Fußbodenheizung oder nicht?

05.12.2008



Ich wieder mal. Bin mit der Dämmung der Außenwände noch nicht sicher wie ich es angehe. Deshalb mal ein paar andere Fragen. Da ich den Boden zwischen Keller und 1 Stock neu aufbauen soll, wurde mir empfohlen, eine Dämmung und darauf die Fußbodenheizung + Estrich. Dämmung von unten nicht möglich da Keller zu flach. Desweiteren wurde mir empfohlen einen Kaminofen( kommt sowiso rein) mit Wassermantel und einen Wasserspeicher in den Keller. Hat jemand Erfahrungen ob sich so ein Ofen rechnet. Schätze er wird inkl. Anschluß 2000€ teurer sein als ein normale Kaminofen. Habe momentan nur eine Ölzentralheizumg. Achso Decke besteht aus Stahlträgern die Bogenförmig ausgemauert sind.



Gaaaanz einfach:



Meine unmaßgebliche Meinung:

1. Die Trägheit einer Fußbodenheizung ist ein Zeichen ihres Energieverschwendens. Fazit: Teurere Heizkosten, als bei offen verlegten Heizungsrohren. Havarieanfälligkeit, Kostenproblem am Ende der vorhersehbaren Lebensdauer. Die Strahlungsleistung - nach Boltzmann mit der 4. Potenz der Oberflächentemperatur zu rechnen, wird in der FBH (und in der Wandheizung) kaputt gedämpft. Energiesparen sollte man das nicht nennen ...

2. dämmen rechnet sich nie. Es sei denn, man geht mit 8 Prozent Inflationsrate in die Rechnung rein - wie es den sog. Energieberatern beigebracht wird, um ihre Kunden reinzulegen.

3. Alles lassen, wie es ist. Ist doch prima. Und spart ohne Ende Geld, Nerven, Zeit und Energie. Man könnte es auch Denkmalschutz nennen ;-)

Alternative: Geld rausbleuen für nix. Wie das geht, steht in der Immobilienbeilage des Käsblättls jeden Samstag.

Viel Spaß beim Sparen!

Konrad Fischer
Sparer



hallo rene



ich kann dir nur von meinen erfahrungen berichten, aber vielleicht helfen die dir weiter.
zu der fußbodenheizung:
ich habe in allen zimmern wandheizung ausser im bad.
dort ist eine fußbodenheizung mit fliesen. das ist super angenehm wenn man barfuss läuft (was ja im bad öfters vorkommt). alle anderen Zimmer sind mit holzboden, was auch sehr angenehm ist.
nur in der Küche habe ich Fliesen und wandheizung. das würde ich beim nächsten mal auf jeden fall ändern.
mein tip: wenn fliesen= fußbodenheizung ansonsten wand- oder normale heizung.
ich werde meine Kellerdecke isolieren, weil der keller nicht beheizt wird. ich glaube dadurch ein eine kleine verbesserung in der küche zu bekommen.

zum kaminofen:
ich habe eine Pelletheizung mit solar und 500l speicher.
den würde ich beim nächstenmal min.800l oder 1000l groß machen. von mai - oktober ist die pelletheizung aus. Warmwasser nur über solar.
leider kommt es vor, das wir auch im sommer schlechtes wetter haben und dann ist nach 3 tagen das wasser nicht mehr warm genug zum duschen (desshalb den größeren speicher).
ich bekomme in den nächsten jahren noch einen ofen mit wassermantel. du kannst dann alle zimmer beheizen nur durch den ofen. Ölheizung nur zuschalten, wenn es wirklich kalt wird.
rechne durch was öl heute kostet (ist zwar in den letzten woche wieder billiger geworden, wird aber auch irgendwann wieder teurer) und was du an kosten für Holz etc. hast.
du wirst sehen, es rechnet sich.
ich hab es mit pellets gegen holz gerechnet und selbst da kann ich noch sparen.

zum dämmen wirst du hier pro und contra hören.
ich war eigentlich auch gegen dämmung, da sie sich für mich nicht rechnete. ich habe dann aber die Wetterseite (bei uns nord und ostwand mit 5cm schilfrohrmatten gedämmt, den rest so gelassen. wir haben alles selber gemacht und dadurch sehr viel geld gespart, sonst hätte ich es nicht gemacht.
das ganze war eine enscheidung aus dem bauch raus.

ich hoffe ich konnte ein wenig weiterhelfen.
schreib mal, wozu du dich entschiedn hast.

