Aufbau sandsteinplatten mit fussbodenheizung

21.02.2013 Le



Hallo an alle die das vielleicht schon gemacht haben, wir planen unsere Scheune mit den alten Sandsteinplatten von frueher zu verlegen, zzgl einer Fussbodenheizung. Brauchen wir hierzu einen Estrich, oder koennen die Platten in eine Sandschicht verlegt werden? Bisher haben wir in der vorher landwirtschaftlich genutzten Scheune ein Betonfundament eingezogen, und darauf Schweissbahnen aufgebracht. Die geplante Aufbauhöhe beträgt 21 cm.



Fußbodenheizung



Grundsätzlich muß erst einmal eine Dämmung verbaut werden,darauf dann die Fußbodenheizung. Es gibt 3 Bauarten, die sich von der Lage der Heizleitungen her unterscheiden. Welche in Frage kommt und ob ein Estrich verlegt wird hängt von der Art der Sandsteinplatten, vor allem ihrer Dicke, ab. Theoretisch kann man die Platten auch im Dickbett oder einer gebundenen Bettung auf der Fußbodenheizung verlegen.
Auf jeden Fall wird so eine Heizung thermisch sehr träge reagieren. Wie soll denn der Raum einmal genutzt werden, wie hoch ist er?

Viele Grüße



Die dämpfende Wirkung...



... von 40mm Sandstein auf 15mm Sandbett (angenommen) lässt sich mit R-lambda von rund 0,5 m²K/W ansetzen.

Dies wäre in etwa das 10-fache eines dünnen Fliesenbelags, das 5-fache eines Teppichbodens und das 3-fache eines Holzoberbodens.

Die daraus resultierenden Probleme sind dargelegt worden, auch ist gegenüber eines "klassischeren" Aufbaus eine höhere Vorlauftemperatur notwendig.

MfG,
sh





Wobei auch zu beachten wäre, dass die Sandsteinplatten sicher deutlich länger warm bleiben würden, als Teppichboden und Co.
Wenn man die große Masse ordentlich dämmt und entsprechend einheizt, könnte das gehen.

Wenn man auf Nachtabsenkung verzichtet, spielt das alles keine Rolle, dann kommt's lediglich auf den Wärmeverlust nach unten, also auf die Dämmung an.
Wenn die Heizung aber für andere Flächenheizungen, die mit versorgt werden müssen, angepasst ist, könnte es sein, dass die niedrige Vorlauftemperatur den Boden nicht richtig warm werden lässt oder dass die anderen Heizflächen überwärmt werden müssen.

Nebenbei würde ich als Fußboden Laie im Wohnraum kein Sandbett verwenden. Einerseits dürfte die Wärmeübertragung mies sein und auf der anderen Seite würde ich mich fragen, welche Gewährleistung der Heizungsbauer / Hersteller für Rohre gibt, die für einen Heizestrich gedacht sind und dann aber in einem Sandbett liegen. Die dürften ja wahrscheinlich höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt sein.

Gruß G



Sandsteinboden …



… alternativ zu der FBH, die ich auch sonst eigentlich nie empfehle … würde ich mir noch mal ne andere Art von "Heizung" ansehen und mir da einige Gedanken darüber machen (lassen) …

Temperierung

www.thermische-bauphysik.de
oder
www.temperierung.net/

den Sandsteinboden in Luftkalk verlegen = reversibel … bei vermehrten zementären Anteilen … kaputtbare Demontage …

Florian Kurz



Fußbodenheizung vs. Temperierung



Die Fußbodenheizung ist machbar; die Einschränkungen sind genannt.
Auf Nachtabsenkung kann man verzichten.
Im übrigen bringt eine Nachtabsenkung i.d.R. keine Energieeinsparung.
Eine evtl. höhere Heizmitteltemperatur als bei möglichen anderen Flächenheizungen erforderlich, lässt sich anlagentechnisch problemlos in den Griff kriegen. Das ganze von kompeten Leuten vor Ort planen lassen.
Die Temperierung ist als Zusatzheizung sicher geeignet, als Alleinheizung nicht ausreichend; es sei denn man hat ein Wärmeempfinden wie ein Polarkreisbewohner oder fährt mit extrem hohen Temperaturen.
Die Argumente unter dem angegebenen Link können nicht überzeugen; wesentliche Angaben fehlen.
Viel Erfolg.
SG