gemauerte Altbaukellerwand Abdichtung bzw. Übergang zu Anbaufundament

29.01.2022 bwall

gemauerte Altbauwand abdichten bzw. Übergang zu Anbaufundament

Hallo,
ich habe jetzt hier schon einiges gelesen, auch zu meiner konkreten Frage, allerdings ist die Situation doch etwas anders, so dass ich einfach mal mein Glück mit einem neuen Post wage:

Bestand ist ein 100 Jahre altes in den Schluff gemauertes unterkellertes Haus. Die Kellerwand ist gerade so trocken genug, aber da wir nun Anbauen und ausschachten, wollen wir auch den Keller trockener (!) bekommen. Die Kellerwand wurde ohne horizontale Sperre einfach in die Erde gemauert (Ziegel unverputzt), eine Bodenplatte später innen eingegossen.

Da die Bodenbeschaffenheiten relativ bescheiden sind, Schluff, wurden uns 1,60er Streifenfundamente für drei der vier Anbauseiten vorgeschrieben. Der Streifen am Altbau dürfte auch nur 80 tief sein, wir haben allerdings schon bis Unterkante Bestand ausschachten lassen, da wir dachten eine Abdichtung würde Sinn machen. Horizontal lassen wir erstmal, vertikal stelle ich immer mehr die Sinnhaftigkeit bzw. Notwendigkeit in Frage, da der Anbau überall 1,60 Streifenfundamente haben wird.. Einseitig sogar auf 2,0m Tiefe (da der Nachbar unterkellert angebaut hatte). Ich frage mich wo soll überhaupt noch Feuchtigkeit her kommen. Das Erdreich unter dem Anbau, von allen Seiten mit Fundament umgeben, wird langsam abtrocknen, da von oben kein Wasser hinzukommt, von unten ebenfalls wenig, da schlechte Leitfähigkeit. Bleibt das Grundwasser, aber das zieht ja einfach von unten ins Mauerwerk. Der Nachbar schildert noch, dass einen vertikale Abdichtung bei deren baugleicher Haushälfte deutliche Verbesserung gebracht hatte.

Nun die Frage: Wie baue ich die Altbauwand optimal, aber auch kostenschonend auf?
Was haltet ihr von: Mauerwerk Verputzen und dann mit Bitumen einen Hartschaumplatte zur Entkopplung der Bauteile ankleben? Dichtschlämme überflüssig oder? Noppenbahn ebenfalls überflüssig?

Vielen Dank fürs Durchlesen ;-)



Anbau erstellen



Hallo
Ich würde da folgendes vorschlagen
Den Alt Putz an der Außenwand komplett abtragen
Die Fläche Mit 2k Dickbeschichtung ab spachteln so entsteht keine Kapillarwirkung / vor ab grundieren
nach den Beton arbeiten wird sich die Feuchtigkeit in dem Bereich komprimieren.
Da her / Verpressungs schläuche auf der Altwand Verlegen / nach der Abbindung des Beton - Mit geeigneten Material verpressen.
Solltet Ihr die Möglichkeit haben vor ab eine Ring Drainage zu verlegen und geeignet abzuleiten -würde ich das zur Vorsicht machen.
Ich habe es immer wieder erlebt das in solchen Bereichen komprimiertes Wasser nicht abfließen kann.
Sollten sich dennoch kleine Feuchteschäden im Altbereich zeigen sind diese leicht zu beheben .



...



vielen Dank für die Antwort. Die Wand ist überhaupt nicht verputzt, sprich das wird auf jeden Fall als erstes gemacht. Anschließend wird vermutlich eine Sperrschicht (Bitumen oder ähnliches) aufgetragen und als Entkopplung 2-3cm Hartschaumplatte verklebt. Anschließend das neue Fundament. Ich sehe daher nicht die Gefahr das Wasser sich sammeln könnte, oder?



Die Wichtigste Frage vorab...



..was wollen Sie mit dem Keller - wie nutzen?
Und wenn kein Wasser eindringt der Keller jedoch feucht ist dann handelt es sich doch um Tauwasser. Dann hilft auch keine, wie auch immer hergestellte Abdichtung und auch keine Wärmedämmung.



Wasser Ansammlung



Sorry das ja
habe ich in der Praxis immer wieder erlebt
Ich habe es vorgeschlagen den Alt Putz abzuschlagen - Mineralischer Putz zieht kapillare Feuchtigkeit -
auch aus dem Boden. Bei der Dickbeschichtung passiert das nicht.
Es spricht nichts gegen eine Entkoppelung der Baukörper - nur würde ich dann nicht auf eine Drainage verzichten.
Die Bodenplatte wurde später eingebaut - das spricht dafür das sich komprimierte Feuchtigkeit ins Mauerwerk verlagert.
Sollte ein Fachunternehmen die Arbeiten ausgeführt haben ( Die kapillare Unterbrechung beziehungsweise die Dichtigkeit zum Mauerwerk sollte gewährleistet sein ) kommt eventuell auch eine Kondensfeuchtigkeit in Frage. Die Verpressungsschläuche haben wir aus Gewähr leistungsgründen zur doppelten Sicherheit immer mit eingebaut.dieses ist allerdings von einem Fachunternehmen auszuführen.
Ich möchte dann noch darauf aufmerksam machen das dort an einem Gewerk gearbeitet wird welches ,sollte die Abdichtung gescheitert sein , nur mit hohem Aufwand instand gesetzt werden kann. von da her schlage ich es vor sich zumindest einen Architekt oder Bausachverständigen zur Beratung hinzu zuziehen.