liegen (sichtbarer Bruchsteinbereich). Nur 0,85m des Kellers liegen praktisch im Erdreich. Der Boden im Keller ist dünner Estrich ca.2-4cm stark(Bj.52)

Wie könnte man den Bereich des Bruchsteinsockels/Kelleraußenwand dämmen?

Die Geschoßdecke(Kappendecke) zwischen Keller und Erdgeschoß liegt noch im Bereich des Bruchsteins.Von Außen betrachtet liegt sie zwischen dem mit rotem Ziegel abgeklinkerten Kellerfenster und dem gelben Putzbereich (siehe Foto).

Im Innenbereich hat die Geschoßdecke(Kappendecke) noch als original Ursprung einen Holzbalkenaufbau, worauf dann Bretter genagelt wurden. Es ist also unter den Fußbodenbrettern ein Hohlraum vorhanden, in dem durch die defekten Bruchstein-Fugen und den Bruchstein (kalte) Außenluft gelangt. Somit ist besonders im Winter "Fußkälte" im Erdgeschoß merkbar >= Wärmebrücke.

An den Fugen der Bruchsteine sind derzeit Mängel vorhanden (Volltextsuche zum Beitrag: forum 117846 ). Mir kam deswegen der Gedanke, anstatt/oder zusätzlich zu der Fugensanierung, den gesammten Sockelbereich von Außen zu dämmen.

Dank vorab für jeden Ratschlag.

Gruß, Stefan



die Folgen bedenken bei Sockeldämmung:



unabhängig von den dann zu wählenden Lösungen mußt Du Dir klar sein, daß der Sockel dann vorspringt und die Ansicht des Hauses entstellt, wobei das Detail Sockelabdeckung genau zu planen und auszuführen ist. Da der Sockel monentan doch gestalterisch wertvoll ist, wäre nach meiner Meinung eine andere Lösung gesucht werden und die Fugen nur fachgerecht saniert werden.

warte die weiteren Antworten ab.......



Hier wäre



wohl ein neuer Fussbodenaufbau am sinnvollsten. Damit ist auch gleichzeitig eine Wärmedämmung gegen den Keller gegeben. Die Einblasdämmung in der Fassade wird ohnehin eine Vielzahl von Schwachstellen und Wärmebrücken haben. Da eine hochwirksame Aussendämmung im Sockelbereich könnte da kontraproduktiv sein.
MfG
dasMaurer



Seid froh über diesen Sockel!



Wer hat so etwas heute denn noch? Eine Schande, würde er versteckt werden.

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann sind die Bruchsteinwände 40 cm dick. Was wollt Ihr da noch dämmen?

Laßt doch einfach, soweit erforderlich, die Fugen ausbessern und zieht im Winter dickere Socken oder Hausschuhe an. Dies spart Euch sicher eine ganze Menge unnütz herausgeschmissenes Geld und erhält die Substanz.

Viele Grüße
Achim Hecke



Bruchsteinwände nicht dämmen ??



@ Achim: Ich hoffe, Du weist, wovon Du schreibst. 40 cm Bruchsteinwände - da kann sich im Winter innen eine Eisschicht bilden, ich muß da aus meiner Erfahrung voll widersprechen, da helfen dicke Socken nicht, besser wäre da ein Lösung für den ganzen Fußboden - ev. Neuaufbau. Aber den Sockel sollte man erhalten. Andere kaufen sich Platten und Kleben extra solche Sockel "zusammen". Vielleicht mal die Situation "Fuboden neu" prüfen oder auch dort Einblasdämmung. Aber erst Feuchte klären.



Wärmebrücke Außen zwischen Keller u. Geschoßdecke



Hallo,

vielen Dank für Eure Antworten.
@ Achim: der Bruchstein ist nicht durchgängig bis zur Kellerinnenwand verbaut worden, sondern nur zur Außenseite. Wie stark/dick diese Steine genau sind weiß ich nicht. Zur Kellerinnenseite sind weiße Kalksandsteine (..wenn die in den 50er-Jahren auch schon so hießen?) verbaut worden. Insgesammt 40cm Sockelwanddicke.

@dasMaurer und Olaf: in der Tat wäre es schade, wenn der Sockel hinter "WDVS-Vollgedämmt" verschwinden würde. Ich glaube auch, das wir das nicht machen.
Leider ist auf der Geschossdecke Teppichboden drauf...aber eventuell bohre ich an einer Stelle mal ein 2,5cm Loch um mit einem Endoskop eines Bekannten in den Deckenhohlraum zu schauen. An eine Einblasdämmung habe ich auch schon gedacht..

Gruß,Stefan



Ich denke,



es ist wohl das Beste, wie Sie schon geschrieben haben, unter den Boden zu schauen und prüfen, wie gross der Hohlraum ist.
Als Einblasdämmung wäre Perlite (z.B. Thermofill S)

Grüsse Thomas