Gartengestaltung rund ums Fachwerkhaus – das passt dazu

AbbildungAbbildung 1: Ein Fachwerkhaus hat einen ganz eigenen Charme. Um diesem gerecht zu werden, sollten auch die Außenanlagen aus Holz sein. Für die Terrasse eignen sich Holzarten wie Robinie und Eiche. Das Mobiliar auf der Terrasse könnte auch aus Teakholz sein.

Das Holz, das für die Fachwerk-Optik sorgt, kann ganz unterschiedlichen Ursprungs sein. Das traditionelle Fachwerk stammt häufig von der Stiel- oder Traubeneiche, heißt es vom Arbeitskreis Fachwerk. Doch auch Eichenholz kann eine gute Wahl fürs Fachwerk sein, denn es ist hart, tragfähig, stabil, langlebig und lässt sich gut verarbeiten. Nadelhölzer wie etwa Fichte, Tanne, Lärche und Douglasie warten mit vielen Vor- aber auch Nachteilen auf. Die Wahl des Fachwerk-Materials muss sicherlich zunächst mit Blick auf den Hausbau oder die Haussanierung erfolgen. Steht das prachtvolle Fachwerkhaus, ist es Zeit, sich über die passende Gartengestaltung Gedanken zu machen. Einige Inspirationen dafür hält dieser Beitrag bereit.


Holzterrasse ja – aber auch hier stellt sich die Materialfrage

Abbildung 2: Eine Holzterrasse unterstreicht den natürlichen Charakter der Fachwerk-Optik optimal. Eiche und Robinie sind für den Terrassenboden besonders geeignet, denn sie haben die beste Dauerhaftigkeitsklasse.

Natürlich passt eine Holzterrasse gut zur Optik eines Fachwerkhauses, nur stellt sich auch hier die Frage: Welche Holzart soll es denn sein? Eine Option ist es sicherlich, die Holzart für die Terrasse nach der Holzart des Fachwerks auszuwählen. Darüber hinaus empfehlen Holzexperten, sich für eine Holzart mit der Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 zu entscheiden, wenn die Holzterrasse kein Dach hat.

Auch diese Holzcharakteristika sind zu bedenken:

  • Eiche ist durch die Dauerhaftigkeitsklasse 2 grundsätzlich gut geeignet, um daraus eine Terrasse zu fertigen. Die Farbe variiert von Graubraun bis Rötlichbraun und dunkelt über die Jahre hinweg nach (ebenso wie das Fachwerk aus Eiche es tun könnte). Das Kernholz empfiehlt sich durch seine witterungsfeste Art; das Splintholz hingegen ist bei Pilzen und Insekten sehr beliebt und braucht deswegen gute Pflege.
  • Auch die Robinie besticht mit einer sehr guten Dauerhaftigkeitsklasse von 1 bis 2, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Die Robinie ist klein, was bedeutet, dass aus den Stämmen nur kurze Stücke zu bekommen sind. Wer seine Terrasse nicht stückeln möchte und viel Fläche zu verlegen hat, muss diese Eigenart bedenken. Auch die Farbe ist gewöhnungsbedürftig. Gelb-Oliv bis Hellbraun ist das Kernholz, wenn es frisch ist. Es wird über die Jahre hinweg Gold-Braun werden.

Andere Holzarten sind hingegen eher weniger für den Terrassenboden geeignet, denn es mangelt an der Dauerhaftigkeitsklasse, was bedeutet: Unter Dach sind sie verwendbar, unter freiem Himmel eher weniger.

Die Douglasie ist zwar fest, aber nur mäßig witterungsbeständig. Der Vorteil ist, dass die Douglasie astfrei und das Kernholz insektenfest ist. Ebenso wie die Douglasie kommen auch Fichte und Kiefer nur auf eine Dauerhaftigkeitsklasse von 4. Wer unbedingt diese Holzart für die Terrasse nutzen möchte, muss das Holz mit einer guten Imprägnierung versehen. Kiefer und Fichter sind nämlich besonders anfällig für Pilze, Insekten und Würme. Zudem ist die Splittergefahr hoch. Die Lärche hat einen ungewöhnlichen Farbton, denn aus dem Rotbraun wird über die Jahre hinweg ein Grau, das schnell verwittert aussehen könnte. Die Lärche hat zwar nur eine Dauerhaftigkeitsklasse von 3 bis 4, ist aber dafür durchaus zäh.


Sitzgelegenheiten aus Holz? Aber natürlich!

Abbildung 3: Teakholzmöbel passen wunderbar auf die Terrasse vor einem Fachwerkhaus. Das wertvolle Teakholz aus Asien ist ebenso robust wie die Eiche

Stimmig von A bis Z wird der Gartenbereich, wenn nicht nur die Terrasse aus Holz ist, sondern auch die Gartenmöbel, die zum Verweilen einladen. Besonders zu empfehlen sind für diesen Zweck robuste Teakholz-Gartenmöbel. Warum sich Teakholz für die Sitzgruppe empfiehlt, wird mit Blick auf die Holzeigenschaften schnell deutlich, denn Teak hat ähnlich feste Eigenschaften wie die Eiche. Es lässt sich gut verarbeiten, ermöglicht das Anlegen von glatten Kanten und Flächen und ist gut zu kombinieren mit Hartmetall. Gegen Pilze und Insekten ist Teakholz sehr resistent. Im Garten- und Landschaftsbau ist Teakholz besonders beliebt, weil es das Konstruieren erleichtert und darüber hinaus noch besonders dekorativ ist. Nicht nur für die Sitzgruppe auf der Terrasse, sondern auch für eine Parkbank ähnliche Konstruktion unter großen Bäumen im Garten, vor der Haustür oder mit Blick auf ein Blumenbeet eignen sich Teakholzmöbel ganz besonders gut. Ursprünglich stammt das Holz aus Asien. In Indochina, Burma und Indien wächst das als sehr wertvoll geltende Holz. Der Preis für den Rohstoff ist abhängig davon, wo die Bäume wachsen – und wie lang. In der nachhaltigen Bewirtschaftung dauert es 100 Jahre bis der Baum mit der botanischen Bezeichnung Tectona grandis in den Monsunwäldern ausgewachsen ist; auf Schnellwuchsplantagen wird dieser Zeitraum auf einen Bruchteil verkürzt. Die Wuchsdauer schlägt sich direkt auf die Dauerhaftigkeit des Holzes nieder. Splintreich und weniger dauerhaft ist das jüngere Teakholz.

Deko-Tipp: Besteht das Teakholz-Mobiliar aus einem Mix aus Teakholz und Edelstahl, kann diese Materialkombination Einfluss auf die weiteren Deko-Elemente im Garten haben. Edel und modern mutet die Kombination aus Edelstahl und Teakholz an, robuster und traditioneller wird die Sitzgruppe, wenn zum Teakholz geschmiedete Eisenteile kombiniert werden. Der Optik verleiht die Kombination aus Stahl und Holz einen ganz besonderen Touch. Pflanztröge, Vogelhäuser, Beeteinfassungen und Lichtquellen im Garten, die in derselben Materialoptik gewählt werden, lassen den Garten zu einem stimmungsvollen Gesamtwerk werden.

Abbildung 1: pixabay.com © Comfreak (CC0 Public Domain)
Abbildung 2: pixabay.com © Buecherwurm_65 (CC0 Public Domain)
Abbildung 3: pixabay.com © rhyslud (CC0 Public Domain)