Dach neu decken, dämmen, Gaube, Dachfenster

13.07.2009 Gerald



Hallo an die Experten,

ich bin neu hier, lese aber bereits seit einer Weile mit.

Als nächste Aktion steht bei mir das Umdecken / Dämmen des Daches an. (Doppelhaushälfte BJ. 1910, Mansarddach mit zwei Giebeln und 'Höhensprung', Grundriss 2.5° schief)

In diesem Zusammenhang möchten wir eine Gaube (Breite ca. 2m) errichten lassen. (Bauvoranfrage ist positiv beschieden)

Die Gaube soll auf der Hofseite (Norden) entstehen. Es handelt sich um ein Pfettendach mit Mittelpfette. Sparrenlänge ca. 5m. Für die Gaube würde ich gern die Mittelpfette auf der Nordseite zumindest im Bereich der Gaube eliminieren.
Da die Sparrenhöhe für eine ausreichende Dämmung nicht ausreicht, gehe ich von einer Aufdopplung, bzw im Bereich der Gaube von neuen Sparren aus.

Um nach der Dämmung die Treppe nicht auf allen Vieren benutzen zu müssen, gehe ich von zwei Dachflächenfenstern übereinander im Laufbereich aus. Weiterhin planen wir auf der Südseite ein Dachflächenfenster mit Rolladen.

Die Nutzung soll als 'Bibliothek' erfolgen.

Den Dachaufbau stelle ich mir wie folgt vor:

Fermacell > Lattung > Klimapappe > Balken + Dopplung / Einblasdämmung > Holzweichfaserplatte > Lattung > Ziegel

Im Bereich der Mansarde geht das so natürlich nicht, da Dampfbremse von aussen eingebracht werden muss, aber sinngemäß.

Meine Fragen:
- 1.) Einblasdämmung Zellulose oder Holz? Welche Vor- Nachteile gibt es zu den verschiedenen Anbietern bzw. zwischen Zellulose und Holzfaser?
- 2.) Ziegel: Biber wird glaube ich unnötig schwer und teuer. Daher normale Ziegel. Frage engobiert oder natur, welche Form bzw. Hersteller? Vor und Nachteile?
- 3.) ist der Aufbau so prinzipiell in Ordnung, oder gibt es bessere Alternativen? (Ich bin gegenüber verschiedenen Kunststoffen eher skeptisch bezüglich der Haltbarkeit. Eine Noname blau beschichte Gewebeunterspannbahn zerfällt im Bereich eines reparierten Kehlbalkens nach zehn Jahren beim Angucken zu Staub.)
- 4.) Dämmstärke. Mir wurde ein Aufbau mit 20cm empfohlen (der neuen Verordnung entsprechend) Mir ist der sommerliche Wärmeschutz fast wichtiger als die perfekte Mütze im Winter. Gilt hier: viel hilft viel?

Im Bereich der beiden Giebel besteht derzeitig eine Styroxxx-dämmung. Die möchte ich abnehmen lassen und durch einen passenden Aufbau ersetzen lassen (innen nach aussen: Fermacell > Lattung > Klimapappe > Einblasdämmung zwischen den Holzständern > bestehende Bretter > Holzweichfaser > Schiefer

- 5.) macht hier eine Faserplatte Sinn oder besser Holz?

Schornstein muss erhöht werden und zumindest die Fugen müssen gemacht werden.

- 6.) sichbarer Klinker mit Blechanschluss oder Schieferverkleidung?
Eigentlich finde ich Klinker optisch ansprechend, allerdings frage ich mich, wie ich ein Versagen der Abdichtung bemerke, ausser zu spät.

Für entsprechende Antworten oder auch Empfehlungen bin ich dankbar.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerald



Das genzt ja schon fast an eine Komplettberatung



Grundsätzlich ist auf jeden Fall der Statiker gefordert, der Statik und Wärmeschutz abklärt.
zu den Fragen:
Beim Dachaufbau fehlt die Konterlattung
1) Soweit ich informiert bin, ist die Zellulosedämmung vom Dämmwert (040) besser. Die Holzdämmung ist schwerer und sowie vielleicht beim sommerlichen Wärmeschutz besser. Ich bevorzuge Zellulosedämmung, weil sie aus meiner Sicht beim Einbau unkomplizierter ist (ich habe aber erst einmal holdämmung einblasen lassen), sie dürfte auch um einiges preiswerter sein.
2) Ziegelform nach den örtlich üblichen Ziegeln richten, ebenso bei der Farbe. ich verarbeite gerne Flachdachziegel, wenn sie in die Örtlichkeit passen. Bei der Farbe ist noch darauf zu achten, dass die Ziegel nicht glänzen, da dies eine nicht zu unterschätzende Belastung für Nachbarn und Umwelt ist. Nicht nur glasierte ziegel glänzen, es gibt mittlerweile auch engibierte Ziegel, die von der Blendwirkung bei Sonneneinstrahlung wie glasierte Ziegel wirken.
3) Aufbau in Ordnung, aber die Konterlattung fehlt.
4) Die Energieeinsparverordnung muss eingehalten werden. Den sommerlichen Wärmeschutz kann man durch schwerere Dämmungen verbessern. Evtl. durch Holdämmung, oder aber indem man für den äußeren Abschluss eine dickere Holzfaserdämmplatte benutzt.
5) Schiefer auf Holzweichfaser geht nicht. Außerdem ist es besser die Schieferfläche zu hinterlüften. Wie gut ist die vorhandene Verbretterung? Man könnte darauf eine Konterlattung zur Hinterlüftung und dann neue Verbretterung einbauen und darauf den Schiefer.
6) Wenn die Giebel verschiefert sind, passt beim Schornstein auch gut eine Verschieferung. Dies ist sicher unkomplizierter wie eine Verklinkerung, die eine entsprechende Abfangung benötigt und dann bzgl. der Dämmanschlüsse wieder komplizierter wird.



Gaube bauen



ja ja,
Komplettberatung ist gut. Ich will aber mal mit dem Grundlegenden, der Dachkonstruktion, beginnen:
"Mittelpfette durchsägen", das klingt nach statischem Komplettumbau.
Die Standardkonstruktion ist die, daß man die Sparren der oberen Dachhälfte über die Pfette hinaus verlängert, die dadurch zu Gaubensparren werden. Das sieht elegant aus und sichert die notwendigen Höhen. Wenn das nicht geht oder so nicht gewollt ist,kann man noch separate Gaubensparren in geringerem Neigungswinkel verwenden. Ersteres sieht m.E. aber besser aus.

Grüße vom Niederrhein



Als



Bauherr wird man von der Auswahl und Formen der Ziegel erschlagen.Farben , Formen und und und.
Es gibt Weichbrände und Hartbrände.Natürlich empfehle ich immer Hartbrand.Ist aber teurer.Glasuren neigen zu Krakeln ( Risse) ist aber normal.Glanzengoben sind auffällig auf dem Dach durch den seidenglanz.Der eine mag es der andere nicht.
Naturton neigt zur Vermoosung,mag auch nicht jeder.
Lotusefekt (Erlus)ist noch nicht ausgereift und teuer.
Also wenn Sie was sehr gutes auf dem Dach als Ziegel wollen dann währe ein Meyer-Holsen oder ABC Teuto das richtige.
Einige der wenigen die Hartbrandziegel erstellen.
Natürlich gibt es noch andere werden die Unken schreiben.
Aber jeder Meister hat seine Lieblinge.



Kein Berater vor Ort?



Das eliminieren der Mittelpfette sollte wohl ein Statiker absegnen

zu 1 Der Unterschied zwischen beiden Dämmungen ist nich gross, beide haben WLG 040, Zellulose wird mit ca. 55kg / m³ im Dach eingeblasen und die Holzfaser mit ca. 35-45 kg/m³

zu 2 Die Art der Ziegel hängt weitgehend vom Bauherr selbst ab, Hersteller und Oberfläche sind bei allen Herstellern ähnlich und schenken sich qualitativ nicht viel.

zu 3 Aufbau ist soweit OK

zu 4 Dämmstärke hängt von Vorgabe der EnEv ab. Sommerlicher Hitzeschutz wird durch Dämmstoffen mit hoher Masse positiv beeinflusst.(z.B.Holzweichfaser, Dämmstoffe mit Volumengewicht von ca. 80-120 kg / m³)



Ihre



fachliche Erfahrung in Sachen Tonziegel bestätigen meine Auffassung zum Thema Seiteneinsteiger " Ich kann alles".
Es gibt Große Unterschiede bei Dachkeramiken.
Bei Oberflächen und Brände.Nehmen Sie eine Holsen Keramik in die Hand und dagegen einen Laumanns zum Beispiel.
Das können auch Sie als Baufachman.



