Oberste Geschoßdecke mit Steinwolle dämmen - Folie nötig oder nicht?

10.02.2012



Im Sommer habe ich ein Haus BJ 1875, zuletzt umgebaut ca. 1978 gekauft. Das Dach wird nicht ausgebaut. Es ist mit Betonpfannen gedeckt und recht gut belüftet.
Nun will ich die oberste Geschoßdecke mit 16cm Steinwolle dämmen.
Nur im mittleren Teil des Dachbodens wird ein Laufweg von ca, 2m Breite aus Rauhspund verlegt.

Die oberste Geschoßdecke ist folgendermaßen aufgebaut (von unten nach oben)

1. frisch gespachtelte Decke mit eingearbeitetem Glasvlies
2. Schilfmatten
3. Holzbalken
4. Bohlen
5. Lehmschüttung

Ich würde gern auf die Dampfsperre verzichten, da ich befürchte, dass dann aufsteigende Feuchtigkeit in der Decke aus Holz und Lehm verbleibt. Sind die gespachtelten Decken (Gipsspachtel) winddicht, so dass keine Feuchtigkeit aufsteigen kann?
Sollte über dem Flur (Decke wurde dort nicht neu gespachtelt und ist sicherlich nicht winddicht) eine Dampfsperre auf der Lehmschüttung liegen?



Hallo,



Die Frage ist ob die vorhandene Decke luftdicht ist.
Wenn du oben drauf die steinwolle machst ist der kondensationspunkt in der steinwolle. Nur wenn Luft von innen dort hin kommt kondensiert die Feuchtigkeit.
Wie wäre es mit einem Kompromiss: unter die steinwolle eine dampfbremse. (im Winter dich, im Sommer diffusionsoffen)

Zu deinen bedenken aufsteigende feuchte: die ist nicht das Problem; nur kondensierende Feuchte ist ein Problem. Die entsteht wenn überhaupt nur in der Dämmung.


Ich hoffe etwas geholfen zu haben.

Grüße

Peter



Oberste Geschossdecke



in diesem Fall ist die von Ihnen genannte Dämmwolle nicht geeignet, vorallem ohne Dampfbremse.
Wenn ich mir den Aufbau so ansehe vermute ich, ist zwischen
Schilfrohr und Blindboden noch ein Luftraum.

Daher ist ein anbringen einer Dampfbremse auf der Schüttung sehr kritisch zu bewerten allein schon bezüglich der Dichtheit. Ausserdem ist die Decke neu gespachtelt und kann, wenn diese sauber gemacht wurde als Luftdichtung herangezogen werden.

Hier ist Herr Goetz schon auf dem richtigen Weg, er sollte sich nur überlegen, ob ein anderer Dämmstoff nicht praktikabler und sinnvoller wäre als Mineralwolle, die bei einem dementsprechenden Feuchteeintrag die Dämmeigenschaft verliert.
Alternativen gibt es genug und bitte bedenken Sie.... das Haus ist stolze 137 Jahre alt.

Grüsse

Grüsse



Guten Morgen,



danke erst einmal für die Meinungen. Das mit dem Dämmstoff ist derzeit ein Geldproblem - der Ausbau ist noch nicht fertig, alle Ecken und Enden werden teurer als geplant und z.B. Holfaserdämmplatten kommen locker auf das Doppelte vom Preis.
Also vielleicht erst einmal nur zwei häufig benutze Räume provisorisch dämmen und dann in fünf Jahren "richtig" rangehen?



Guten Morgen,



ich kenne ja nicht die bauliche Situation, vielleicht ist es auch eine Möglichkeit genau diese beiden Räume vorzuziehen, dass diese vernünftig ausgeführt sind und den Rest nach und nach zu machen.
Bei der Provisorischen Lösung investieren Sie in eine Dämmung die sie dann in fünf Jahren wieder kostenplfichtig entsorgen müssen.
Es ist ja nicht so, dass die Gefache leer sind, eine Lehmschüttung als Masse ist ja vorhanden daher ist es nicht gesagt, dass Sie eine Dämmstärke von 160 mm benötigen.

Grüsse