geölter Fußboden wasserempfindlich



geölter Fußboden wasserempfindlich

Hallo zusammen,
ich habe meinen neuen Eichenboden vor 4 Wochen geölt mit PNZ Fussbodenöl
seither noch nicht gewischt oder so,
heute kam mein Jüngster mit nassen Füßen aus dem Planschbecken und watschelte über die Baustelle.
Ich habe nach ca 1 min hinterhergewischt und war mittelmäßig entsetzt, daß dort wo das Wasser stand, der Boden heller und merklich rau ist.
Was ist da los? Ich wähnte meinen Boden jetzt als fertig imprägniert gegen solche Einflüsse



noch ein Bild


noch ein Bild

...





Wie oft wurde den geölt? Wie hoch war der Verbrauch auf der Fläche?

Es scheint so, als liegt hier eine sehr sparsame Ölung vor.



Ölung



Ich habe 1x geölt, laut Anleitung auf der Dose und habe ca 3L auf 50qm verbraucht.
Mit der Rolle wurde gut nass mehrmals ausgerollt und dann mit der Einscheibenmaschine einmassiert am Ende mit Tüchern abgewischt.
So ne Sch... was macht man da? Einfach noch mal drüber ölen?
Aber dass die Fläche da so empfindlich ist, finde ich extrem. Eventuell das Produkt wechseln?
:-(





gut, da ist ja erstmal alles klar.

Also ein Auftrag ist zu wenig. In der Regel ölt man 2 bis 3 mal, je nach Produkt oder 2 mal und dann noch ein Wachsauftrag.

Mit 60ml/qm bewegt man sich im Verbrau schon im unteren Bereich, aber das ist bei Eiche jetzt zu erwarten.

Das Öl soll die Poren des Holzes, füllen, festigen und auf der Oberfläche eine Verschleißschicht ausbilden. Nur dann besteht ausreichender Schutz.

Zum Produkt kann ich jetzt nicht viel sagen, die Webseite des Herstellers offeriert viele Produkte aber wenig Information.

Das Produkt scheint keine Lösemittel zu enthalten und hat eine längere Trockenzeit. Da kann ich jetzt nichts weiter zu sagen. Das kann aber okay sein.

Beratung ist bei der Behandlung von Holzböden schon wichtig. Ab besten beim Fachhändler, da kann man gleich die Musterflächen anschauen.

Das bekommt man aber noch hin.

Die Flecke trocknen lassen, etwas fein anschleifen um die aufgestellten Fasern zu brechen und nochmals diese Stelle Ölen dann sieht man da nichts mehr.

Die Fläche muss dann aber noch mehrmals behandelt werden.

Vielleicht rufen sie da mal beim Kundendienst des Herstellers an und erfragen einen empfehlenswerten Aufbau.

Ansonsten ist die Fa. Kreidezeit zu empfehlen. Da können sie auch mal anrufen, die sind freundlich und sehr hilfsbereit. Oder sie haben einen Fachhändler in der Nähe.





Auf dem Bild sieht man die "Schichtbildung" bei einem geölten Eichenboden.

Farbe, Glanz und Haptik sind je nach Produkt und System anders. Bei Unsicherheit sollte man das auf Resthölzern bemustern.





Auf dem Bild sieht man die "Schichtbildung" bei einem geölten Eichenboden.

Farbe, Glanz und Haptik sind je nach Produkt und System anders. Bei Unsicherheit sollte man das auf Resthölzern bemustern.



Wie genau...



...ist die Produktbezeichnung?

Grüße

Thomas



Auro Hartwachsöl im Bad



Einmal satt drüber, topp !



Lösungsvorschläge,



die als Halbzeiler daherkommen, und ohne zu wissen, was da überhaupt genau drauf ist?

Davon halte ich rein gar nichts. Abgesehen davon, daß Hartwachsöle besonders im Bad nicht die erste Wahl sind, weil weniger wasserfest.

Grüße

Thomas



Klassisch ölen,



wäre eine Variante.
Ich habe mich nach den Griechen gerichtet. Die nehmen ihr Olivenöl für allesmögliche.

Meine Mischung ist aus Olivenöl, Rapsöl & Orangenöl. Es geht auch nur Olivenöl. Für ca. 20qm bedarf es etwa zwei Tassen Öl.
Das Öl wird handwarm erwärmt, knieend mit einem Lappen eingerieben, schön mit der Maserung. Überschüssiges Öl wird abgerieben. Sehr gut sind fusselfreie Tücher.

Diese Prozedur mache ich zur Pflege einmal im Jahr.

Der Boden ist nicht mehr so empfindlich als mit den herkömmlichen, teuren Spezialölen.
Es besteht keine Gefahr das das Olivenöl verharzt.