Womit wir bei der



Frage wären, welches ist das beste Auto, jeder Meister hat seine Lieblinge, also wo liegt das Problem?



Vielen Dank für die Antworten,



ich versuche keineswegs eine Komplettberatung abzustauben, sondern die verschiedenen Info's aus Beratung bzw. Gesprächen einzuordnen.

Der Schornsteins ist gemauert und die Frage ist, wie zuverlässig die Anbindung eines nicht verkleideten Schornsteins ist. Wenn da etwas undicht wird, bekomme ich das auf Grund der Dämmung erst mit, wenn Schaden entstanden ist. Daher die Überlegung einer Verkleidung, und wenn dann Schiefer.

Bezüglich der Gaube und der Mittelpfette habe ich eine Skizze beigefügt. Ich habe Aussagen erhalten von: bei der freien Länge kein Problem mit neuen Sparren, über Statiker nötig bis zu geht gar nicht. Es geht um eine neue Gaube um das Dach oberhalb der Mansarde besser nutzen zu können. Natürlich ist eine Gaube keine Schönheit, aber die Gartenseite ist kaum einsehbar.
Die alten Sparren sind 9x11, die Mittelpfette 14x14 bei einer freien Länge von 3,6m.
Ich frage mich auch, ob es auf Gaube oder Mittelpfette hinauslaufen muss, oder ob man die Anbindung an den Auflagern aussteifen kann und die Gaube in den Kraftfluss mit einbinden kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerald



@Kehl



der Zahn hat recht.Ein paar Ziegel legen macht noch kein Fachman aus Ihnen.Sie langweilen mich mit Ihren Wiederholungen und immer den selben Bildern.
Altes Haus
Die Anbindung eines unverkleideten Kamines an die Dachhaut bedarf regelmäßiger Wartung.
Ein geschalter und verkleideter Kamin ist wohl die sicherste Lösung.



neue Sparren



mit einer Länge von ca. 4,0 m sind machbar.
Aber mit einer solchen Aussage kann man noch nicht viel anfangen.
der Dachstuhl ist mit ziemlicher Sicherheit veränderbar, aber wie dieses konkret aussieht, kann von heiraus nicht beurteilt werden. Ich rate dazu einen Statiker zu befragen und rechnen zu lassen. Er oder Sie wird mit Sicherheit auch mehr als eine Lösung für diese statische Aufgabe finden.
.
Die geplante Gaube scheint mir tatsächlich keine schöne Lösung zu sein. Aber auch hierfür müsste man mehr von der Örtlichkeit wissen. Und ein Gebäude sollte auch an den Stellen, die nur schlecht einsehbar sind, gefällig aussehen.



@ Skupke



am besten ohne Worte



Gaube



Mal ein klares Wort: die Tragfähigkeit von Baukonstruktionen ist rechnerisch nachzuweisen. Ob Sie das selber machen oder ein Statiker ist letztendlich egal, aber machen Sie es !

Mein erster Eindruck: die unterdimensionierte Konstruktion ist so nicht verwendbar.

Grüße



Das



trifft bei Dir zu Kehl.Lass es lieber.



@ Skupke



Sie sind ein Mann nach meinem Geschmack, Sie stehen für Ihr Handwerk. Das habe ich schon gemerkt es sollte mehr von Ihrem Schlag geben.

Grüsse HP



Ich



versuche nur Tips und einige Sachen aus meiner Erfahrung als Dachdecker weiter zu geben.
Genauso wie ich es bei meinen Lehrlingen mache und gemacht habe.Da kommen diverse Sätze von diversen Fachleuten die noch nicht mal Ausbilden dürfen weil die das Handwerk des Dachdeckers noch nicht mal gelernt haben nicht gut an bei mir.Soviel da zu HP.