gruß
walze



Zur Fußbodenheizung



gibt es bereits ellenlange Diskussionen hier im Forum. Ich würde mir das für und wieder einmal durchlesen.
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Ich persönlich bin aus verschiedenen Gründen gegen eine Fußbodenheizung, halte aber eine Wandflächenheizung für das beste Heizsystem überhaupt auf dem Markt, wenn man vom Grundofen absieht.
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Öfen sind von der Bauart her nicht mein Fachgebiet. Ein Ofenbauer hat mir aber einmal erklärt, dass durch an der falschen Stelle eingebaute Wärmetausche die Flammtemperatur herunter gesetzt wird. Folge sind nicht optimale Verbrennung und dadurch schlechtere Abgaswerte und mehr Ascheanfall und erhöhter Brennstoffverbrauch. Vielleicht gibt es den richtigen Fachmann für diese Fragen hier im Marktplatz.
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Ob sich Dämmen in der Geldbörse lohnt oder nicht lohnt, wäre im Einzelfall rechnerisch zu überprüfen. Energetisch lohnt sich eine Dämmung immer, wenn sie gut geplant und gut ausgeführt ist.
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Ob "alles lassen wie es ist", der richtige Weg ist, kann am besten der Bewohner selber feststellen.
- Wieviel Energie wird pro m² verbraucht? Vergleichszahlen gibt es im Internet.
- Wie kalt sind die umgebenden Wände?
- Wie kalt sind die Fußböden?
- Wieviel Geld soll investiert werden?
- Interressiert nur die Wirtschaftlichkeit oder auch die Ökologie?



Hallo



Erstmal Danke für die Antworten. Ein befreundeter Arichtekt hat mir zu dem Ofen mit Wassermantel geraten, dann aber auch mit 800 l Speicher. Wäre auch sinvoll für die Zukunft ( Solar, Wärmepumpe usw.). Bin aber dann auch wieder vom Strom abhängig. Habe ausgerechnet das ich im letzten Jahr ca. 26 l Heizöl pro m2 verbraucht habe. Deshalb werde ich die Ausenwände noch dämmen. Fenster sind schon teilweise neu und Dach habe ich gedämmt, beides dieses Jahr. Meine Fenster waren noch Einscheibenholzfenster mit Rollokasten ohne dämmung. Wegen der Fußbodenheizung werde ich erstmal hier suchen!
Mit bestem Dank
René



Nur mal ne Frage:



Haben Sie eingeputzte (Unterputz-) Heizungsrohre?



Heizungsrohre



Nein. 90 % sind im Raum frei sichtbar. Ein Rest von der alten Schwerkraftanlage d.h. sie sind auch bis 2 Zoll dick. Nur im Anbau liegen sie Unterputz.



Wieviel



Meter ca. im Anbau, wieviel etwa frei?

Bzw. wieviel qm hat der Anbau, wieviel der Hauptbau?



Warum



Der Anbau hat ca. 24 m2 und 2 Heizkörper. Vielleicht 4-5 Meter der Rest kann ich schlecht abschätzen, ca. 35 Meter.



Hängt u.a. auch von der Nutzung ab.



Ein wasserführender Kaminofen ist prinzipiell gut zur Wärmeverteilung gut geeignet. Als alleiniges Heizsystem ist er m.E. jedoch recht nutzungsabhängig. Wenn du tagsüber außerhalb arbeitest kannst du ja schlecht heizen. Somit ist die Bude erstmal kalt wenn nach Hause kommst. Ob der Speicher solange reicht? Wenn du nun den Ofen befeuerst reagiert er recht träge weil er ja den u.a. Speicher auch erwärmen muss.
Wenn du aber den ganzen tag heizen kannst ist sowas ein Teil eine feine Lösung.

Gruß Marko



Bude kalt?



Auch wenn man außerhalb arbeitet tagsüber gibt es doch Mittel und Wege, das "System" zumindest vor dem völligen Auskühlen zu schützen. Wir haben derzeit zwar auch eine Gasbrennwertheizung, heizen aber damit meist nur unser Warmwasser. Die Räume werden warm über einen Kachelofen und einen kleinen Werkstattofen (oft wird sogar nur der beheizt). Bevor es zur Arbeit geht, kommen ein paar Briketts hinein, so dass die Glut über den Tag erhalten bleibt. Nach Feierabend wird dann wieder "voll" geheizt und es ist immer recht mollig :-)