Olivenöl



"es besteht keine Gefahr das das Olivenöl verharzt"

Nö, nur das es ranzig wird und alle Fusseln drauf Kleben bleiben.
Und wasserfest wird's schon mal gar nicht.
Entweder zieht es ein, dann hat man einen Fettfleck, oder es zieht nicht ein, dann wird es spätestens beim nächsten Wischen weg sein.

Speiseöl ist Speiseöl und Fußbodenöl ist Fußbodenöl!
Und auch das Leinöl, das als Speiseöl gedacht ist unterscheidet sich vom Leinöl, das auf den Fußboden gehört.

Es gibt nämlich einen Unterschied zwischen härtenden und nicht-härtenden Ölen und auch hinsichtlich der Geschwindigkeit in der ein Öl aushärtet. Einfach mal Tante Google fragen.
Die einen werden unter Sauerstoffeinfluss fest und die anderen (Z.B. Olivenöl) ranzig.
Ich würde allenfalls mein Frühstücksbrettchen mit Olivenöl behandeln, auch wenn das Internet voll ist von Empfehlungen, das billigste Speiseöl für jegliche Holzpflege zu nehmen.

Und für die jährliche Unterhaltspflege von fertig geölten Böden gibt's geeignete Präparate, die sehr sparsam sind.



Ich mache



meine Mischung aus Leinölfirnis und Terpentinersatz! Ist günstig und hat man früher schon so gemacht, glaube ich, zumindest riecht es so wie früher.
Warum teures Olivenöl missbrauchen...



Was...



"Klassisch" Ölen wohl bedeuten mag?

Die "Klassiker" im Osten waren Marx, Engels und Lenin. Die hatten genauswenig mit Fußbodenöl zu tun wie Beethoven oder Goethe :-)

Fußböden wurden in der Vergangenheit ganz überwiegend NICHT geölt. Parkette (hochherrschaftliche Böden) wurden gewachst und von den Bediensteten mit einem Heidenaufwand gepflegt. Dielenböden wurden gelaugt oder gestrichen. Soviel zum Thema Klassik. Speiseöle waren schlicht zu kostbar, um sie auf den Boden zu kippen, wir finden sie allenfalls als Leinöl in der Vergangenheit auf Fußböden als Bindemittel für Leinölfarben oder als Zugabe zu Wachspasten, später auch im Öllack. Genaugenommen ist mir kein historischer Befund eines urprünglich geölten Bodens bekannt.

Die optischen und baubiologischen Vorteile eines oxydativ härtend geölten Holzfußbodens sind eine Erkenntnis der letzten Jahrzehnte. In jedem Falle werden dafür aber härtende Öle wie Leinöl, Mohnöl, Thungöl verwendet. Nicht- oder halbhärtende Öle (zu den ersteren gehört das Olivenöl) sind ohne chemische Umwandlung / Bearbeitung nicht für Fußböden geeignet - weder für eine Erstbehandlung, noch für die Pflege.

Wie schon geschrieben, kann es zu ranzigen Gerüchen kommen, Schmutzanhaftungen werden gefördert. Der Boden ist wenig strapazierfähig.

Da hat die Salatschüssel und der Dielenboden in Sachen Öl keine Schnittmenge...

Grüße

Thomas



Ihhhhh...



...Terpentinersatz literweise in Wohnräumen?

Das ist eine schöne Möglichkeit, sozialverträgliches Frühabzuleben zu fördern.

Das Argument "früher" ist hier falsch und wird darüber hinaus oft einfach nur als sinnfreier Faktenersatz bemüht.

Grüße

Thomas



Zurück zum Thema:



das Öl ist das hier
http://www.farbenwelt-wimmer.de/de/10980

basis ist Leinölfirnis und ein paar andere Öle ohne Lösemittel



Erfreulicherweise...



...also ohne Wachsanteile.

Ein Verbrauch von 80-120ml/m² wird lt. Produktdatenblatt für einen Auftrag angegeben.

Das ist für ein Pure-Solid-Öl unverständlich viel. Andererseits sind sie ja mit 6oml ausgekommen...und die Fläche wirkt dennoch nicht ausreichend gesättigt. Ist da viel Öl in den Lappen gelandet?

Ich verarbeite keine PNZ-Produkte, weil nicht volldeklariert. Und weil ich mit stärker Leinöl - lastigen Produkten die besten Erfahrungen gemacht habe. "Veredelte Naturöle wie Soja- und Sonnenblumenöl" scheinen mir hier weniger Veredelung als billiger Füllstoff zu sein. "Stark wasserabweisend" ist Ihre Fläche jedenfalls nicht.

