Gips,Farbe, Tohuwabohu

07.05.2005


Hallo an alle, bitte um erfahrenen Rat
Wir sprechen von einem Knusperfachwerkhaus, das allerdings in einem extrem schlechten Zustand ist.
Teilweise sind die Originalgefache (Lehm) noch erhalten, teilweise beschädigt, teilweise ausgemauert.
Nichts verputzt.
Wir würden nun gerne a) die Gefache wieder reparieren soweit es geht
b) die Gefache komplett Verputzen und
c) das Verputzte weiss Streichen und die Balken farbig absetzen
(und das ganze natürlich innen und aussen)

Ich suche mir die Finger wund und habe keine Ahnung von Kasein und Kalk und Silikat und so weiter.
Könnt Ihr mir etwas empfehlen, sodass das Fachwerk nicht zu Schaden kommt?
Vor allem der Putz oder Gips wie auch immer ist für mich ein Rätsel, hab gehört Putz hält auch nicht so ohne weiteres auf Lehm ????!!!! AHHH es ist eine Wissenschaft



KnusperknusperLehmhäuschen



Hallo
die alten Gefache wenn sie zu wackelig sind ausbauen und den Lehm und die "Holz-Stecken" aufheben. Den Lehm mit Wasser einweichen. Reperaturgefache mit wenig Schäden mit dem alten Lehm reparieren.
Bei Claytec z.B. einen Lehmmörtel und Leichtlehmsteine kaufen und die leeren Gefache damit ausmauern.
nach dem Trocknen dann mit 2 -3 lagigem Kalkmörtel (z.B. der Firma www.solubel.de) die Gefache verputzen.
Innen kann man / frau auch Lehmputz nehmen - was ich in Verbindung mit einer Wandheitung machen würde - wenns denn eine Wohnung werden soll!
Auf den frischen Kalkputz dann die Kalkkaseinfarbe oder nur Kalkfarbe.

So einfach kann das (in kurzen) Worten sein!
In Wirklichkeit ist es zwar auch so einfach aber halt mit etwas Zeit und Mühe und Erfahrung zu schafffen.

Gips würd ich nicht nehmen - ebenso wenig irgendwelche Kalkmörtel mit Anteilen von Zement.

Und das ist keine Wissenschaft!

"Just do it" "you can do it easy"

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



Tohuwabohu



WARUM?
ich würde Ihnen gerne a) die Gefache wieder reparieren soweit es geht
b) die Gefache komplett verputzen und
c) das Verputzte weiss streichen und die Balken farbig absetzen
(und das ganze natürlich innen und aussen)
Und das ist keine Wissenschaft!

"Just do it" "you can do it easy"
Spaß beiseite, natürlich ist das alles mit einem gewissen Aufwand und fachlicher Kenntnis verbunden, das kann man nicht mit ein paar Schlagwörtern abhandeln.

Am besten suchen Sie sich einen vertrauenswürdigen Partner in Ihrer Region, welcher sich mit solchen Dingen auskennt (die Handwerkskammer hat meist einen Link für Betriebe und Berater in Ihrer Nähe), holen sich diesen auf die Baustelle, dort kann Vor Ort erörtert werden, wie die Ausführung zu gestalten ist.
MfG



Wenn das liebe Geld nicht wäre....



Das ist vollkommen richtig, ein Fachmann ist natürlich immer die ideale Lösung. Allerdings ist mein Budget nicht sehr gross, und ich würde gerne das in self-made gesparte Geld lieber für passende Baumaterialien einsetzen....
Ich habe mittlerweile mit Fachleuten gesprochen, die sich jedoch alle fachlich ein wenig unterscheiden. Egal, ich werde versuchen mit Kalkputz zu arbeiten, mache mir nur noch Gedanken über die Verarbeitung(squalität), da ich mit Kalkputz wenig Erfahrung habe.



Ich habe dazu eine Problemüberschau



auf dem Link:


Wissenswertes zum Kalk und die typischen Fehler


Vielleicht hilfts ein bißchen weiter.

Viel Erfolg!



Zum Link:



ich denke, da hat sich der RICHTIGE Fachmann eingeschaltet!
Auf der Homepage von Herrn Fischer finden Sie wirklich alles gute (und schlechte) zum Thema, großes Lob hier nochmals an Herrn Fischer, Seine Homepage ist mittlerweile zu meiner Lieblings-Bettlektüre aufgestiegen und hilft vor allem im Gespräch (und der Auseinandersetzung) mit anderen FACHLEUTEN! mit guten und standfesten Argumenten weiter!!!
Prädikat:Sehr empfehlenswert!
Zum Budget: bei uns schickt die Handwerkskammer sowie die Beratungsstelle für Denkmalpflege (meist Kostenfrei ,nach Absprache abklären)einen Kompetenten Berater für solche Probleme raus, mal probieren, eine Beratung kann auch bei der Selbstausführung helfen; ebenso können Workshops oder Fachseminare (s.o.) zum Thema Kalk und Lehm gerade bei Selbstbauern unheimlich weiterhelfen, da einem dort auch kniffe und Umgangshilfen mit dem Material vermittelt werden können und auch Alternativen zu Fertigproduktherstellern gegeben werden.
Ich selbst bin gerade ein Konzept für einen solchen Workshop für das Wintersemester am ausarbeiten, da mir aufgefallen ist, das gerade mit Lehm der Wunsch zum Selbstausführen da ist, aber die Angst vor dem Material(warum nur einmal?) zu groß ist, und deshalb doch wieder auf konventionelle Baustoffe (weil einfach und I...sicher)zurückgegriffen wird. Ich erhoffe mir, das bei einem solchen Workshop der Umgang und die Verarbeitung etwas erleichtert wird.

Viel Glück beim Stöbern,weiterhin viel Spaß beim bauen,
MfG A.Fenzke