Natursteinplattenweg (Frostschaden) durch Kiesweg ersetzen




Hallo zusammen!

Der Fussweg zu unserem Hauseingang besteht aus polygonalen Natursteinplatten im Mörtelbett. Verlegt in zwei parallelen Streifen aus verschiedenen Steinsorten:
Direkt an der Hauswand liegen in 1,5m Breite weisse Marmorplatten. Da diese nicht frostfest sind, haben sie in den lezten 30-40 Jahren sehr gelitten und sind nicht mehr trittsicher. (Abplatzungen, Ablösungen, ausserdem Gefälle zum Gebäude durch Unterwurzelung)
Daneben liegt ein 1,5m breiter genausoalter Streifen dunkler Platten, die bis auf die Fugen immer noch gut aussehen. Das Haus ist unterkellert (Lagerräume), aber ohne Feuchteprobleme.

Um wieder trittsicher laufen zu können und das Regenwasser wieder von der Hauswand abzuhalten möchten wir folgendes
machen:

- Marmorplatten samt Mörtelbett entfernen
- Wurzeln kappen bzw. ausgraben
- Boden mit leichtem Gefälle 10-15cm abtragen und entsorgen
- Mörtelfugen des abgehenden Mauerwerks falls beschädigt neu fugen
- dicke Teichfolie ins Gefälle legen, an der Hauswand bis auf spätere Höhe)
- Kalksteinsplitt 8/16 als Gehweg einfüllen

Gibt es irgendwelche Bedenken gegen einen solchen Aufbau?

Für Korrektur oder Bestätigung dankbar
grüsst Jacob





Hallo,

soll die Teichfolie unter dem Kies für einen dauerfeuchten Zustand sorgen ?
Wenn Sie keinen wenigstens halbfesten bis steifen Boden haben, können Sie ein geotextil vorher einlegen.

Grüße



Folie



Hallo Herr Beckmann, Danke für den Hinweis!

Natürlich soll der Splitt nicht dauernass sein. :))
Ich ging davon aus, dass das Regenwasser dem Gefälle der Folie folgend abläuft. Verstehe ich Sie richtig, dass Sie das für nicht funktionierend halten?
Und dass Sie Geovlies empfehlen, damit das Regenwasser nach unten absickert?

>Wenn Sie keinen wenigstens halbfesten bis steifen Boden haben,...

Unter dem Mörtelbett liegt Sand, darunter unbekannt.

Nach allem was ich hier über den Kellerwand-Bodenbereich gelesen habe (Traufstreifen, kaum erwähnt; Dränagen, die eilfertig eingebaut nicht funktionieren; jahrzehntealte undurchlässige Böden, die hektisch aufgegraben und dann gegen ungeeigneteres Füllmaterial ausgetauscht werden usw.)
entsteht der Eindruck, dass man in diesem Bereich sehr vorsichtig sein muss, um nicht mit grossem Aufwand schlechtere Ergebnisse als vorher zu erzeugen.

Wie gesagt, der Keller zeigt bisher keine Feuchteschäden, welche Abdichtungen 1937 eingebaut wurden, ist nicht bekannt. Das Regenwasser lief jahrzehntelang auf dem Gefälle des Plattenweges ab bis die inzwischen armdicken Wurzeln eines Strassenbaumes das Mörtelbett hochgewölbt haben wodurch in den letzten Jahren teilweise Gefälle zur Hauswand hin entstand.

Ich bin unsicher ob es nicht zu riskant ist das Regenwassr künftig komplett vor der Hauswand versickern zu lassen.?

Mit freundlichen Grüssen
Jacob





Hallo,

das ist es, und Sie haben das Problem auch richtig erkannt: Wenn die Platten das Wasser abgeleitet haben, sollte es auch in Zukunft weggeleitet werden.
Wenn Sie Sandboden haben, brauchen Sie kein Geotextil. Die Versickerung wird problemlos funktionieren. Ansonsten ist die Arbeit o.K. Die Teichfolie halte ich aber immer noch für ein Problem.
Es gibt übrigens auch trittsichere Natursteine.

Grüße vom Niederrhein



Der Baum



hallo,
der Baum wird sich mit Sicherheit wehren. Gekappte Wurzel beschleunigen das Wurzelwachstum, macht der Gärtner beim Bäumeschulen zur Anregung des Wachstums. Einen Straßenbaum zu beschädigen ist auch nicht ohne, schon mal an Standsicherheit gedacht,ein Baum im Dach ist nicht viel besser als ein unterwurzelter Fußweg und das Umweltamt kann auch ekelig sein.
Uwe



Wasser ableiten, Baum berücksichtigen



@Herrn Beckmann
>Wenn die Platten das Wasser abgeleitet haben, sollte es auch in Zukunft weggeleitet werden.

Meine ich auch! Trittsicheren Naturstein kenne ich, der Streifen nebem dem untauglichen Marmor ist hochwertig und trittsicher, wir wollten aber neben der Ersparnis (Verlegung von Naturstein-Polygonalplatten im Mörtelbett,ist immerhin so ziemlich das teuerste was man sich machen lassen kann)auch mal eine andere Optik.

>Wenn Sie Sandboden haben, brauchen Sie kein Geotextil. Die Versickerung wird problemlos funktionieren.

Das finde ich jetzt widersprüchlich, wenn auch künftig Versickerung (hauswandnah) vermieden bleiben soll.

Was genau "stört" Sie denn an der undurchlässigen (Teich-)folie?


@Uwe
Hallo und Danke für den Hinweis mit den Wurzeln!
Aber soll ich hinnehmen, dass die Wurzeln den Übergang Fallrohr - Tonrohr (der vielleicht schon kaputt ist) und die Sandstein Eingangsstufe anheben. Sollte die Kürzung von Wurzeln in nur einer Himmelsrichtuing auf einem Streifen von 1.5m einen gerade gewachsenen Laubbaum gefährden?
Denkbar ist natürlich, dass ich nur wenig wegschneide und den Kies herumschütte. Ein Plattenleger würde für sein Mörtelbett und dessen Untergrund gar 30cm unter dem Bett auskoffern und Boden tauschen.

Vielen Dank & Grüsse aus NRW
Jacob





An der Teichfolie stört mich, daß Wasser darauf stehen bleiben wird, das friert im Winter etc.....

Grüße