Das kann an mindergeigneten billigen Inhaltsstoffen und / oder zu geringer Auftragsmenge liegen.

Was tun? Sicher haben Sie noch Reste des Öles? Ich würde die Schadstellen fein von Hand mit 150er Schleifpaper bearbeiten, und dann das PNZ-Öl auf diese Schadstellen auftragen, lt. Verarbeitungsanweisung anziehen lassen und Überstände abnehmen. Nach dem guten Durchtrocknen dieser Ausbesserung sollte ein zweiter Auftrag erfolgen. Dazu löffelweise ca. je m² einen Esslöffel Öl auftragen und sofort mit der Einscheibenmaschine und weißem Superpad einarbeiten. Bitte etwas experimentieren, wieviel der Boden aufnehmen kann, und Auftragsmenge ggf. anpassen.

Sollten die Probleme wieder auftreten, liegt es eindeutig am Öl.

Alternativ könnte mit einem Pure- oder High solid Öl auf Leinölbasis der 2. Auftrag erfolgen. Ich nehme dazu üblicherweise das Natural- Heißöl, das bei sparsamen 2. Auftrag auch kalt eingesetzt werden könnte.

Dummerweise wohnen Sie aber schon drin - Trockenzeiten sind in jedem Falle einzuhalten.

Nur der Vollständigkeit wegen: War's wirklich Wasser? Die lieben Kleinen laufen ja mitunter auch aus. Und: Mit welcher Körnung erfolgte der Endschliff und mit welcher Maschine (Walze oder Teller)?

Grüße

Thomas



Also



es war Wasser, der kurze ist 8...
Ehe ich da herumexperimentiere würde ich eher das Produkt wechseln. Was ist denn der Unterschied zwischen high und pure solid?
Also ausbessern mit dem PNZ Öl und nach 1-2 Tagen mit einem anderen Produkt?
Letzter Schliff war 120 und eine Scheibenmaschine war im Einsatz mit weißem Pad





..."high" heißt wenig und "pure" gar kein "Lösemittel" enthalten.

Greif dir doch mal ein Rest vom Bodenbelag und öle den doch mit Trockenzeit mehrmals. Da siehst du wie das ganze "gesättigt" wirkt.

Das Holz muss bis zur Oberfläche mit Öl gesättigt sein. Bei Wasser sind die Probleme wie gesehen noch gering. Aber bei Rotwein oder Cola wird es dann schwierig.

Hast du mal den Kundendienst kontaktiert?



Die Arbeitsplatten



habe ich mit dem selben Öl behandelt, allerdings 3x
Soeben getestet mit Wasser und 1min stehen lassen, weggewischt nix. Alles gut

Was wäre denn hier vorzuziehen? Ein lösemittelhaltiges Öl wäre schneller durchgetrocknet und dringt eventuell in die bereits getrocknete Fläche besser ein.
Birgt aber auch Risiken, ob sich die Produkte vertragen...

Nach dem Test tendiere ich eigentlich dazu, bei dem Öl zu bleiben, auch wenn eine kürzere Trocknungszeit hier sehr attraktiv wäre.





Was mich etwas stört, ist die Tatsache, dass sich das Öl scheinbar (völlig) abgelöst hat. Auch ein Grundanstrich sollte doch nach der Trocknung hinreichend "wasserfest" sein.

Der Lösemittelanteil hat hat auf die Trocknung keinen direkten Einfluss, schon eher die Art der Ölmischung.

Das Lösemittel bewirkt ein "tieferes" und schnelleres Eindringen in die Holzoberfläche. Allerdings verdampft das Lösemittel und der Porenraum ist entsprechend nur "halb" gefüllt.

Als Grundierung setzt man auch sogenannte Halböle ein. Das ist dann Öl und Lösemittel 1:1 gemischt, was dünnflüssiger ist. Zwischen und Schlussbeschichtungen erfolgen dann ohne Lösemittel.

Ist den die Arbeitsplatte auch aus Eiche? Ich frage mich halt ob eine Grundierung ohne Lösemittel bei Eiche vielleicht doch nicht ganz so optimal ist. Eine Verdünnung mit Balsamterpentinöl währe ja denkbar.

Das würde ich aber alles mit einem Berater der Herstellerfirma besprechen, die kennen sich mit ihren Produkten und den Anwendungsgrenzen aus.

Ich weiss das Anwender von Kreidezeit mit dem Fussbodenhartöl (was die Entsprechung vom benannten "einfachen" Halböl ist) Grundieren und die Folgeanstriche mit "Pure Solid" machen.

