Wandheizung oder Fussbodenheizung

29.01.2011



Wir sanieren gerade ein EFH und wollen eine Flächenheizung integrieren.

In den meisten Räumen wollen wir eine Wandheizung installieren.

Da im Flur, Küche, Abstellraum und Bädern allerdings Fliesen als Bodenbelag verlegt werden sollen überlegen wir ob es nicht Sinn macht, hier eine Fussbodenheizung zu verlegen. Der Estrich wurde in diesen Räumen sowieso schon entfernt, da die vorherigen Fliesen damals direkt in die Mischung verlegt worden sind. Allerdings ist die alte Aufbauhöhe (Estrich mit Fliesen) nur 6 cm gewesen. Darunter ist der *** aus Beton. Bei einer Fussbodenheizung wäre auf jeden Fall Dämmung angebracht und dann wiederum müssten insgesamt fünf Türstürze höher gesetzt werden.

Insgesamt geht es um ca. 65 m² Fussbodenfläche.

Andererseits wäre eine Wandheizung auch nicht günstig, zumal der intakte Putz damit neu verputzt werden müsste und die ohne Wandheizung auch farblich angeglichen werden müssten.

Was würdet ihr machen?

Ist die Wandheizung der Fussbodenheizung überlegen?

Die Wand wird übrigens von Außen gedämmt und hat einen U-Wert von 0,18. Wieviel Dämmung bräuchte man bei einer FBH?

Fragen über Fragen, ich weiss... Aber vielleicht habt ihr ja ein paar Meinungen für mich?



Fußbodenheizung bei geringer Aufbauhöhe



Bei der geringen Aufbauhöhe wird der Bodenaufbau eng. Das Bodensystem FloorTD lässt sich hervoragend mit Heizsystemen integrieren. Gerne gebe ich Ihnen Informationen. gruß DeHoZ



Fußbodenheizung bei geringer Aufbauhöhe



Bei der geringen Aufbauhöhe wird der Bodenaufbau eng. Das Bodensystem FloorTD lässt sich hervoragend mit Heizsystemen integrieren. Gerne gebe ich Ihnen Informationen. gruß DeHoZ



Beheizung EFH



Mein Vorschlag:
Flur, Abstellraum: keine Heizung, wenn Flur innenliegend.
Küche: Heizkörper
Bad: Handtuchheizkörper und el. Zusatzheizung unter Fliesen.
Ansonsten: Flur thermisch vom Eingang durch Windfang trennen.

Viele Grüße





Vielen Dank für die bisherigen Antworten.

FBH-Systeme mit niedrigen Aufbau habe ich schon ein paar gefunden. Und viele Hersteller preisen auch an, dass man die jeweiligen Systeme auch mit Holzfussböden nutzen kann.

Radiatoren wollen wir nicht einbauen. WIr wollen insgesamt schon bei Flächenheizung bleiben. Und auch der Flur soll, wenn auch nicht so stark wie andere Wohnräume, mitgeheizt werden.

Wie ist eigentlich das Wohlbefinden Wandheizung gegen Fussbodenheizung?

Aber auch zu anderen Meinungen zu dem Thema würden wir uns sehr freuen.



Beheizung EFH



Für einen Flur ist es ziemlich egal, wie er beheizt wird, das "Wohlfühlempfinden" spielt hier sicher keine Rolle.
Da tut es auch ein einfacher Heizkörper, wenn es denn sein muß. Den kann man an einen Fubo- Heizkreislauf hängen, da keine großen Wärmeleistungen gebraucht werden.
Was haben Sie gegen Handtuchheizkörper im Bad?
Ob Wand- oder Fußbodenheizung ist reine Geschmackssache oder wenn Sie wollen reine Glaubensfrage.
Oder eine Geldfrage.

Viele Grüße



Moin Heiko,



ich hab öfters mehrere Tage und Nächte bei einer Bekannten mit FBH verbracht: Trotz angenehm gleichmässiger Temperatur im ganzen Haus, mag ich die Dinger nicht.

Wir haben in der neuen Küche und dem neuen Bad die Rücklaufleitungen der Radiatoren spiralig unter den Fliesen verlegt, um diese zu temperieren - auch eine Lösung gegen Fusskälte, aber nur bei niedrigen Vorlauftemperaturen.

Mein persönlicher Favorit bleibt der Ofen......

Gruss, Boris





Nochmals danke für die Antworten.

@Georg
Wir wollen auf Flächenheizung, um niedrige Vorlauftemperaturen zu haben (Wärmepumpe). Da hilft uns ein Heizkörper leider nur bedingt weiter. Und auch der Handtuchhalter/-trockner bringt uns bei ner Temperatur von bspw. 24°C nur wenig.



