Diele Esche weiß geölt

30.01.2013



Hallo Fachwerk-community,

ich bekomme einen neuen Dieleboden, Esche weiß geölt.
Wie oft muss der Boden nachgeölt werden? Muss der überhaupt unbedingt je nachgeölt werden?
Reicht eventuell auch ab und zu die Reinigung des kompletten Bodens mit der "weißen Seife", da die ja auch fettig ist und somit Schutz und Pflege gibt? Oder sollte ich die Seife nur für eventuell auftretende Flecken nehmen? Ich habe gelesen, dass es auch ein weißes Pflegeöl gibt.
Mir graut aber vor einer Ölung(habe schlechte Erfahrungen mit einem früheren Korkboden gemacht. Er sah durch meine Ölung schrecklich aus.) und würde deswegen am liebsten gar nicht ölen. Vielen Dank im Voraus für Antworten.



Moin Tina,



ich würde zunächst einfach den Empfehlungen des Herstellers folgen und auch die verwendete Produktlinie weiterbenutzen.

Wahrscheinlich bilden sich über die Jahre an den vielbelaufenen Strecken "Laufstrassen", wo das Pigment stärker abnutzt, als daneben.

Da mit pigmentiertem Öl später mal nachzupflegen ist ein wenig Fleissarbeit, aber auch kein Hexenwerk....

Wie oft, hängt von der Nutzung ab, mit Schuhe oder ohne, tobende Kinder und Hunde oder Schmutzfangmatte...etc.

Sind die Dielen glatt oder gebürstet?

Gruss, Boris

P.S. Esche ist was anderes als Kork, also keine Panik. Bewahr dir ein paar Reststücke auf mit denen du ausprobieren kannst.



Weiß geölter Escheboden



Zuerst würde ich mal klären, mit welchem Öl der Boden behandelt wurde.

Die Reinigung des Bodens sollte sich nach dessen Beanspruchung orientieren. Im Schlafzimmer braucht es i.d.R. nicht den Reinigungsintervall wie im Hauseingangsbereich (dort würde aber eine weißgeölte Esche auch nicht hingehören).

Natural bietet dazu eine eine Pflegefibel.

Die Seife darf nicht zu alkalisch sein. Natural hat z.B. für die Unterhaltsreinigung einen Spezialreiniger mit Weißpigment. Dieser ist sehr mild mit viel nachpflegenden Stoffen ausgestattet.

Wenn der Boden mit der Zeit zu stumpf und ausgelaugt wirkt, dann kann mit dem Pflegewachsöl mit Weißpigment nachgepflegt werden. Diese Arbeit kann auch punktuell erfolgen. Grundsätzlich werden aber pigmentierte Böden immer mit den Jahren beweger aussehen, da durch die Abnützung die Farbgebung unterschiedlich abgetragen wird.

Kork und Holz sind doch recht unterschiedlich. Wenn Du selbst am liebsten nicht ölen willst, dann hilft Dir auch der Handwerker, der Dir den Boden einbaut. Dieser sollte auch mit dem Nachpflegen keine Probleme haben.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



da war der Boris ...



... a wengala schneller ...

Moin Boris, oder besser: guuds Nächdla!

Grüße

frank



@Frank:



Hauptsache den Lesern wird geholfen.....da machen wir jetzt kein Wettrennen draus, oder?

Wir haben gerade 2 Tage einen nagelneuen gebürsteten & geölten Eichenboden wieder hergerichtet, den die Maler und Gipser versaut hatten.....bin also grad mitten drin in der Materie...

Gruss, Boris



Malern und gipsen auf Eicheboden ...



@ Boris

Wünsche Dir viel Gelingen bei den Arbeiten.
Also, ich mache hier kein Wettrennen - ist halt immer nur überraschend und erfreulich, wenn man gerade die Enter-Taste drückt und dann lesen darf, dass kurz davor ganz ähnliche Gedanken formuliert wurden. Doppelt hält besser ...

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Schreib doch 'mal...



...die exakte Produktbezeichnung.

Grüße

Thomas



Danke für die kompetenten Antworten



Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten! Tolles Forum ist das hier.

