Bauernhaus Baujahr 1815 abreißen lassen.

28.08.2010



Hallo liebe Forumsgemeinde,

dies ist mein erster Beitrag, da ich mich bereits seit mehreren Jahren mit dem Gedanken beschäftige, das alte Bauernhaus meiner Großeltern aus dem Jahr 1815 abreißen zu lassen.
Folgende Situation hat sich seit 1960 entwickelt. Nachdem meine Großeltern an das alte Bauernhaus einen Neubau angebaut hatten und auch in diesen eingezogen sind, wurde das ehemalige Bauern-Wohnhaus nur noch zur Viehhaltung genutzt. Dementsprechend waren natürlich auch die baulichen Erhaltungsmaßnahmen eher spärlich. In den letzten 20 Jahren wurde dann nach dem Tod meiner Großeltern gar nichts mehr an dem Gebäude getan. Ich habe ab 2004 das Wohngebäude meiner Großeltern komplett umgebaut bzw. saniert und hänge nun noch an dem alten Bauerngebäude. Sukzessive stellen sich jetzt natürlich nach und nach gravierende Bauschäden ein und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Teile des Gebäudes auch in Ihrer Standsicherheit beeinträchtigt werden. Von daher steht die Entscheidung Abriss nun doch schon länger fest. Die Bausubstanz und auch die enorme Größe des Gebäudes machen auch eine Sanierung bzw. Umbau absolut unmöglich. Das Gebäude hat eine Dachfläche von ca. 1000 m². Abrissbagger her und Weg damit wäre natürlich die schnellste und einfachste Lösung, damit bin ich aber nicht sonderlich glücklich. Am liebsten wäre mir, jemand würde sich das Gebäude zurück bauen und das Fachwerk und alles andere brauchbare heraus holen. Jetzt meine Frage: Gibt es irgendwelche Börsen wo man solche Gebäude anbieten könnte? Gibt es noch interessante alternativ Möglichkeiten?
Ich freue mich auf einige Antworten und eine angeregte Diskussion.

MfG

Christian Sander



Unternehmerverband Historische Baustoffe



Sie können sich auf der Seite des UHB eine nahe liegende Firma heraussuchen, es gibt aber auch andere Wiederverwender wie z.B. Herr Blöcher in Lemgo, der das nötige Besteck für solche Happen hervorziehen kann.
Allen gemeinsam wird die Frage nach der Menge, Qualität und Bergungskosten der Baustoffe sofort auf der Zunge liegen. Eine Grobeinschätzung der Abbauwürdigkeit/Kosten kann mit aussagekräftigen Bildern gelingen. Aber die Arbeit, Logistik und Mannstunden ist erheblich und die Aufmerksamkeit bei der Bergung natürlich eine ganz andere als bei einem Abriss. Auch ist die Nachfrage nach solchen Baustoffen schwankend und selten genug passt das Angebot dazu: Ich will nur die Erwartungen etwas dimmen, denn oft genug ist auch bei einem Rückbau mit Bergung kein Nulltarif realistisch.



guck mal da :



http://bauernhausboerse.minden-luebbecke.de/

besten Gruß aus Minden - Meißen

Jürgen Kube



Gute Ratschläge



Danke für die Tipps. Die Resthausbörse war mir auch schon ein Begriff. Muss dann wohl einmal da intensiv nachforschen.