Solche Meister wie Sie gibt es nur noch wenige



Aber leider gibt genügend Betriebe, die Ausbilden dürfen aber es nicht können, ein Bekannter von mir ist ein solcher Fall, da bildet sein Altgeselle die Lehrlinge aus, wenn er tun würde wäre wohl Chaos angesagt.
Sie sind zumindest bereit etwas aus Ihrem Erfahrungsschatz auch an Interessierte weiterzugeben, das ist selten und kommt bestimmt gut an.
MFG HP



Hallo,



ich kenne zwar die Hintergründe des kleinen Disputs nicht, für mich sind jedoch die Erläuterungen von Herrn Skupke zu den verschiedenen Ziegeln sehr interessant und hilfreich.

Den Kommentar von Herrn Beckmann mit der unterdimensionierten Konstruktion verstehe ich nicht.
Meine Skizze zeigt den Ist-Zustand und deutet an, wo die Gaube hin soll.
Eine Aussage in einem Gespräch war, wenn die Sparren im Bereich der Mittelpfette bzw. Gaube nicht aufgedoppelt werden, sondern durch neue, der Dämmstärke entsprechend dimensionierte, ersetzt werden, wäre es bei der Länge kein Problem.

Natürlich ist eine entsprechende Nachrechnung sinnvoll, entweder durch den Handwerksbetrieb oder Architekt / Statiker (je nach dem mit wem und wie ich jetzt zum Erstellen und Einreichen des Bauantrags komme).
Eine Frage nach der Meinung bzw. Erfahrung der Praktiker sollte erlaubt sein.

Mit freundlichen Grüßen,
Gerald



Hallo altes Haus,



Das sind irgendwie Befähigungsnachweiss quengeleien. Da brauchst Du Dir nichts bei denken, das sind kindische Streitereien wo sich der eine vom anderen auf den Schlips getreten fühlt, wenn man nicht der jewewiligen gleichen Meinung ist. Das ist normal hier. Einfach nicht beachten die beruhigen sich auch wieder.

Grüsse Role



Ohne Befähigungsnachweiß



gibt es keinen Ausbildung und ohne Ausbildung keine Fachhandwerker.Sondern nur Hafensänger die meinen alles zu können und zu wissen.Schlauberger.



Also doch Kindergarten?



Ich dachte immer, das Forum hier wäre ein Diskussionsforum mit hohem Niveau, bei denen ich Meinungen lese, die mir helfen meine Fragen auch mal von einem anderen Licht zu sehen.
Die Respektlosigkeit und der rauhe Umgangston der hier teilweise herrscht finde ich sehr unangenehm und unangebracht. Ich möchte hier auch an diverse Forenregeln und Etikette erinnern.
Sollte mein Beitrag für Sie Herr Skupke ehrverletzend gewesen sein, so entschuldige ich mich hiermit höflichst. Aber gestatten Sie mir bitte eine Frage, würden Sie auch so mit Ihren Architekten, Kunden, Partnern etc. reden?

MFG Role



Rauher



Umgangston?Ja gut in einem Krankenhaus wird anders gesprochen.Aber wir sind hier ja nicht auf der Baustelle.
Muß ich Ihnen Recht geben.
Respekt habe ich nur vor Leuten die auch was geleistet haben wie z.b den Befähigungsnachweiß.
Respektlos gegenüber bin ich nur Leuten die meinen alles zu können und wissen und in diesem Forum schlaubergern müssen damit man doch vieleicht einen Auftrag bekommen könnte.
Aber nun ist mal gut.Ich habe viel Arbeit.
Schönen Tag noch.



Hier kloppt wohl



eener tüchtich uff'n Busch. Typisch für kleene Krauter die schwammige Aussagen als Fachkompetenz verkaufen wollen.
Schimpfen dürfen se erst wenn se selbst perfekt sind.
So muss jeder denken, dass Sie nicht mal Fragesteller ernst nehmen.

DDM Marc



Als



Kleinkrauter betrachte ich mich nicht.
Ich hab eine gesund Betriebsgröße und genug Fachwissen.
Und verkaufen will ich hier bestimmt nichts.
Wer Fragen stellt bekommt auch Anworten.
Auch eine Ich-AG.



@Skupke



Laß Die doch schreiben.Wie man sieht bist Du in Deinem Job erfolgreich und hast genug Arbeit.
Mehr braucht man nicht als Handwerker oder?



Hast recht!



Ich kann sehr gut von leben.
Und ich schreibe nicht mit Dialekt.Haha