Fußbodenheizung, Heizung, Anlage, vorteile, radiatoren

27.02.2005



Hallo miteinander, ich habe eine alte Mühle gekauft mit einfachen Holzbalkendecken und möchte teilweise mit Fußbodenheizung heizen. Leider habe ich bei Brüstungshöhen von ca. 59 cm und geringen Raumhöhen sehr wenig Platz und eine Trittschalldämmung müß auch noch rein. Wer hat Erfahrungen mit BioClina und welchen Fußbodenaufbau würdet Ihr empfehlen? Oder doch lieber Heizkörper?
Das Ganze darf also nicht dick und nicht teuer sein und muß optimalen Schallschutz bieten.

Hilfe! MfG Dorothea Vent



Fußbodenheizung zu hoch



Hallo

wenn der Boden nicht so hoch werden soll, versuchen Sie es mal mit einer Wandheizung!! incl Dämmung?? Vielleicht Lehmputz?

Eine Überlegung ist es allemal Wert!

Den Schall im Boden dann mit anderen Mitteln erledigen!


Florian Kurz



Fußbodenheizung



Erfahrung mit BioClina habe ich leider nicht. Wenn es möglich ist, als
Alternative ein Wandheizung, wie Florian Kurz empfiehlt.

Vielleicht können Sie den Schallschutz zwischen den Balken machen (als Masse
Lehmschüttung) und unter die Dielen nur eine Trittschalldämmung.

Gruß aus Dortmund

Harald Vidrik



Schlechte Erfahrung mit Fußbodenheizung im Trockenbau!



Hallo Dorothea!

Ich selbst habe schlechte Erfahrung mit einer Fußbodenheizung im Trockenbau gemacht.
Wir hatten seinerzeit mit einer Fußbodenheizung unter einem Fermacell Trockenestrich eingebaut.
Es zeigte sich, daß der Estrich nicht überall auflag. Er schwang mit. Da hinterher gefliest werden sollte, zogen wir Schrauben durch den Estrich in die Unterkonstruktion.
Selbstverständlich (und das ist kein Scherz) erwischte ich mit der letzten Schraube ein Rohr der Fußbodenheizung.
Haben wir natürlich erst am nächsten Tag bemerkt, da war das
Wasser dann schon in der Konstruktion verschwunden.
Die Reparatur kostete dann auch noch 250 €.

Mittlerweile baue ich prinzipiell keine Fußbodenheizung mehr ein. Einerseits weil es immer riskant bleibt (Es gibt hunderte von Firmen, die sich auf Estrichtrockenlegung spezialisiert haben), sondern weil eine Wandheizung die erste Wahl in Punkto Heizung ist. Sie erwärmt nicht nur die direkt beheizte Wand, sondern durch Strahlungswechselwirkungen alle anderen Hüllflächen der Räume mit.
Und das ohne die unangenehmen und ungesunden Luftstbewegungen, von denen auch die Fußbodenheizung nicht frei ist.
Empfehlung: A. Eisenschink "Falsch geheizt ist halb gestorben" gibts gleich hier beim Amazoon.

Bei Strahlungswärmeheizungen ist dann die Heizleistenanlage meine erste Wahl. Die ist einfacher, übersichtlicher, sicherer und seit radia-therm auch wesentlich günstiger.

Das Bild ist von dem Haus mit der ausgelaufenen Heizung.


Mit den besten Grüßen von der Ostsee

Der Ingo



wohlbehagen im warmen



hallo dorothea vent,
eine fußbodenheizung ist eine feine sache und nimmt genauso wenig raum ein, wie ein ganz normaler estrich plus ~3cm. das sollte also auch bei geringen deckebhöhen zu realisieren sein. hinsichtlich der trittschalldämmung gibt es z.b. wenige mm-starke folien-systeme - es geht ja in erster linie um die entkoppelung des estrichs vom untergrund. ideal ist bei einer fußbodenheizung übrigens die kombination mit radiatoren, denn beide heizungs-systeme bieten vorteile.
mit freundlichen grüßen,
AXEL BECKER



Pro und Contra



Hallo
Da sieht man mal wieder was seo die Meinungsfreiheit alles bringt!
Der eine sagt: Fußbodenheizung - Nein danke!!
der andere sagt: FBH - na freilich - is doch suppa!

Zu der ersten Gruppe zähle ich mich!
Eine alte Mühle mit Fußbodenheizung und Zementkunststoffestrich - das passt nicht in mein Weltbild!
Hightech im Altbau muß sich nicht beißen! Sagen die einen!
"der Hund beißt nicht!" sagen die anderen - und wehe er tuts doch …
Guten Abend

aus Nürnberg



Vorteile von Radiatoren und Fußbodenheizung?



Hallo Dorothea!
Bei der Fußbodenheizung kann ich noch den Umstand, daß keinerlei Heizkörper oder andere Heizelemente im Raum sichtbar sind, als Vorteil erkennen.
Eben ganau diesen Umstand mache ich allerdings auch als einen der stärksten Nachteile aus!
Eine Anlage auf dem Papier oder in Gedanken planen, sich von schicken Hochglanzbildern aus der "Schöner Wohnen" inspirieren lassen, ist das Eine, diese Anlage dann wirklich bauen, betreiben und warten(und ich rede dabei nicht von den 5 Jahren der Gewährleistungsfrist) ist eine Andere.
In diesem Forum ein paar Fragen tiefer fragte gerade jemand, was er mit seiner nicht mehr funktionierenden Fußbodenheizung (vermutlich verschlammt) machen solle.

Im Übrigen gibt es auch bei anderen Foren in der Bauschadensecke genügend Beispiele des großen Feldversuches "Wirklichkeit"!

Welche Vorteile Radiatoren bieten könnten?
Dazu fällt mir außer dem Preis und dem Umstand, daß sie bei Installateuren sehr beliebt sind, nichts ein.
(Vieleicht, daß man sie mittlerweile für viel Geld farbig passend zur Farbe der Vorhänge kaufen kann! Aber wer lackiert sie denn um, wenn die Vorhänge gewechselt werden?)

Die Beliebtheit rührt wohl vor allem daher, daß der ausführende Installateur in der Auslegung sehr großzügig arbeiten kann. Bei anderen Anlagen kann muß man schon genauer rechnen und präzise abeiten.

Von den raumklimatischen Bedingungen für die Bewohner und die bauphysikalischen Vorteile für die Bausubstanz reden wir dann noch gar nicht.

Im Übrigen jagen Sie bitte jemanden, der Ihnen erst eine Fußbodenheizung verkauft und dann noch eine konventionelle Radiatorenanlage als Sicherheit dazu, besser gleich vom Hof.
Außer für dem Kontostand des Verkäufers, hat eine solche Anlage für niemanden einen Vorteil.

Übrigens auch eigene Erfahrung!
In meinem ersten Haus habe ich mir Ahnungslos eine solche Anlage verkaufen lassen. Gott sei Dank muß ich auch in diesem Haus nicht mehr wohnen! Die Anlage funktioniert bis heute nicht wirklich zufriedenstellend. Wohnklima hat der Bau auch bis heute nicht. Dafür Kondensationsprobleme! Die allerdings nicht nur durch die Heizung.

Der Ingo