geschoßdecke, außenwände, Heizung, wohnung, Steckdosen

08.02.2011


hallo, habe hier schon manches gelesen, leider ist es so:
ich bin verwirrt!
es geht um ein holzständerhaus von 1927 mit ausgemauerten bereichen zwischen den balken. es war von vornherein verputzt. wir wohnen im ersten stock (90qm), erdgeschoß ist vermietet und die räume unterm dach, die früher die kinder bewohnten wollen wir für gäste für ca 3 wochen jährlich nutzen und als abstellraum für hobbies. da wird also selten geheizt. in unserer Wohnung sind die wände nur 10 cm dick und verschiefert. die thermografie zeigt daß die wände viel Wärme herauslassen, die zuleitungen der alten Gußheizkörper liegen über putz. bei Sturm wie in den letzten tagen ist es bei uns zugig in der wohnung. wir wollen nun die außenwände dichter bekommen und die oberste geschoßdecke des dauernd geheizten bereichs dämmen. die oberste geschoßdecke ist mit aschenschlacke gefüllt, sieht aus wie sehr feinkrümeliger schwarzer splitt. die fensterscheiben wollen wir ersetzen durch doppelscheiben mit gasfüllung, bisher haben wir doppelscheiben in den holzfenstern von 1962.
ich bitte um beratung, bitte zu berücksichtigen, wir sind über 60 jahre alt und unsere kinder wollen das haus nicht übernehmen. handwerklich haben wir keine fähigkeiten.

grüße von karl



Moin Karl,



ich denke eure Situation ist typisch für viele ältere Leute und ihre Häuser: Es muss was gemacht werden, aber langfristig "lohnt" es sich nicht, die Belastbarkeit was Baustress, Dreck und Lärm angeht setzt klare Grenzen.

Wenn ich dich richtig verstanden habe, macht zunächst der Durchzug das meisste Unbehangen. Da wäre zusätzlich noch zu den neuen Fenstern ein "Kältefeind" an der Wohnungseingangstür zu empfehlen: Das ist eine Gummilippe, die sich beim Schliessen unter der Tür absenkt und diesen Spalt abdichtet.
Durch euren Wandputz wirds ja wohl nicht durchpfeifen, blieben noch evtl. Spalten im Fussboden, bzw. hinter den Fussleisten an den Aussenwänden.

Für die Geschossdecke gibts im Prinzip 2 Varianten:

- Zwischen den Deckenbalken: Boden raus, Schlacke raus, Dämmstoff rein: Macht erstmal eine Menge Dreck, aber die Raumhöhe bleibt erhalten.

- Auf dem alten Boden: Schnell gemacht, aber es gehen mind. 5cm Raumhöhe verloren.

Lasst euch am besten 3 Angebote von Handwerkern vor Ort machen, das kostet nur etwas Zeit und über die konkreten Vorschläge kann man hier nochmal diskutieren.

Ansonsten bietet der Tausch der Heizung noch Einsparpotenzial bis zu 30%, je nach Alter.

Wie heizt ihr?
Wie alt ist eure Heizung?

Gruss und gutes Gelingen, Boris

P.S. Ich gehe davon aus, das ihr eure Schieferfassade so lassen wollt, richtig?



Steckdosen?



Wenn es aus den Steckdosen zieht, dann habe ich jüngst gute Erfahrungen mit nachträglich einzubringenden Steckdoseneinsätzen gemacht (wie hier zu sehen: http://www.luftdicht.de/neuerungen.htm#Einsatz).

Die sind einfach und schnell eingesetzt und wenn zwischen Einsatz und Steckdose mit Silikon abgedichtet wird auch wirklich dicht! So zieht nichts mehr, weder rein noch raus!

MfG



Also



ohne Ertüchtigung der Aussenwände bezüglich Winddichtigkeit und Wärmedämung wird da kaum etwas zu machen sein. Was da im einzelnen machbar ist, kann man aber nur bei einer Vorortbesichtigung abklären und dann entsprechende Massnahmen empfehlen.
MfG
dasMaurer



wärmedämmung



upps, jetzt hab ich mir den ganzen text irgendwie ins nirvana geschickt. also noch mal das ganze:
danke daß ihr mitüberlegt. 2003 ging unsere zentrale Gasheizung im februar kaputt und wir haben eilig eine neue reinmachen lassen leider ohne Brennwert und sogar ohne außenfühler. da waren wir schnell aber nicht klug. die heizkörperanlage besteht noch als schwerkraftheizung mit einem offenen gefäß im spitzboden, die vorbesitzer hatten aber schon im erdgeschoß neue flachheizkörper eingebaut und dazu im Keller eine Pumpe an der heizung anbringen lassen. die haben wir 2003 durch eine sparsame pumpe ersetzen lassen. in unserer wohnung im 1. stock haben wir noch die alten gußeisernen rippenheizkörper und mußten nur einen durch einen flachen ersetzen. da haben wir schonmal nach einem älteren versierten heizungsbauer gesucht der neue ventile einsetzt und evt. den wohl überflüssigen überlauf nach ganz oben stilllegt. einer wollte kommen...
wir haben einen älteren 200 liter zentralen warmwasserspeicher neben der heizung im keller. ein bekannter meinte schon ein el. durchlauferhitzer sei bei unserem paarmal duschen pro woche günstiger als sommers und winters das wasser im keller warm zu halten. was meint ihr?
danke für den tipp mit den steckdosen, die haben wir nicht in den außenwänden weil die ja nur 10 cm dick sind.
die Dämmung nach oben hätten wir am liebsten von unten unter die Decke gemacht. oben ist ja eine kleine wohnung, die kinder hatten dort ein gefliestes bad bekommen und eine kleine einbauküche. da ist es schon schwierig alles mit dämmstoff zu belegen.
könnte man auch die aschenschlacke drinlassen schon wegen der masse? und dann in die hohlräume dämmung einblasen?
wir haben für die Innendämmung einen vorschlag: spezielle dämmholzplatten mit einem wärmeschutzanstrich aus klitzekleinen weiß beschichteten keramikkügelchen. die anstrichdicke des wohl teuren materials braucht wohl nur 2 mm stark zu sein. ist das wohl was?
so, das wars-schon mal danke fürs lesen.

grüße von karl