Geeignetes Material als Hofbelag

23.02.2018 Michael F.



Hallo,
zwischen unserem Wohnhaus und der Scheune liegt ein dreieckiger Hof, ca. 150m², Gefälle zu einer gepflasterten Rinne vor der Scheune.
Aktuell ist der Hof unbefestigt, Felsenkies, Schotter, Reste vom Estrichsand, gewachsener Boden.
Im Winter, besonders wenn´s gefroren war und anschließend Regnet ist das ne rechte Sauerei und es wird viel Dreck mit die Treppe hochgetragen.
Den kompletten Hof zu Pflastern ist aktuell weder zeitlich noch finanziell drin.
Vorstellbar wäre aber, den Materialmix z.B. 10cm abzutragen und mit geeignetem Material wieder aufzufüllen und ggfs. zu verdichten.
Ziel wäre, eine einheitliche Fläche zu erhalten, die bei Regen nicht zu Matsch wird, also entweder entsprechend verdichtet ist oder durchlässig.
Habt Ihr eine Idee, am besten mit Erfahrungswerten, welches Material hierfür geeignet wäre?
Der Hof wird als PKW Stellplatz genutzt und gelegentlich mit dem Traktor befahren.

Danke & viele Grüße
Michael



Schotter



geht immer, das hat man früher so gemacht. Das hält so 5-10 Jahre und das hattest du ja wohl auch als Belag. Je nach Nutzung spült es Dreck rein und irgendwann sollte es ausgewechselt werden. Aber da sollten 5 cm reichen.

In guten englischen Filmen kann man auch Kies sehen. Aber ich vermute, dass man dazu auch ne Truppe von Gärtnern haben sollte die sich um das Unkraut kümmern.



Gefälle bei Schotter / Split



Hallo und Danke für die Rückmeldung!

Gibt es da Richtwerte ab welchem Gefälle so ein Belag (ich denke bei Schotter spricht man von "nicht bindig") in´s Tal abwandert?
Es gibt ja solchen Wabenmatten und Gitterelemente, aber wenn ich´s nicht brauch, möchte ich´s auch nicht kaufen und einbauen.

Danke & schönes Wochenende!

Michael



praktische Erfahrung



In meinem Elternhaus war das so gemacht. Es hat funktioniert, es wurden aber jeweils nur einige Zentimeter aufgeschüttet. Die Fläche hatte ein Gefälle von rund 2% und gegen die Straße waren es auf die letzten 5 Meter etwa 6%. Da wandert dann schon das Material nach unten. Das lässt sich jedoch mit einem kräftigen Besen ausgleichen. Der Schotter verzahnt sich mit dem Untergrund. Abhängig vom Untergrund, dann so viel aufbringen, damit der Dreck nicht mehr nach oben wandert.

Ich würde es nicht mehr machen und auch dort ist inzwischen der gesamte Bereich gepflastert. Es ist eben eine sparsame Möglichkeit, die den Hof nicht komplett versiegelt.



schotter



ist da schon die richtige Wahl aber die Aktion macht erst sinn wenn der Boden aufgetaut ist sonst macht ihr das Zweimal..
Schotter einplanieren geht nicht bei Frost..
greets Flakes



Frost ....



Guten Morgen,

klar wird das erst angegangen wenn die Temperaturen wieder angenehmer sind. Bei dem Wetter schmeckt ja nicht mal das Feierabendbier.

Bei heute morgen -9°C hätte ich wohl Mühe den jetzigen Belag abzutragen.

Hat hier jemand Erfahrungen mit "Kieswaben KW50"? Das ist wohl zur Stabilisierung von Kies etc. und wird aus Geotextil hergestellt, stelle ich mir zum Verlegen recht einfach vor. Das Befüllen könnte aber schwierig sein.

Danke & viele Grüße
Michael



Schotterplanum



erstellen, würde ich ohne diese Waben,dafür aber mit einer Seitlichen Randeinfassung (Rückenstütze),einbauen.
Um solche Waben Vernünftig einzubauen braucht man schon ein Bestehendes Planum ,welches dann ja auch gleich bepflastert werden Könnte ,also irgendwie Doppelte Arbeit..

Das Ihnen das Schotterplanum nicht den Hang Runterspült dafür reicht eine "Rückenstütze" aus Magerbeton,an allen offenen Schotterflanken..
Nur wenn die Schotterfläche Seitlich begrenzt ist bleibt sie liegen,mit oder ohne Waben aus Geotex..
greets Flakes..



großes Gefälle



sollte das Gefälle recht groß sein, ist es sinnvoll Querentwässerungen einzubauen. Ich habe alte Feldbahnschienen an der Sohle mit Flacheisen im Abstand von ca 8cm verschweißt.Bei Starkregen wird das Wasser gut abgeführt. Als Belag habe ich übrigens sog. Frostschutz ( Mineralgemisch) direkt aus dem Steinbruch verwendet -läßt sich gut abrütteln. Einziger Nachteil: Gerade im Winter beim Schneeschieben stören die größeren Brocken, die sich im Laufe der Zeit nach oben arbeiten.