Gefache abdichten?

14.02.2011



Liebe Fachwerkfreunde,

die Gefache an unserem Fachwerkhaus haben einen gewissen Vorsprung vor der Balkenkonstruktion, d.h. sie sind wohl über die Zeit leicht nach außen (5mm ca.) vorgedrungen.

Jetzt wurde mir geraten, in allen betroffenen Gefachen eine Rinne einzusägen, um den Zwischenraum zwischen Holz und Ausfachung neu abzudichten. Ansonsten würde sich hier Wasser ansammeln und über diesen Weg in die Ausfachung eindringen.
Das Abdichtende Material sein speziell dafür hergestellt, beinhaltet unter anderem ein Glasfasergemisch und bietet die nötige Flexibilität.

Könnt Ihr zu diesem Thema etwas sagen?

Grüße vom Tom



Hallo,



die Antworten hierzu würden mich auch sehr interessieren. Die Gefache stehen bei uns auch zum Teil zu weit vor und der begutachtende Mauerer hat mir hierzu schon gesagt, dass man die Gefache neu ausmauern müsste. Das ist in den nächsten Jahren bei uns aber schlichtweg nicht möglich, da die ältere Generation im Erdgeschoß wohnt und wir denen keine offenen Wände zumuten können/möchten.
Würde mich sehr über Antworten zu diesem Thema freuen.





Hallo,

wenn diese "Kissen" richtig ausgebildet sind, nämlich oben angeschrägt und unten mit einer Tropfnase, können Sie so bleiben, wenn nicht, könnten Sie vielleicht steinmetzmäßig nacharbeiten.
Gewarnt sei vor allem was Glasfaser und Mineralwolle enthält.
Einzig eine fest gestopfte Hanffuge (aus Stopfhanf) gibt Stabilität.

Grüße vo Niederrhein



Warum nicht dieses Glasfasergemisch?



Bitte, können Sie mir erklären, warum das Glasfaser enthaltende MIttel nicht eingesetzt werden soll? Ein Architekt/Gutachter riet mir dazu und meinte, dass eben jene Rinne in die Ausfachung gesägt werden soll und diese mit dem Material ausgefugt werden muss.

Grüße, Tom





Hallo,

Weil Glasfasern vielleicht Licht leiten können aber eben keine Feuchtigkeit. Anders ausgedrückt: sie sind hydrophob und zwar vollkommen. Außerdem lassen sie sich nicht steif stopfen, tragen also nicht zur Verfestiung bei.
Es wird aber ein Baustoff benötigt, der sowohl gut stopft als auch hervorragende hygroskopische Eigenschaften hat: Stopfhanf eben. Den gibt es in 30 Liter Gebinden in den meisten Bio-Baustoffhandlungen. Auch für andere Zwecke kann man beim Bau nie genug davon haben: Fensterfugen stopfen z.B.

Grüße vom Niederrhein



Und wie vorgehen?



Und wie sollte ich dabei vorgehen?

Sollte ich rund um die Ausfachungsgrenze eine Rinne schneiden, in die ich dann den Stopfhanf einarbeite? Ist das dann auch wirklich dicht gegen die Nässe auf den hervorstehenden Ausfachungen?
Und danach neu streichen?
Kann man das auch selbst machen? Ohne Spezialisten?

Oder ist es doch ein neuer Verputz sinnvoller (und einfacher)?

Grüße an Alle,
Tom