Stall aus den 70ern

05.12.2012



Guten Tag,

wir haben unseren ehemaligen (neuwertigen) Schweinestall in einen Lagerraum umgebaut. Das Bauwerk ist von sehr guter massiver Bauweise. Blähtonmauerwerk, superschön und gerade verputzt, neuwertige Mea-Fenster Stall. vor dem Streichen haben wir den wirkih noch sehr guten Putz mit Seifenlauge und Dampfreiniger bearbeitet, danach einfache weiße Dispersionsfarbe aufgebracht. Der Ammoniakgeruch von den Schwienen war allerdings damit nicht ganz beizukomen. Der Putz soll aber nicht ab... dieser Aufwand lohnt nicht für die riesigen Fläachen und es gibt wirklich nur das Geruchsproblem.

Wie finden denn die Experten hier im Forum für Renovieungen aller Art folgenden:

Ich schlage nämlich als ehemalige Baustoffkauffrau folgendes vor. Mit einer Lackspritze /Laclverteiler / Wagner oder halt Kompressor auf die Wand Benzin oder Terpentin oder Waschbenzin oder irgendetwas anderes ölhltiges Ölgemisch jedenfalls auf die Wand aufzupritzen und darauf zielen, dass der Putz (vermtl. Zementputz) dieses Ölgemisch/Ölverbindung aufnimmt und den Geruch von Ammoniak durch zumindest angenehmeren Ölgeruch absorbiert und wieder abgibt und somit vielleicht die Ammoniakverseuchung der Wand wiederum ein Stück weit mit anderem Geruch ausgleicht..... dass darauf dann nie wieder was hält ist auch klar,,,es wäre aber eine einfach Vorgehensweise... Freu mich auf bviel Ihrer unterschiedlichen Meinungen und vor allem Tipp. Folie und Wandverkleidung mit Holz ist auch eigentlich viel zu aufwendig



Sorry



aber die Idee mit ordentlich Druck Benzin o ä. im Raum zu verteilen halt ich für die beste Methode Weihnachten direkt an der Quelle auf ner Wolke zu verbringen....
Da reicht 1 Fünkchen und der Ammoniakgeruch hat sich erledigt mitsamt allem anderen
Da es nur Lagerraum ist stell n paar Räuchermännchen rein...



Ammoniak ...



... ist "Chemie" und kein Duft, den man mit irgendwas übertünchen kann. Der "wirklich noch sehr gute" Putz ist eben nicht wirklich noch sehr gut, sondern stark mit Salzen angereichert bzw. belastet, egal wie hübsch er jetzt nach dem Dispersionsanstrich noch aussieht.

Ist der Putz noch aus der Bauzeit bzw. Zeit der Nutzung als Viehstall, also 70er-Jahre oder ist er erst im Zuge des Umbaus erneuert worden?

Vielleicht habt Ihr ja Glück und es gibt kein Feuchteproblem, welches zusätzlich zum Geruch noch zu Salzausblühungen und natürlich zum Abbröseln der Farb- und oberen Putzschichten führt, bei der Nutzung als ungeheizte Lagerhalle allerdings kritisch.

Ich bin selber auf dem Dorf aufgewachsen und habe viele ehemalige Ställe in diversen späteren Umnutzungen erlebt: Der Stallgeruch geht selbst nach vielen Jahrzehnten nicht so ohne weiteres weg.



SuFu



Guck mal, hier gab es das Thema schonmal im Ansatz
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/ammoniak-stall-64586.html
Ich kenne es aus Pferdeställen, dass man gegen Ammoniak-Geruch Plocher (siehe Google) auf Einstreu oder Naturboden versprüht - ob das aber auch an Wänden gegen alten Geruch hilft, weiß ich nicht.





auch ich finde das besprühen mit Öl / Benzin wahrlich keine gute Idee:

Solange es den Ammoniak Geruch überdeckt, verflüchtigt es sich natürlich und ist gefährlich, wenn es nicht mehr riecht, ist die Wirkung weg.
Öle, die nur schwer flüchtig sind, werden ewig in Wand und Fußboden bleiben. Überstreichen ist dann nicht mehr und der Abriss wandert auf den Sondermüll.

Wobei ich nicht wüsste, was ich in so einer Benzin/NH3-atmosphäre eigentlich lagern würde.

.. von der Bodenbelastung und der Auffassung der Gebäudeversicherung mal ganz abgesehen.

keine gute Idee..