Es soll der Boden "Esche select, weiß geölt" von Berthold werden. Im Eingangsbereich sind Fliesen. Schuhe werden grundsätzlich ausgezogen, aber ein Hund ist da. Kinder sind nicht vorhanden. Möchte unbedingt einen hellen Boden, aber habe schon etwas Panik wegen der schlimmen Korkerfahrungen. Damals kam auch niemand je mit Schuhen rein, aber es sah katastrophal aus. Hatte scheinbar falsch geölt. Wahrscheinlich habe ich zu wenig poliert, so dass zu viel Öl auf der Oberfläche blieb. Das Öl verband sich dann wohl mit dem normalen Hausstaub und der Boden wurde von Tag zu Tag häßlicher. War so schlimm, dass ich hinterher niemanden mehr reinlassen wollte.Der Boden musste nach 4 Jahren rausgerissen werden. Er sah aus wie 40 Jahre alt. So etwas will ich nie wieder erleben.



Wie empfindlich im Vergleich zu anderen Holzfußböden schätzt Ihr den weiß geölten Escheboden ein? Der Verkäufer sagte, er sei unempfindlich und werde mit der Zeit immer unempfinlicher und sogar durch die Seife heller.

Reicht die Vorölung des Herstellers erst einmal ein paar Jahre bis nachgeölt werden muss?

MFG



Auf der Seite von Berthold...



...habe ich keine Angaben zum Öl gefunden. Was steht in der Produktbeschreibung? Taucht da der Begriff "Oxydativ geölt" auf? Das wäre gut.

Werksseitig geölte Böden sind nach dem Verlegen immer mit einem geeigneten Öl einzupflegen.

Seife ist für Reinigung und Pflege ungeeignet, weil zu alkalisch. Es sollte ein Spezialreiniger mit emulgierten Ölen und Wachsen sein, der reinigt und pflegt in einem, verschiedene Hersteller haben so ein Produkt auch weiß pigmentiert.

Wie wird die Diele denn befestigt? Etwa schwimmend? Was habt Ihr für einen Untergrund?

Grüße

Thomas





Hallo Thomas,

eine Produktbeschreibung habe ich nicht. Bestellt ist er auch noch nicht. Habe ihn mir nur schon im Laden angesehen. Ich möchte mich erst noch ein paar Tage informieren, ob der Boden wirklich die richtige Wahl für mich ist. Leider weiss ich nicht, ob er oxydativ geölt ist.

Der Untergrund ist ein ca.25 Jahre altes, lackiertes Stabparkett. Der Boden soll entweder mit den Berthold Klammern befestigt oder verschraubt werden.
Danke für Deine Hilfe.



Ich würde dringend abraten,



den Boden zu klammern. Eure Chancen, eine klapprigen Boden mit jahreszeitlich wechselndem Fugenbild zu bekommen, sind hervorragend. Ich halte, aus eigener Anschauung heraus, geklammerte massive Dielen generell für einen Fehler.

Ist das Stabparkett denn so desolat? Ein alter Parkettboden, sauber geschliffen und geölt, hat durchaus seinen eigenen Charme.

Grüße

Thomas





Ja, leider ist der desolat. Er hat überall schwarze Stellen. Da ist den Hausvorbesitzern wohl mal Feuchtigkeit unter den Lack gekommen. Er ist wirklich überhaupt nicht schön. Er hat auch richtig tiefe Kerben überall.

Was hältst Du vom verschrauben? Könnte man die Dielen direkt auf das Stabparkett verschrauben oder lieber auf eine Konstruktion schrauben?

Gruß Tina



Moin Tina,



ehe du viel Geld für einen neuen Boden ausgibst....hast du schonmal einen Profi gefragt, ob dein altes Parkett nicht doch zu retten ist?

Parkettstäbe kann man auswechseln, schadhafte Stellen rausfräsen und ein neues Stück einkleben, kräftig runterschleifen, da genug Material vorhanden bzw. ebenfalls pigmentieren um es aufzuhellen oder optisch zu "glätten".

Falls du den Ölüberstand bei deinem Korkboden damals nicht rechtzeitig oder gründlich genug abgenommen hast, hattest du quasi eine Klettschicht an der sämtlicher Dreck bestens Kleben bleibt. Aber auch das kann man mit einer gründlichen Reinigung bzw. Neuschliff und Nachölen wieder hinkriegen.

Gruss, Boris



Soweit...



...der Boden eben genug ist und fest liegt, ist ein Stabparkett eine gute Basis für's Schrauben. GGf. ist auch die Verklebung eine Option.

Allerdings kann auch ein grundhafter Überschliff des Parketts ein schönes Bild herstellen. Sollten nach dem Schleifen noch schwarze Stellen bleiben, was nicht sehr wahrscheinlich ist, können diese mir verdünnter (10%) Oxalsäure entfernt werden. Vom Ersparten kann man frau auch 2 Wochen Karibik finanzieren :-)

Grüße

Thomas