Geschossdecke/ Kaltdach dämmen

22.09.2020

Geschossdecke/ Kaltdach dämmen

Hallo zusammen, ich möchte gern die oberste Geschossdecke meines Fachwerkhauses dämmen bzw. plage ich mich schon seit Jahren mit dem Gedanken doch bin ich hier noch zu keiner Lösung gekommen. Ich benötige etwas Hilfe bei der Planung. Die Wohnung ist beheizt und der darüber liegende Dachboden ist und bleibt ein ungedämmtes Kaltdach. Es handelt sich um eine Holzbalkendecke mit dazwischen liegenden festen Holz-Lehmwickel (ca.10-12 cm) und darüber sind Bretter (marode) aufgebracht. Nun möchte ich gern die Bretter entfernen (die Holz-Strohdecke bleibt drin!), dann entweder seitlich an die vorhandene Holzbalkendecke neues KVH ausrichten oder quer über die vorhandene Holzbalkendecke KVH verlegen. Da sind sicher beide Varianten möglich. Darauf möchte ich dann bestenfalls 28er Rauspund Verlegen um die Dampfdiffusion beizubehalten. Jetzt meine Frage bezüglich Dämmung. Wie auf den Bildern zu erkennen ist, habe ich schon zig Säcke Perlite liegen da ich das damals als Dämmmaterial verwenden wollte. Zwischenzeitlich habe ich aber auch einen Giebel mit Einblaszellulose erstellt. Welches Dämmmaterial wäre aus eurer Sicht das idealste für mein Vorhaben und in welcher Stärke? Wie muss es ausgeführt werden?



Dachfußboden dämmen



welche lichte Weite haben die Decken/Fußbodenbalken jetzt ? Sind sie eben oder gibt es Höhenunterschiede. Wenn ja, das Ausnivellieren mit seitlich angeschrauben Bohlen ist eine bewährte Methode. Ein positiver Nebeneffekt wäre die Verkleinerung der lichten Weite. Die vorhandene Dämmschüttung kannst Du nehmen, auffüllen bis OK angelaschter Bohlen. Evtl beim Verlegen mittig zwischen die Balken noch eine Latte 40x60 legen und mit verschrauben, die verteilt die Last nochmal über eine längere Distanz. Wieviel Höhe hättest Du für die Einbringung der Dämmung?



lichte Weite


lichte Weite

Ich glaube so 80cm sind das aber bin mir nicht ganz sicher. Die Bohlen seitlich anzuschrauben und mit dem Laser ausnivellieren ist auch meine bevorzugte Methode jedoch weiß ich noch nicht ob ich nach unten (Lehmwickel) am vorhandenen Holzbalken genau Platz habe um die Bohlen anzuschrauben. Das KVH quer "drüber" zu legen ist halt mehr Fummelarbeit wegen unterlegen etc.
Höhenunterschiede gibt es mit dem bloßen Auge schon aber um es genau zu ermitteln müsste ich erst leerräumen, Bretter entfernen und durchlasern.
Also ist Perlite geeignet und "lüftet" gut ab. ich möchte nur vermeiden das die Dämmung irgendwie feucht bleibt und mir die Holzbalkendecke "weggammelt". Höhe ist eigentlich kein Problem da ich den Dachboden nur als Abstellraum nutzen möchte.



dämmhöhe



die Lattung nochmal quer zu schrauben und diese dann zu nivellieren, wäre eine Methode, wenn Du
a.) nicht genug " Futter" zum Anlaschen der Bohlen hast
b.) nicht genug Aufbauhöhe für die Dämmung erreichst
du kannst ja mal unter www. ubakus. de Deinen Decken /Bodenaufbau simulieren ( Anmeldung kostenfrei) und sehen, welche Dämmhöhe zweckmäßig ist.



ubakus



Ich habe das mal mit dem Programm durchgerechnet und komme auf ungefähr 10cm Dämmstärke für mich. Der U-Wert liegt dann unterhalb 0,3, das sollte mir genügen denke ich.



Zwischendecke dämmen



na, wenn Dir 10 cm reichen und Du auch diesen Raum hast wäre ja alles gut. Solange Du konsequent diffusionsoffen bleibst, also Rauspund und OSB vermeidest, wird Dir auch nichts weggammeln.



Dachboden dämmen



Es hängt natürlich davon ab, ob der gesamte Dachboden als Lagerfläche benötigt wird und welchen Aufwand du dafür betreiben willst.
Am einfachsten und günstigsten ist das lose Aufblasen von Zellulose.
Lagerflächen können ggf darüber errichtet werden.
Zuerst Belastbarkeit der Deckenbalken feststellen.

Wenn höheres KVH von Sparren zu Sparren verlegt wird müssen nur wenige Punkte zur Nivellierung unterfüttert werden
Bei diffusionsoffener Konstruktion gibts feuchtetechnisch gesehen keine Probleme.



Warum keinen Rauspund?



@Pope
Warum ist Rauspund nicht diffusionsoffen? Im Moment sind wir uns leider noch nicht ganz sicher ob der Dachboden später doch ausgebaut werden soll. Aufgrund der geringen Deckenhöhe würde ich deshalb den höchsten Punkt vom Boden annehmen und die anderen Sparren auf diese Höhe aufdoppeln. Kann sein, dass die Höhe des eingebrachten Perlite zwischen 5 und 15 cm variiert aber das muss ich mir erst anschauen. Darüber dann 24er Rauspund und falls ich noch ausbaue darüber ne 12er OSB, falls nicht bleibt nur der Rauspund damit es "durchdiffundieren" kann. Grüße



Da habe ich ein Wort vergessen



Entschuldigung, da habe ich ein Wort vergessen, es muß natürlich heißen: "..., also Rauhspund nimmst und OSB vermeidest,...."