Als Finish tragen die dann noch deren Carnaubawachs-Lösung auf, die auch später verdünnt als "Wischpflege" verwendet werden kann.

Mein Bild ist von einem Nagelparkett in "Eiche rustikal", da ist dreimal Hartöl aus der Kreidezeit drauf. Das ist tiptop, wasser- und rotweinfest.



bei



den lösemittelhaltigen Ölen steht meist eine Trocknungszeit von 3 Tagen, daher dachte ich, das trocknet schneller...

Kann so ein Öl überaltern? Was ich im Baumarkt gekauft habe, waren die letzten verbeulten Dosen. Mittlerweile wurde das Design geändert. Nicht daß ich da 10 Jahre altes Öl erwischt habe.





Mir ist auch aufgefallen, dass deren Merkblätter zu diesem Produkt überarbeitet wurden. Bezüglich der "Ergiebigkeit" spricht das eine Merkblatt von 50-60ml / qm und Auftrag und das andere über 100ml.

Im Alter generell würde ich aber keinen Nachteil vermuten. Wenn da keine Haut auf dem Produkt war und der Geruch nicht Auffällig war sollte alles in Ordnung sein.

Rufe morgen den Hersteller an. Eine Zweitmeinung kannst du bei Kreidezeit holen und dann sind wir schlauer.

Wenn weniger Öl dann trocknet es auch schneller. Wobei ein "kurze" Trockenzeit jetzt auch kein Qualitätskriterium ist.



Der Schliff...



war also fein genug. Im Ergebnis soll's dann so aussehen wie auf Marios Bild.

Ich kann nicht bestätigen, daß auf Eiche eine verdünnte Grundierung sinnvoll gewesen wäre. Meine Ergebnisse mit feststoffreichen Ölen haben mich durch die Jahre voll zufriedengestellt, auch meine Kunden.

Unverträglichkeiten durch den Wechsel des Herstellers vermute ich eher nicht, solange ein gutes High/Pure olid Öl zum Einsatz kommt.

Ich glaube aber, daß jegliche Meinung von Naturfarbenherstellern, was die weitere Vorgehensweise nach dem PNZ-Auftrag betrifft, eher diffus ausfallen wird.

Grüße

Thomas



Ein neu geölter Holzboden ...,



wurde von eine Fachfirma ausgeführt, wies trotz mehrfach Ölen & anschließendem Wachsen dennoch Wasserflecker auf. Der Boden wurde mit der Zeit "grau" & matt.

Mit der Ölivenölpflegemethode, ein kleines Täschen reicht für 20qm, konnte der Boden wieder aufgefrischt werden.
Der Boden glänzt seidenmatt, es gibt keine unschönen Wasserflecken mehr. Und der Boden bekommt ne schöne Honigfarbe.
Der Boden ist weder speckig, noch ölig.

Die ganze Prozedur dauert keine halbe Stunde auf allen Vieren.

Einfach mal ausprobieren.



Das ist...



Unsinn.

Sie können ja gern auf Ihren Boden schmieren, was Sie wollen. Nach vielen Jahren Erfahrung in Sachen Holzfußböden kann ich mich noch nicht einmal mehr wundern, wie unterschiedlich hoch Kunden ihre persönliche Latte in Sachen Qualität legen. Wer das (Fahr)Rad neu erfinden will und lediglich einen Rollator schafft, nur zu...

Olivenöl ist dennoch ungeeignet. Wozu gibt es trocknende Öle und spezielle Fußbodenhartöle? Wenn Ihre Fachfirma halt keine Fachfirma war und das falsche Material falsch verwendet hat, tut das meiner Argumentation keinen Abbruch.

Grüße

Thomas



Ölen nach einer "halben" Ölung



Wenn jemand keine große Erfahrung mit dem Umgang von HighSolid-Ölen hat, dann würde ich auf einem bereits "halb" geölten Boden solche nicht empfehlen. Die Gefahr der Überölung ist einfach zu groß.

Hier wäre meine Empfehlung das Parkettöl-Fußbodenöl in der Kalttechnik (also mit mit Verdünner). Für eine gleichmäßigere Optik würde ich den Boden vorher sogar mit Intensivreiniger grundreinigen.

Die historischen Hinweise von Thomas finde ich interessant. Ich hab mal gelesen, dass das Tafelparkett in der Würzburger Residenz mit "siedenden" Öl "getränkt" wurde. Den Einsatz von Naturharzen finden wir ja schon bei der Arche.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Hallo Frank,



das ist eine interessante Quelle. Weisst Du noch, wo Du das gefunden hast?

Ich bin demnächst in Würzburg, da werde ich mir die Parkette ganz genau anschauen :-)

Grüße

Thomas