Falsche Entwässerung der Straße und des Gehweges. Großes Problem.

03.08.2009



Ich wende mich heute mit einem großen Problem an die Runde und hätte gerne mal Eure Meinung dazu gehört.:
Beim Bau des Bürgersteiges ist mein Haus (Damals noch nicht in meinem Besitz)auf der rechten Seite ca 60cm eingebuddelt worden. Ich gehe davon aus, dass man Anfang der 60 Jahre mit dem Denkmalschutz noch nichts am Hut hatte.
Doch damit nicht genug.
Der Bürgersteig vor meinem Haus ist so geführt, dass das Regenwasser nicht in die Gosse läuft, sondern gegen mein Haus.
Bisher war ich im Glauben dass Dies durchaus erlaubt ist und habe es zähneknirschend hin genommen.
Nun habe ich von verschiedenen Seiten gehört, dass es planerische Grundsätze gibt, das Wasser des Bürgersteiges immer vom Haus weg leiten. Auch das wasser vom Kirchenplatz wird gegen mein Haus geleitet. Das Ganze ist nun schon seit 40 Jahren so. siehe Foto..... Der ganze Platz um das Haus sieht sch***** aus. Und nicht nur das, sondern es sind mit Sicherheit auch die Bodenbalken verfault. Ich benötige da Ratschläge und Argumente wie ich bei der Gemeinde meine Forderung nach Instandsetzung meines Hauses durchsetzen kann.



Gehweg-Entwässerung



Hallo Joerg, da das Bodenniveau so hoch ist, glaube ich auch, daß vom verdeckten Schwellbalken heute nicht mehr viel übrig ist. Das ist eindeutig ein alter Planungsfehler.
Ich würde erst einmal ein persönliches, aber friedliches Gespräch beim Bauamt suchen, um festzustellen wie die Haltung der Kommune ist. Denn schließlich entstehen ja Kosten auf beiden Seiten.
Wenn der Zustand seit Jahrzehnten der gleiche ist, dann ist heute niemand mehr direkt dafür verantwortlich, auch nicht juristisch verantwortlich zu machen. Dann wurde der Zustand damals so akzeptiert - von beiden Seiten.
Danach würde ich den schriftlichen Weg suchen, aber immer um Einvernehmlichkeit bitten. Welche Möglichkeiten es gibt müssen Fachleute vor Ort entscheiden.

Gutes Vorankommen wünscht D.Fr.



Fußweg



Eine Möglichkeit wäre der Rückbau des Fußweges bis etwa 1 m vom Haus weg; Platz genung ist ja.
So gibt es auch genügend Raum für die Sanierung der Grundschwelle.
Der dann freie Streifen kann z.B. abgesenkt und bekiest werden.(Ich würde den Kies noch tiefer setzen als auf dem Foto)
Der Abschluß des schmaleren Gehweges kann mit einem höher gelegenen Bord gestaltet werden, der das Regenwasser auf dem Fußweg lässt.

Viele Grüße





Vor ca. 5 Jahren wurde hier ein neuer Kanal gelegt. Der Bürgersteig wurde auch aufgerissen. Ich hatte mich damals mit dem zuständigen Bauamt in Verbindung gesetzt und Vorschläge gemacht. Doch der Bürgermeister sah in dem Haus auch eher "Mein privatvergnügen" statt ein erhaltenswertes Denkmal und ließ ne mickrige Drainagerinne einbauen. Der Bürgersteig wurde lieblos wiederhergestellt. Ich habe einen Bauantrag auf Nutzungsänderung des Gebäudes gestellt. Daraufhin kam vorige Woche die Denkmalpflege die jetzt wohl den Stein ins Rollen gebracht hat. Daher auch meine Bitte um Argumente.





Hallo Herr Böttcher. Genau dahin gehen meine Überlegungen auch. Es scheint die einzige Möglichkeit zu sein. Ist das Kiesbett als gute Lösung anzusehen? Hält es nicht auch zuviel Wasser am Haus?
Gruß Jörg



Was für ein Bürgermeister



Also wenn der Bürgermeister kein Interesse hat an der Erhaltung Kulturgutes was zum Stadtbild beiträgt, dann ist er falsch am Platz!



Fußweg



Hallo Jörg,
Hauptache ist, das Wasser versickert unterhalb der Fußschwelle, ob das Fundament nass oder trocken ist spielt erst einmal keine Rolle.
Deshalb sollte der Kies nur bis maximal 5 cm unterhalb der Schwelle sein, nicht höher.
Die beste Lösung wäre die Lage der Fußschwelle oberhalb des Spritzwasserbereiches, das ist hier leider nicht machbar.
Der Kies bricht zumindest das Spritzwasser, gegen Schneehäufungen nützt er nichts. Da müssen Sie im Winter für Schneefreiheit an der Schwelle sorgen.
Übrigens würde ich an Ihrer Stelle mal die genauen Grenzverhältnisse vor dem Haus prüfen.
Leider kann man die Gebäudeflucht nicht erkennen, aber
ich kann mir nicht vorstellen, das der Fußweg immer so breit war.
Durchaus möglich, das zwischen Fußweg und Haus noch ein schmales seperates Flurstück liegt.
Wenn das so ist, wäre die Frage nach dem Eigentümer und der städtebaulichen Zuordnung (bauliche Nutzung, Grünfläche, Verkehrsfläche)interessant.

Viele Grüße