Gefache mit vorhandenen Staken und Lehm erneuern




Also ich habe jetzt schon eine ganze Weile gesucht, aber nichts passendes gefunden. Lediglich Beiträge wie ich Löcher in vorhandenen Gefachen zu schmiere oder wie ich aus Gefacheresten Lehmziegel herstelle.

Aber ich möchte die bröckeligen Gefache nach alter Technik wieder herstellen.

Das heist mit den ausgebauten wieder aufbereiteten materialien. Eingelagerte Stoffe im Lehm sind dabei unrelevant, da es sich nicht um Wohnräume handelt sondern um eine alte Scheune, also Lagerräume.
Ich möchte also den Lehm nicht erst waschen, sondern nur Weichen und bei entsprechender Konsistenz wieder auf die Staken aufbringen.
Was mir allerdings Gedanken macht, ist der Schwund der beim Trocknen entsteht...
Wie vermeide ich das zwischen den Balken und dem eingebrachten Lehm Spalten entstehen ....bzw, das der lehm beim Trocknen reißt?....Habe letztes Jahr schon einmal einen Versuch gestartet, aber da ist genau dies aufgetreten.

Vielen Dank für eure Tips...eventuell gibt das Thema ja schon...dann verlinkt mich einfach...habs leider nicht finden können. Vielen DANK :-)



Das Reißen



des Lehm´s wird durch das beimischen von Faser (Langstroh) und Sand reduziert.

Eventuell kann die historische Mischung noch mit Langstroh vermischt werden.

Grüße



Schwinden



Den angeworfenen Lehm während des trocknens an den Balkenflanken immer wieder nachdrücken ,nach drei bis vier Tagen ist der Lehm dann dort trocken genug und schwindet nicht mehr.
Stroh läßt sich auch bei ungesiebten Lehm zuschlagen.



Risse im Lehm



Hallo Heinrich

Risse in den Lehmausfachungen sind normal und kein Manko. Ausfachungen werden immer mindestens Zweilagig ausgeführt, das heißt, die Fache werden mit Staken und Geflecht ausgearbeitet und dann mit Strohlem beworfen. Nach dem Trocknen wird diese Lehmpackung dann verputzt. Beim Verputz sind die Risse sogar noch hilfreich, da der Putz eine bessere Verzahnung mit der Ausfachung annimmt.
Man KANN auch alles in Einem ausfachen. Nur wirds dann nicht unbedingt rissfrei, da Lehm in größerer Schichtdicke schwindet. Alternativ dazu kann man mit feinem Sand abmagern, da wird der Lehm allerdings ein Festigkeitsproblem bei Regen bekommen.

Die früheren Baulehme kamen oft aus örtlichen Lehmgruben und wurden verbaut wie gewonnen. Daher sind sie idR zu fett. Ich hatte vor einiger Zeit super Grubenlehm bekommen, den man aber bis zu 1:7 abmagern musste.

Risse kann man auch mit einem nassen Quast immer wieder verstreichen, bis der Lehm durchgetrocknet ist. Dann ist zumindest die Oberfläche glatt.