Vielleicht ein wenig verrückt - aber durchaus realisierbar...



... wir haben aus Platzgründen eine "Spiegelheizung" im Flur.

Also einen recht einfachen, großen Plattenheizkörper genommen und einen Spiegel ca. 90cm x 180cm sehr dicht davor gesetzt. Trägt ca. 9cm auf.

Funktioniert recht ordentlich mit einer konventionellen Zentralheizung.

Grüße aus Frangn

Frank



Nur liegt hier eine Niedertempüeraturheizung vor,



die gerade durch den Heizkörper und die damit verbundene Vorlauftemperatur einen sehr schlechten Wirkungsgrad erreicht.

Also muß eine Flächenheizung her. Es gibt für Wand und Fußbodenheizung Vor- und Nachteile. Im allgemeinen wird die Wandheizung als behaglicher empfunden da eine größere Köperfläche angerstrahlt wird, auch ist der Strahlungsanteil höher und die Reaktionszeit kürzer. Auch für die FBH ist eine Dämmung unter der Heizung notwendig.

Grüße



Wandheizungsplatten an Wand schrauben



- geht auch partiell.
Näheres einfach Gerd fragen.
Gunther



Wandheizung



Hallo!
Ich empfehle eine Wandheizung! Du brauchst bei dem Modell "Climatewall" das ein Bekannter von mir hat (hab ich schon mal hier in einem Thread empfohlen), nur etwa ein Drittel Wandfläche (in Bezug auf die Bodenfläche) zur guten Beheizung der Räume. Und die Vorlauftemperatur ist auch nur gering, da du "das Ganze" ja direkt in die Wand einspeisen kannst.
Zudem finde ich persönlich, dass die Strahlungswärme einer Wandheizung ungleich angenehmer ist, wie von Heizkörpern mit aufwirbelnder Konvektion oder auch die Wärmeabgabe der Fussbodenheizung. Aber vielleicht auch Geschmacksache... Habe nur den direkten Vergleich von einer Wandheizung und einer FBH schon erlebt. Und die Wandheizung Climatewall aus rein natürlichen Stoffen (Kalk, Schamotte, evtl. Holzfaserdämmung an der Aussenwand möglich)gibt einfach ein super Raumklima.
Schöne Grüße,
Jürgen





Danke nochmal für die weiteren Beiträge.

Wir haben uns jetzt für eine Wandheizung entschieden. Allerdings nicht das Climatewall-System. Unser Haus wird ja wie geschrieben von außen gedämmt. Auch bezweifel ich ein wenig, dass 1/3 der Grundfläche ausreicht. Die Häülfte sollte es gemäß meinem Heizungsbauer schon sein - und selbst dann kann es sein, dass man an sehr kalten Tagen auf 40°C Vorlauf kommen kann. Aber Danke für die Wiedergabe der Erfahrungen.



Hallo Heiko,



oft ist der Heizungsbauer nicht in der Lage eine WH richtig zu dimensionieren.

Stell doch bitte mal die Daten des Heizungsbaueren die er als Grundlage ermittelt rein.Interesant ist der raumwiese Wärmebedarf, und die Leistung der WH in Abhängigkeit der Vorlauftemperatur.

Natürlich läßt sich Wand und Boden gerade bei keramischen Bödenbelägen die erneuert werden sollen gut kombinieren.

Grüße Gerd





Puhh... also wie genau er ermittelt hat kann ich nicht sagen. Aber, er hat mir folgende m² als ungefähre Angabe gegeben. Nur mal exemplarisch für drei Zimmer im EG (U-Wert der Außenwände ist 0,18):

Wohnzimmer:
Grundfläche: 33 m²
Gesamtwärmebedarf: 1980 Watt
macht dann einen Bedarf von 19 m² Wandheizung bei einem Verlegeabstand von 10-12cm

Küche:
Grundfläche: 16 m²
Gesamtwärmebedarf: 720 Watt
macht dann einen Bedarf von 7 m² Wandheizung bei einem Verlegeabstand von 10-12cm

Bad:
Grundfläche: 13 m²
Gesamtwärmebedarf: 1040 Watt
macht dann einen Bedarf von 10 m² Wandheizung bei einem Verlegeabstand von 10-12cm
Die Wandheizung soll an die Außenwände und es ist mit einer Vorlauftemperatur von 35°C gerechnet. Entsprechend hat er wohl ca. 100 Watt pro qm Wandheizung in Lehmputz gerechnet. Das Rohr ist wohl ein 16mm Kunstoff- oder Mehrschichtverbundrohr.

