Estrich aufheizen

04.02.2012



Guten Morgen zusammen!

Meine Frage betrifft die Aufheizphase einer Fußbodenheizung mit Calcium Sulfat Estrich (konventionell, kein Fließestrich).

Der Hersteller der FBH hat mir ein Aufheizprotokoll gegeben, in dem die Aufheizphase zu dokumentieren ist.

Darin steht, dass nach frühestens 7 Tagen mit dem Funktionsheizen zu beginnen ist. Dabei wird erst 3 Tage lang die Vorlauftemperatur von 25 °C eingestellt, dann 4 Tage die Auslegungstemperatur (40 - 50 °C).

Erst danach beginnt das Belegreifheizen. Dabei wird die Temperatur langsam gesteigert und dann wieder reduziert.

Das ganze Vorgehen ist auch genau so in der DIN 1264-4 beschrieben.

Nun zu meinem Problem: Der Estrichleger und der Heizungsbauer sagen, dass würde kein Mensch so machen und weigern sich das so zu tun.

Da die FBH nicht vom Heizungsbauer kommt, sondern ich sie selbst gekauft und verlegt habe, habe ich im Endeffekt die "Macht" die Heizung einzustellen wie ich will. Denn das AUfheizprotokoll wird mir sowieso keiner unterschreiben.

Wie soll ich nun heizen? Ich tendiere dazu die Norm einzuhalten, weil ich es einfach nicht besser weis. Und nur weil die 2 Typen das noch nie so gemacht haben, heisst es ja nicht, dass das falsch ist.

Für Tipps wäre ich echt dankbar!

MfG



Gewährleistung



Sie sollten mit den beiden nicht so hart ins Gericht gehen.
Haben die beiden Handwerker Ihnen erklärt warum Sie es nicht so machen wollen?
Der Grund warum die beiden Handwerker so reagieren liegt vermutlich in der Gewährleistung. Wer übernimmt die Gewährleistung wenn etwas schief geht? (z.B. wenn die FHB undicht ist oder wenn der Estrich reisst etc.)
Wer steht für den evtl. Schaden gerade?
Sie sollten hier den in die Pflicht nehmen, der Ihnen die Fussbodenheizung verkauft hat.

Grüsse



Was...



...heisst denn "hart ins Gericht" gehen?

Ich will ja einfach nur richtig Heizen. Und da ich unterschiedliche Vorgaben bekomme, kann ich mich nicht entscheiden. Daher tendiere ich dazu mich an die Norm zu halten.

Unsicher bin ich mir trotzdem...

MfG



Wem



vertrauen Sie mehr?
Der Norm oder den Handwerkern (2 Typen) mit Erfahrung aus der Praxis?
Zumal kein Handwerker eine Gewährleistung für ein Produkt übernehmen wird, wenn er dieses nicht selbst verkauft hat.
Schlussendlich bleibt Ihnen immer die Firma, die Ihnen die FHB verkauft hat.

Grüsse





Hallo,

wenn Ihr Heizungshersteller das so vorschreibt, ist es in Ordnung. Ich habe selber viele Flächenheizungen nach ähnlichem Muster erfolgreich in Betrieb nehmen lassen.
Allerdings erhöhe ich alle 2 tage die Vorlauftemperatur nur um 5 Grad und mache keinen plötzlichen Spung um 20.
Der Crashtest sieht dann so aus, dass bei Erreichen einer VT von 55 grad diese drei Tage gehalten und dann um 15 Grad abgesenkt wird. Anchließend wird der Putz (bei Wandheizung)
nachbehandelt. Bei Estrich darf es keine Risse geben, und Sie dürfen die maximale Vorlauftemperatur auf keinen Fall überschreiten.
Da kann man schon seltsame Sachen erleben, z.B. die fröhliche Ansage eines Stadtwerke-Monteuers: "Ich habe Ihnen gerade die VT auf 70° eingestellt".

Viel Spaß