Leider sind die Flächen aber bei uns nicht überall verfügbar. So werden wir im Wohnzimmer wohl nur ca 15m² verlgegen können. Da dies aber die gesamten Außenwände umfasst, reicht das wohl gemäß unserem Heizungsbauer. Über ein großes Fensterlement (Schiebetür) wird er auch oben noch ne Schleife drüber legen.

Ich habe ein wenig Angst, dass die Berechnung nicht 100%ig stimmt. Der Heizungsbauer ist ein guter Freund von mir. Hat seinen Meister erst seit wenigen Jahren und bislang erst einmal Wandheizung verlegt. Er sagt aber, dass das kein Problem wäre.
Gleichzeitig merkt er aber an, dass man an sehr kalten Tagen wohl auch auf eine Vorlauftemperatur von 40°C kommen kann.


Vielleicht kann mir ja jemand sagen, ob das Ganze so okay ist? Wäre ich sehr dankbar drüber!!!



Moin Heiko,



stell deine Frage vielleicht nochmal hier:

http://www.haustechnikdialog.de/Forum/46/Haustechnikforum

Gruss, Boris



Hallo Heiko,



wenn das richtige Wandheizungsroht verwendet wird, erzeugt die Wandheizung z.B. bei 40°C eine Leistung von 150 W/m².

Eine reine Wandheizung könnte auch bis 45°C max angefahren werden. 100 W/m² wie in Deinem Fall ist das sehr wenig.

Welches Rohr soll denn eingesetzt werden?

Grüße Gerd



@ Gerd



Es ist ein 16mm Mehrschichtverbundrohr. Ich habe aber vergessen, welche Marke. Habe nur noch in Erinnerung dass er meinte, lieber ein etwas teureres von einem Markenhersteller zu nehmen - wegen der Haltbarkeit.

150 W/m² bei 40°C - sind das ggf. 100 W/m² bei 35°C Vorlauf?

Ich merke gerade, dass wir nicht einmal 15m² Außenwandfläche im Wohnzimmer hinbekommen. Die Wandheizung wird ja sicherlich nur ungefähr bis 2m Höhe verlegt werden. Wenn man dann noch einen Abstand von 30cm zum Boden nimmt, ist die Höhe für die verlegbare Fläche ja nur noch 170cm. Ups. und schon haben wir nur noch 11m² Außenwandfläche im Wohnzimmer. Oh man... :-(



Leistung Wandheizung



...also ich könnte 250W pro qm Leistung anbieten... bei einer Vorlauftemperatur von 40Grad :-)

Unser Wandheizung System Climatewall kann mit allen handelsüblichen Rohren/Systemen verwendet werden. Wir vertragen Vorlauftemperaturen von 30 bis 65Grad.... alles ist möglich.
Und wir bieten wenn gewünscht gleichzeitig noch das Ganze als Innendämmung an... wie es beliebt... und das alles mit ökologischen Baustoffen!

Läuft tadellos...



Wie...



... genau ist es denn möglich, dass mal eine Wandheizung 150 W/m² und mal 250 W/m² bei 40°C Vorlauf hat? Viel geringer als 10 cm dürfte ja der Rohrabstand nicht sein können, oder?



@Thomas:



Macht denn jeder Putz 65°C VL mit?

Logischerweise arbeitet der dann mehr, gibt das nicht schneller Risse?

Gruss, Boris



Der richtige Putz macht auch 65°C mit aber dann ist der Sprung



ist der Sprung zum Heizkörper nicht mehr weit.

Je höher die Differenz zwischen Wandoberfläche und der Raumtemperatur ist um so höher ist der Konvektionsanteil.

Wie man bei 40° C Vorlauf 250 W/m² erzeugen kann ist mir auch unklar. Interesant wäre in diesem Zusammenhang die Rücklauftemperatur bzw. die Duchflussmenge.

Ggf. würde ich darüber nachdenken die max. Vorlauftemperatur auf 45°C anzuheben.

Grüße





Bringt es denn etwas, mehr m² Heizfläche zu haben in dem man höher geht. Die Raumhöhe ist bei uns 2,55m. Wenn wir da so bis 2,30m gehen würde?

Rein rechnerisch haben wir dann ja mehr Watt an Leistung. Und mit Ausnahme der größeren Glasflächen (neu mit 3-fach Verglasung)sind dann alle Außenwände im Wohnzimmer mit Wandheizung belegt.



Wir



empfehlen die Belgung bis 2 m Höhe, da die Strahlung überweigend rechtwinkelig zur Oberfläche abgestrahlt wird und auch fühlbar ist.

Ich würde weiter runtergehen ab 10 cm Oberknate Fußboden scheint mit die Belegung mit Wandheizung sinnvoll.

Grüße Gerd